15.05.2013

Warum halten Pech und Schwefel zusammen?


So ein Pech aber auch! Die halten zusammen wie Pech und Schwefel. Schwarzes Pech fiel auf das Mädchen herunter und blieb ein Leben lang auf ihr kleben. Man nannte sie fortan „Pechmarie“. Welch ein Pechvogel! Das Wort „Pech“ ist in unserer Sprache sehr geläufig – doch was ist Pech eigentlich im ursprünglichen Sinne?

Pech wurde früher entweder direkt aus Baumharz oder aus Holzscheiten, Braun- oder Steinkohle gewonnen. Pecher haben die Ausgangsstoffe zu Teer verarbeitet. Bei der Destillation des Teers entstand ein braun-schwarzer, zähflüssiger, pappiger Rückstand, das Pech. Die Menschen verwendeten es früher sowohl als Medizin, insbesondere für Nutztiere, als auch zum Abdichten, Schmieren und Verkleben beim Bau und Handwerken. Mich hat einmal besonders interessiert, warum ausgerechnet Pech und Schwefel gut zusammenhalten. Ganz einfach: beide Stoffe zusammen entfalten eine ausgezeichnete Klebewirkung! Ein Ast mit Pech eingeschmiert diente zum Vogelfang – der darauf kleben blieb, war also ein Pechvogel. Schlussendlich ist Pech brennbar und die Menschen des frühen Mittelalters haben es mit dem Höllenfeuer in Verbindung gebracht. Es gab Fackeln mit Pech und Burgen oder eingefriedete Städte des Mittelalters haben sich mit siedendem Pech verteidigt. Heute bedeutet Pech im übertragenen Sinne natürlich Unglück oder Missgeschick.

Übrigens komme ich heute auf das Pech zu sprechen, weil ich am Wochenende eine Meldung las mit einer guten Eselsbrücke:

Beim Laufen umgeknickt, ein Gelenk überdehnt, einen Muskel gezerrt? Pech gehabt und an PECH denken: Die vier Buchstaben stehen für die Begriffe, die auch in dieser Reigenfolge nützlich sind, erklärt das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber": P wie Pause, also nicht weitermachen und an E wie Eis für Kühlen denken. C steht für Compression, d. h. eine feste Binde darum wickeln. H wie Hochlegen verhindert, dass das verletzte Glied weiter anschwillt. Etwa zwei Wochen muss man eine so verletzte Stelle schonen und sie wenig belasten. Wer starke Schmerzen hat oder sich im Lauf des Tages schlechter fühlt, sollte sofort zum Arzt.

Nun habe ich so viel über Pech geschrieben, dass es höchste Zeit ist, euch allen viel Glück zu wünschen!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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