21.11.2012

Von alten Kleidern und löchrigen Lumpen


Wisst ihr, dass wir Deutschen pro Jahr 1,1 Mio. Tonnen alter Kleider entsorgen? Das entspricht ungefähr der Menge, die wir an Kleidung einkaufen! Das Kleidersammelsystem Packmee – es nennt sich selbst die „vertrauenswürdige Alternative zur Kleiderspende“ – hat das einmal grafisch aufbereitet und ausgerechnet, wie hoch der Kleiderberg wäre, würde man alles auf einem Fußballfeldgroßen Areal in Kartons aufeinanderstapeln. Hier könnt ihr sehen, wie hoch Deutschlands Altkleider-Turm wäre ...

Ich ziehe daraus spontan zwei Schlüsse: Wir könnten bei unseren Kleidern mehr auf Langlebigkeit achten. Und wir könnten uns überlegen, was man mit dem Stoff noch so alles anstellen kann. Im Forum tauchte ja schon der Tipp von Michaela auf, Geschenke in Stoff zu verpacken (unter „Weitere Ideen zum Verpacken mit Ökobewusstsein“). Bei Frag-Mutti.de las ich neulich diesen Tipp hier: alte Stoffe zuschneiden und als Bodentücher benutzen. Da ich demnächst mehr glatte Böden habe als bisher, finde ich das sehr nachahmenswert. Überhaupt habe ich mir überlegt, eine ganze Kiste mit Stoff- und Kleiderresten anzulegen:

  • Mit Viereck-Tüchern zum Bodenwischen
  • Mit Tüchern zum Schuhe putzen und Polieren
  • Mit Tüchern zum Auto putzen und Polieren
  • Mit alten Socken zum Staubwischen
  • Mit alten Strumpfhosen, deren Beine sich in der Erkältungszeit oder bei Verstauchungen wunderbar als dehnbare Wickel z. B. für Kinder eignen

Einsatzmöglichkeiten gibt es sicher noch genug. Ich denke hier übrigens nur an Kleidung, die nicht mehr geeignet ist, um sie z. B. mit Freundinnen zu tauschen oder an jüngere Kinder weiterzugeben. Und ganz nebenbei schweifen meine Gedanken immer wieder ab in Erinnerungen an eine alte Tante: Sie verwertete jedes ausrangierte Kleidungsstück, das sich wirklich nicht mehr flicken ließ, als Putztuch. Das hielt so lange, bis es sich wortwörtlich in Luft aufgelöst hatte und zum Schluss nur noch aus Löchern bestand.

Ich persönlich habe nicht vor, zu übertreiben. Doch ich habe vor, zu systematisieren, sprich: einen festen Platz für solche Altstoffe freizuhalten und diese entsprechend zu portionieren. Denn eigentlich handhabe ich das mit alten Socken und Baby-T-Shirts (also mit kleineren Kleidungsstücken) hin und wieder genau so: Es gibt nur noch keinen fixen Ort, an dem ich nach einem dieser „praktischen alten Lappen“ suchen würde.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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