21.05.2014

Von Winter auf Sommer in 30 Minuten


Sonnenschein und Wärme haben einen Vorteil, wie ich gestern mal wieder feststellen durfte: Sie lassen die Wäsche in null Komma nichts trocknen! Am Abend gewaschen und aufgehängt, am nächsten Morgen schon wieder bereit zur Weiterverarbeitung. So wie gestern. Rosa und Rot waren in der Wäsche. Bis auf ein T-Shirt und ein Paar Strümpfe von mir, hingen ausschließlich Kindersachen auf der Leine. Ich legte sie zusammen und brachte sie vom Dachboden ins Kinderzimmer, um sie einzuräumen.

Da packte mich eine innere Stimme am Schopfe und stupste mich mit der Nase auf die Winterpullis in der Kommode: „Die müssen raus! Und die Kleidchen und T-Shirts rein!“ Ich überlegte schnell, ob ich wirklich gehorchen sollte – und tat es. Wintersachen raus, was nicht mehr passt oder schön ist auf die Seite, frisch gewaschene Sommersachen rein, die Sommersachen aus dem Lagerschrank raus, was nicht mehr passt oder schön ist auf die Seite, die Wintersachen rein, die Altkleider in die Tüte und die besten Exemplare auf den Hocker für eine Freundin. So! Fertig!

Binnen einer halben Stunde war der Wechsel von Winter zu Sommer vollzogen! Wer hätte gedacht, dass das so schnell geht? Jahrelange praktische Erfahrung ist eben unschlagbar ... Oder sagen wir, ich habe nach dem Motto gehandelt „Ordnung ist“ (aus: simplify your life, Juni 2003, Was ist Ordnung):

Ordnung ist in jedem Zusammenhang möglich. Alle materiellen Dinge sind bereit, sich einem wachen, strukturierenden Geist zu fügen, der ihnen zu einer Ordnung verhilft – weil sie vor Urzeiten von einem solchen wachen und schöpferischen Geist gestaltet wurden. Ordnung schaffen heißt also, in seinen Räumen die geistige Führung zu übernehmen und den Dingen ihren Weg zu weisen: Das ist dein Platz. Da gehörst du hin. Oder auch: Du hast hier ausgedient oder keine Funktion, also habe ich entschieden, dass du gehst. Wer Ordnung schafft, übernimmt die Führung.

Jawohl!

Ich stelle fest, es ist unheimlich beflügelnd und befreiend, den Kleiderschrank auszumisten. Ich glaube es liegt daran, dass es so einfach ist (für mich jedenfalls): Entweder eine Sache ist noch tragbar oder nicht. Entweder sie will noch getragen werden oder sie will nicht. Mindestens zweimal im Jahr werden die Kleidungsstücke umgeparkt und schon alleine deshalb in Augenschein genommen und bei Bedarf aussortiert. Bei anderen Gegenständen in meinen vier Wänden gelingt mir das nicht so leicht! Da steht kein imaginärer „Sommer“ oder „Winter“ drauf, der die Ordnung irgendwie unterstützen würde. Stattdessen lese ich so was wie „Könnte ich irgendwann einmal brauchen“. Das steht mitunter auch nach fünf Jahren noch auf demselben Gegenstand! Unglaublich! Nein, wirklich den Kleiderschrank von Winter auf Sommer umzurüsten, das ist ganz einfach!


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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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