29.10.2011

Warum der Drahtesel bald Bambusyak heißen könnte


Erst Anfang dieser Woche dachte ich darüber nach, mir ein neues Fahrrad anzuschaffen. Ich kam mit fast plattem Reifen bei meiner Freundin an, musste aber schnell weiter. Deshalb lieh sie mir ihr Fahrrad – und ich fühlte mich darauf wie eine Königin! Das lief so leicht, als hätte es einen Elektromotor (hat es nach meinem Rückversichern aber nicht), die Reifen hatten Luft – zwei unschätzbare Vorteile!

Mein Fahrrad ist schon mehr als 20 Jahre alt, steht Tag und Nacht draußen. Man sieht es ihm an. Wegen meines Reifen-Luft-Problems hatte ich es schon in der Werkstatt. Der „Fachmann“ dort hätte es generalüberholen sollen. Hat er aber nicht. Er hat es aufgepumpt. Deshalb verliert es nach wie vor sehr zuverlässig seine Luft. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich könnte eine neue Bereifung gebrauchen oder gleich ein neues, leichtgängiges Fahrrad. Eines, das zudem nicht rostet, wenn es draußen steht.

Gestern lese ich dann, worüber das Magazin National Geographic Deutschland in der November-Ausgabe berichtet: Der nachwachsende Rohstoff Bambus erobert jetzt als Baumaterial den Fahrradmarkt. Bei den Naturrädern besteht der Rahmen aus Bambus, in Epoxidharz getränkte Naturfasern sorgen für dauerhaften Halt. Die Fahreigenschaften des Bambusrads sprechen für sich: Es ist umweltfreundlich, stabil, fängt Erschütterungen ab und das Fahrgefühl ist wesentlich sanfter als beim Modell aus Aluminium oder Stahl. Eine Studenteninitiative in Berlin bietet mittlerweile Bambusräder zum Verkauf an, darüber hinaus wurden in mehreren Entwicklungsländern entsprechende Werkstätten gegründet. Es gibt günstige Modelle, man kann aber auch bis zu 4000 Euro für ein Luxus-Bambusrad ausgeben.

Die von der unabhängigen Hochschulgruppe Berlin – grüneUni – entwickelten Fahrräder aus Bambus, die „Berlin Bamboo Bikes“, waren 2010 Preisträger des Innovationswettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“. Bei der Herstellung von Metall-Fahrradrahmen werden viel Energie und Ressourcen verbraucht. Dabei wird CO2 freigesetzt. Bei den Bambusrädern ist das nicht der Fall.

Sie sehen übrigens sehr simplify aus, ohne fiel Schnickschnack: wenn sie sich gut fahren lassen – warum nicht? Ich für meinen Teil warte trotzdem mit der Neuanschaffung, bis ich die Möglichkeit habe, mein Fahrrad unterzustellen.


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