07.06.2011

Von Sprossen, Gurken und Tomaten


EHEC ist in aller Munde, zum Glück nur als gesprochenes Wort. Das musste ich vor allem in den zurückliegenden Tagen feststellen. Während viele wohl anfangs noch hofften, dass sich die Angelegenheit schnell auflöst, gab es vergangene Woche immer noch keine Entwarnung. Und EHEC wurde immer mehr ein Thema.

Verunsicherung traf ich fast überall an. Von Menschen, die nur noch Marmelade aufs Brot schmieren, bis hin zu denen, die sagen: „Nächstes Jahr bauen wir unser Gemüse selber an.“ Und ich? Ich lese täglich mehrmals die News im Internet. Darunter auch irgendwann die Information, dass selbst eigenes Gemüse aus dem Garten belastet sein kann ...

Dann tauchten am Sonntag plötzlich die Sprossen auf. Zunächst war noch nicht klar, ob sich das Gerücht hält, aber 1 Stunde nach der ersten Meldung im Internet zogen auch andere Medien nach. Ich wundere mich darüber, dass Sprossen zuvor noch nicht verdächtigt wurden – denn andere Lebensmittel, die in anderen Ländern ähnliche Epidemien auslösten, schwirrten durch alle Kanäle. Sprossen waren für mich als inzwischen Vielleserin neu – und doch gab es sie als EHEC-Träger schon mal in Japan.

Entwarnung gab es bis zum Einstellen dieses Blog-Eintrages noch immer nicht. Aber ehrlich gesagt biss ich am Sonntagabend viel lieber in meine gewaschene, ungeschälte und nicht abgekochte Birne als die Tage zuvor. Und die zwei Gurkenscheiben und die beiden Tomatenhälften, die wir beim Restaurant-Besuch am Samstag auf unseren Tellern liegen ließen – die taten mir richtig leid. Nicht nur sie, sondern auch die Menschen, die diese Ware nicht mehr verkaufen können.

Die Spekulationen und Mutmaßungen der vergangenen Tage zeigen mir einmal mehr, wie komplex das Leben und wie „klein“ der Mensch manchmal ist, obwohl er nach außen hin die größten Dinge zu vollbringen glaubt. Auf die Frage hin, wie wir uns vor all den Katastrophen schützen könne, die uns in der heutigen Zeit ereilen, sagte einmal jemand: „Schule deine Intuition. Und du wirst spüren, was gut für dich ist.“


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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