04.09.2013

Was ein Oberlippenbartträger über Geld weiß


Mister Geld Schnurrbart. Welch lustiger Name! Auf englisch hört er sich schon wesentlich feiner an: Mr. Money Mustache. Ich rede hier von einem Blog, den ich mal wieder zufällig gefunden habe auf meinen Wegen durch das WWW. Angeregt durch einen simplify your life-Artikel suchte ich nach einem englischsprachigen Buch übers Reich werden. In einer Rezension zu diesem Buch fand ich einen Hinweis auf Mister Schnurrbart. Sein Blog sei wesentlich zielführender als das Buch, hieß es. So kam ich zu mrmoneymustache.com.

Zurzeit bin ich ja gut vorbereitet durch die Lektüre des Buches „Rich Dad, Poor Dad. Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen“ von Robert T. Kiyosaki und Sharon L. Lechter. Dort heißt es kurzgefasst: Reich werden kann ich nur, wenn ich mein Geld in echte Vermögenswerte investiere. Das hat zur Folge, dass mein Geld für mich arbeitet und nicht ich für mein Geld. Mit dieser Aussage stimmt auch Mr. Schnurrbart überein. Und wie komme ich zu Geld, das ich investieren kann? Robert T. Kiyosaki zeigt dafür etwas unkonventionellere Wege auf, z. B. Immobilien kaufen ohne einen Cent dafür ausgeben zu müssen. Bei Mr. Money Mustache lautet die Empfehlung ganz klar: Ich muss weniger Geld ausgeben als ich Einkommen habe und möglichst früh anfangen (das sagt Kiyosaki allerdings auch).

Das klingt irgendwie logisch, nicht wahr? Kiyosaki geht am Ende seines Buches darauf ein, was den Unterschied ausmacht zwischen einem reichen Menschen und jemandem aus der Mittelschicht, der sich abmüht: Er selbst bezahlt zum Beispiel immer erst sich selbst, bevor er seine Rechnungen bezahlt. Würde er das nicht tun, wäre er wie sein armer Vater, der zwar gut verdient hat. Doch am Ende des Monats blieb nichts mehr übrig, was er hätte zurücklegen können. Weil er eben erst die anderen bezahlt und dann sein ganzes Geld ausgegeben hat. Kiyosaki sagt, wenn er kein Geld mehr für Rechnungen hatte, musste er sich überlegen, wie er sein Einkommen noch steigern konnte. Das sei aber selten vorgekommen.

Wenn ich Mr. Money Mustaches und Kiyosakis Aussagen zusammenbringe, heißt das für mich: Ich muss einsparen und das Eingesparte mit einer gehörigen Portion Selbstdiziplin gleich zum Monatsanfang auf die Seite packen – bis es groß genug ist, dass ich damit investieren kann.

Mister Schnurrbart findet, es lassen sich locker 50 % des Einkommens einsparen, er glaubt sogar, dass 75 % realistisch sind! Erst einmal sollte über allem stehen, dass man sich auf das Glück selbst konzentriert, nicht auf Komfort und Luxus, den uns die Werbeindustrie vorgaukelt. Weder das Auto noch die schicke Designer-Handtasche sind Quellen des Glücks. Das gilt es erst einmal zu akzeptieren.

Ganz konkret schlägt Mr. Mustache folgendes vor, um die Kosten zu halbieren:

  • Starten Sie damit, Ihre Schulden loszuwerden, wenn Sie welche haben.
  • Leben Sie nah bei der Arbeit.
  • Ziehen Sie in eine andere Stadt, wenn Sie Abenteuer mögen.
  • Leihen Sie kein Geld für Autos und kaufen Sie keins der verrückten Sorte.
  • Fahren Sie mit dem Rad, wann immer Sie können.
  • Verschwenden Sie kein Geld mehr beim Lebensmittelkauf.
  • Geben Sie Ihren Kindern die Chance zu wachsen und Größe zu erlangen, ohne sie zu verwöhnen.
  • Verabschieden Sie sich von überteuerten Handys.
  • Lernen Sie die unwahrscheinliche Freude zu schätzen, die sich einstellt, wenn Sie Dinge mithilfe Ihres eigenen Körpers erreichen.
  • Lehnen Sie Bequemlichkeit ab.
  • Leben Sie optimistisch.

Jetzt lebe ich ja quasi schon auf der Arbeit und nutze mein Auto immer seltener. Dann bedeutet das wohl, ich muss mich noch mehr anstrengen, um auf meine 50 % zu kommen ... Das wird eine große Herausforderung!

Meine Gedanken kreisen zurzeit darum, Geld schon zum Monatsanfang zurückzulegen. Das erfordert wirklich ein Umdenken!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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