02.09.2015

Warum Glücksbringer Glück bringen können


Wie es der Zufall so will, habe ich noch etwas Spannendes auf der letzten Seite von simplify your life August entdeckt! Glücksbringer. Die sind genau mein Thema, denn ich setze Symbole mitunter ganz gezielt ein. Um mein aktuelles Domizil zu finden, habe ich zum Beispiel längere Zeit eine Kette mit einem bestimmten Anhänger getragen.

Ruth Drost-Hüttl stellt eine Studie vor, mit der amerikanische Professoren herausfinden wollten, in welchen Situationen die Menschen Glücksbringer einsetzen. Dabei kam heraus: Es handelt sich um äußere Ziele und es liegt kaum bis gar nicht in unserer Macht, ob wir diese erreichen können.

Die Wissenschaftler schlossen daraus, dass wir wohl unsere Ziele überdenken sollten. Wären diese persönlicher, kämen wir möglicherweise eher dorthin.

Aus meiner Erfahrung sind äußere Ziele oder unbeeinflussbare Ziele durchaus erstrebenswert. Der Effekt des Glücksbringers ist ein anderer: Gerade, weil wir es kaum unter Kontrolle haben, ob sich unser Ziel erreichen lässt oder nicht, macht uns ein solches Symbol handlungsfähig!

Die Chancen ein Haus nach Wunsch zu finden, standen damals für mich denkbar schlecht. An meinen Rahmenbedingungen konnte ich nichts ändern. Also war ich machtlos. Ich musste darauf hoffen, dass es klappt. Mit meinem Kettenanhänger war ich jedoch nicht mehr machtlos. Ich konnte handeln, ich war aktiv, indem ich mich jeden Tag mit meinem Ziel verband. Immer, wenn ich glaubte, dass es nie zu erreichen sei, umgriff ich meine Kette.

Letztlich ermutigte mich diese innere Arbeit die richtigen Menschen anzusprechen. Einer dieser Menschen war meine Vormieterin, der ich unbekannterweise mit dem Auto hinterherfuhr ...

Auch ein Symbol für meine Beförderung kann mich aus der Starre erlösen und mich dazu ermutigen, meinem Chef selbstbewusst gegenüberzutreten.

Mit einem Glücksbringer für äußere, schwer kontrollierbare Ziele machen wir Menschen also meiner Meinung nach genau das Richtige: Wir kommen ins Tun!

Wobei ich anmerken muss, dass die besagten Wissenschaftler von einem abergläubisch motivierten Glücksbringer ausgehen (hier geht's zum vollständigen Artikel in Englisch). Mein "Glücksbringer" ist eigentlich ein Symbol für einen Wunsch (z. B. das perfekte Haus zu finden, ein gutes Gespräch mit dem Chef zu haben). Ich setze es mit dem Wissen ein, dass ich meinen Teil dazu beitragen muss, damit sich dieser Wunsch erfüllen kann. Es wäre also wenig zielführend, wenn ich auf der Couch die Füße hochlegen würde, nach dem Motto: Haus komm' zu mir! Ich würde mir auch niemals ein Symbol für den Jackpot im Lotto aussuchen. Wohl aber ein Symbol für den Wunsch, dass mehr Geld ins Haus kommt.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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