21.05.2011

Was der Kopf so alles denkt


Zu sein ohne zu denken – für mich ist das unmöglich. Haben Sie das schon einmal ausprobiert? Irgendetwas schießt einem doch immer in den Kopf. So ging es mir, als ich nach einem Termin zu meinem Auto auf dem Parkplatz zurückkehrte. Dort stand ein Mann ganz dicht hinter meinem Wagen und aß eine Brezel. Er schien zu warten.

Der erste Gedanke, der mir in den Sinn kommt: „Der hat bestimmt einen Kratzer in mein Auto gemacht und wartet jetzt auf die Halterin.“ Ich lege einen ernsten Blick auf und gehe auf ihn zu, schaue ihn auffordernd an. Er reagiert nicht. Also hat er vielleicht doch nicht mein Auto beschädigt, denke ich. Aber er bleibt nach wie vor dort stehen, isst weiter.

Jetzt komme ich ihm ganz schön nah, irgendwie angeheizt, weil er so standhaft ist. Mein Kopf denkt: „Haben Sie was gegen mein Auto?“, und ich will es am liebsten aussprechen. Kurz vor ihm biege ich links ein, um an die Fahrertür zu kommen. Dann endlich weicht er von der Stelle und platziert sich hinter dem nächsten Auto.

Ich steige ein, fahre los und denke über das nach, was ich gedacht habe:

  1. Mir schoss als erstes etwas Negatives in den Sinn.
  2. Ich steigere mich in etwas rein und entwickle eine Antipathie.
  3. Der Mann hatte nichts mit meinem Auto zu tun. Er stand ganz einfach nur da, wartete und aß seine Brezel.
  4. Vielleicht fühlte er sich neben meinem Auto ganz besonders wohl?

Mein Fazit: Auch wenn Gedanken einfach so kommen: Wir können auf sie achten und mit unserer Gedankenbotschaft unsere Haltung gegenüber anderen Menschen verändern. Ich bedaure jedenfalls, dass meine ersten Gedanken „schlechte“ Gedanken waren. Das wird schnell zur Gewohnheit ...


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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