17.12.2012

Warum schreibt denn hier keiner!?


Heute lade ich euch ein, einem Telefongespräch beizuwohnen, das ich vergangene Woche führte. Der Inhalt ist nicht wichtig. Mir geht es eher um das, was bei mir drumherum stattfand. Denn mein Gesprächspartner machte eine Aussage, die ich unbedingt notieren wollte. Bei spontanen Notizen nutze ich mein beschriftbares Mousepad in Apfelform.

Ich habe also den Hörer in der linken Hand und angele mir mit der rechten einen Kugelschreiber aus dem Stiftebecher vor mir. Per Daumendruck schiebe ich die Mine raus und will losschreiben: Außer einer Prägung passiert nichts auf meinem Apfel. Mein Gesprächspartner redet weiter. Ich greife zum nächsten Stift. Ein Filzschreiber, mit dem ich 15 Minuten vorher noch eine Markierung auf ein Blatt Papier gemalt hatte. Mit einer Hand versuche ich den Deckel wegzuschubsen. Erfolglos. Ich erinnere mich, dass es schon vorhin mit zwei Händen so schwierig war.

Schnell pfeffere ich den Filzschreiber auf die Seite, um zu einem Stabilo zu greifen. Mein Gesprächspartner redet weiter. Ich kann schon gar nicht mehr richtig zuhören, weil ich im Kopf immer noch die Worte vorsagen muss, die auf meinen Apfel sollen! Trotzdem bin ich halb anwesend und stelle fest: Der Stabilo ist entweder eingefroren oder ausgetrocknet, jedenfalls bringt er nicht die Spur roter Farbe aufs Papier. Zwischendrin melde auch ich mich mal mit einem „Aha“ zu Wort. Mein Gesprächspartner redet weiter.

Schnell widme ich mich dem nächsten Kugelschreiber. Diesen muss man drehen, um die Mine nach draußen zu befördern. Ganz schön schwer mit einer Hand. Es klappt. Ich schreibe los. Es ist wieder keine Farbe zu sehen! Jetzt muss ich schon anfangen, im Stiftebecher zu wühlen. Schnell checke ich die übriggebliebenen Stifte ab: zwei Eddings, ein Tuschestift – was der hier zu suchen hat, weiß ich auch nicht – und irgendwo versteckt noch ein Kugelschreiber. Und dieser Kulli schreibt! Endlich! Welch eine Erleichterung!

Inzwischen ist mein Gesprächspartner fertig mit reden und das Telefonat kurz vor dem Ende. Ich stelle zwei Dinge fest:

  • Es ist erstaunlich, was ein Mensch innerhalb von Sekunden parallel alles leisten kann!

  • Es ist höchste Zeit, mal wieder die „Guten“ von den „Schlechten“ und den „Überflüssigen“ zu trennen. Stifte, versteht sich.

zum nächsten Artikel
zum vorherigen Artikel

simplify your life

Holen Sie sich mit dem gedruckten Beratungsbrief "simplify your life" jetzt das echte simplify-Erlebnis. Hier die aktuelle Ausgabe und GRATIS-CD sichern.

Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

Gratis E-Mail Newsletter

Gratis Download:

Best of simplify Gratis-Download

Jetzt für kostenlosen Newsletter eintragen und Sofort-Download sichern. 100% Gratis!