07.03.2012

Warum ich gerade aussehe, als hätte ich einen Stock verschluckt


Im Moment sitze ich am Schreibtisch, meinen Taschenrechner auf dem Kopf. Jetzt weiß ich zu schätzen, dass ich als Teenager das Blindschreiben auf der Schreibmaschine gelernt habe. Denn nach unten gucken ist nicht. Dann fällt mein Taschenrechner herunter, so wie gerade eben. Warum ich das mache? Nun, es ist ein Selbstversuch.

Grund dafür sind meine Rückenschmerzen. Viele Deutsche kennen das. Häufigste Ursache ist eine einseitige und schlechte Körperhaltung, wie beispielsweise stundenlanges Sitzen am Computer. Oh je, bei der Suche nach dem „C“ ist mir der Taschenrechner dreimal heruntergefallen (ich hatte kurz vorher die Hände von der Tastatur genommen). Ich wechsle zu meinem Visitenkarten-Etui, das scheint mir griffiger zu sein.

Als der Münchner Helmut Freinecker eine Reise durch Indien unternahm, fiel ihm auf, dass Bauarbeiter schwere Zementsäcke auf dem Kopf trugen und dabei einen extrem aufrechten Gang einnahmen. Zahlreiche Orthopäden und Sportmediziner bestätigten ihm, dass schon ein leichter Druck auf dem Kopf ausreicht, den Köper in eine aufrechte Position zu bringen. Deshalb wählte ich den Kunststoff-Taschenrechner! Die Visitenkarten im Leder-Etui sind deutlich schwerer. Den Kopf gerade halten geht ganz schön auf den Nacken, wie ich finde ...

Jedenfalls beginnen sich die Muskelgruppen des gesamten Körpers bewusst zu koordinieren und arbeiten als Einheit, wenn wir ein Gewicht auf dem Kopf haben. Das Resultat: Der Körper wird dazu angeregt, sich aufzuspannen und aufzurichten.

Helmut Freinecker nutzte diese Erkenntnis und entwickelte daraus ein Basecap namens Tallabé (nigerianisch für: etwas auf dem Kopf tragen). Das ist ein Basecap mit ergonomischer Gewichteinlage, die den aufrechten Gang fördern soll. Da ich für gewöhnlich nie ein Basecap trage, probierte ich es eben mit Taschenrechner und Visitenkarten. Denn die Kappe lässt sich nicht nur beim Spaziergang auf- und einsetzen, sondern auch zu Hause vorm Fernseher oder Bildschirm.

Als ich am Samstag in einer größeren Runde von dieser Erfindung berichtete, pflichteten mir alle bei. Sie glaubten, das habe sicher positive Auswirkungen und verteilten gleich die Kappen: „Für dich wäre die gut, Schatz“, war zu hören. Das regte mich auch zu meinem Selbstversuch an. Doch ich muss sagen: Mir tut es gerade nicht mehr gut. Ich lege eine Gewichtspause ein, Vorteile hin oder her. Vielleicht sollte man dabei Schritt für Schritt vorgehen? Jahrelange Fehlhaltung auszugleichen braucht eben Zeit (denke ich mir).

Eine Antwort darauf, was das Basecap in der ersten Zeit mit mir machen könnte, finde ich auf der Homepage zwar nicht. Aber wer sich dafür interessiert, hier gibt es auch einen Wirkungsfilm, der die Vorzüge zusammenfasst - und eine Vorstellung davon, was so eine Kappe kostet.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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