21.04.2012

Was die Stehlampe beim Frisör zu sagen hatte


Mir gefiel es in dem Moment, als ich es las. Mir kam es eines Tages unter der Dusche wieder in den Sinn. Dann beim Blog schreiben: dass ich über dieses Thema unbedingt auch was schreiben will. Doch jedes Mal, wenn ich mir aufschreiben wollte, um was es geht, war es wie weggeblasen.

Dann, nach scharfem Nachdenken, ich glaube es kaum, fällt es mir wieder ein. Ich haue sofort in die Tasten – diese eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs Zeilen hier – immer in Sorge, mir könnte es nun doch wieder entschwinden.

Aber, hier ist es: eine Kolumne aus der Zeitschrift „Schöner Wohnen.“ Gelesen nach Ostern beim Frisör. Ich war dieses Mal bei einem anderen Team. Dort gab es nur „Frau im Spiegel“ und „Schöner Wohnen“. Die von mir geliebte „Men’s Health“ war leider nicht da. Jedenfalls las ich besagte Kolumne in der (glaube ich) April-Ausgabe. Es ging um eine Stehlampe.

Die Schöner Wohnen-Redakteurin brauchte eine solche für ihr Wohnzimmer. Und konnte sich partout nicht entscheiden. Das sei kaum vorstellbar, schrieb sie. Wo sie doch für ein Wohn-Magazin tätig ist ... Mehr als die Hälfte der Kolumne handelte davon, wie schwer sie es hat, eine passende Lampe zu finden. Sie hätte schon alle Kolleginnen und Kollegen genervt, sei aber seltsamerweise beratungsresistent. Und unglücklich. Denn sie sei ja noch immer ohne Lampe.

Dann kam im Kolumnentext die Wendung: Ihr Mann würde sich freuen, dass der Haushalt noch ohne Stehlampe sei. Denn er fühle sich von Licht meistens eher belästigt. Mit den nun folgenden Zeilen wurde das ganze Ausmaß des Lampenthemas bewusst – nicht nur den Kolumnenlesenden, sondern auch der Schreibenden. Es geht hier offensichtlich um den Konflikt zwischen Mann und Frau – und nicht darum, dass sie keine Entscheidung treffen kann!

Am Ende schreibt die Redakteurin sinngemäß: Kolumne schreiben ersetzt den Besuch beim Therapeuten und ist noch dazu viel günstiger!

Genau das war der Schlusssatz, mit dem ich in Resonanz ging! Mir ergeht es hier ähnlich. Ich schreibe über etwas, das mich gerade bewegt, befinde mich dadurch bereits mitten in der Reflektion, und wenn ich Glück habe, bringt es mich einen Schritt weiter. Damit schlage ich wieder eine Brücke zum Thema „Tagebuch schreiben“, hier nachzulesen. Viel Erfolg!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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