31.08.2013

Was kommt bei wem auf die Rolle?


Gestern widmeten sich Greenpeace-Aktivisten in Hamburg dem stillen Örtchen. Mit einem Augenzwinkern befragen sie Passanten, ob diese Recycling- oder Frischfaserpapier verwenden. „Geht ihnen der Wald am Po vorbei?“ war auf einem Banner über zwei Kloschüsseln und einer überdimensionierten Toilettenpapierrolle zu lesen. Eine zeitgleich zur Aktion veröffentlichte repräsentative Umfrage von TNS Emnid im Auftrag von Greenpeace zeigt: Fast die Hälfte der Verbraucher in Deutschland (45 %) weiß nicht genau, aus welchem Material das von ihnen verwendete Toilettenpapier besteht. 43 % der von Emnid Befragten achten nach eigenen Angaben bereits beim Kauf von Toilettenpapier auf Recycling-Material. Nur 10 % der Verbraucher entscheiden sich bewusst für Toilettenpapier aus frischen Fasern.

Wenn ich mir die riesige Auswahl an Frischfaserware anschaue, vermute ich, dass die erste Gruppe mit 45 % ausnahmslos diese kauft. Ob bei den 43 % der Befragten, die Recyclingpapier kaufen, einige geschummelt haben? Für ein besseres Image? Oh, nein, eine Infografik von Greenpeace enthüllt, nur 17 % verwenden Papier komplett aus Recycling-Material, bei 26 % ist es Papier mit Recycling-Anteil. Das ist wohl ein Unterschied!

Ich bin seit einiger Zeit bereits umgestiegen auf 100 % Recyclingpapier. In irgendeinem Hotel gab es solches! Das hat mich total überrascht! Ich habe festgestellt, dass es gar nicht mehr so schlimm ist wie die ersten Recyclingpapiere. Vermutlich haben mich meine ersten Erfahrungen so lange abgeschreckt. Das Papier genügte vollkommen meinen Ansprüchen. Seither kommt mir kein anderes mehr ins Bad.

Hier ein paar Infos von Greenpeace Umweltnutzen: Für Produkte aus Frischfaserpapier werden weltweit Wälder abgeholzt. Auch ist der Energieaufwand bei der Herstellung bis zu 60 % höher. Zudem wird bei der Herstellung von Recyclingpapier bis zu 70 % des Wasserverbrauchs eingespart. Auch mit Blick auf die Gesundheit bieten Produkte mit dem „Blauen Engel“ Vorteile: Dieser setzt enge Standards für die Belastung des Papiers mit Chemikalien. „Es ist irreführend, wenn Hersteller ihre Produkte aus Frischfasern mit dem Aufdruck 'aus hygienischem Zellstoff' versehen. Recycling-Toilettenpapier ist genauso hygienisch“, sagt Greenpeace-Konsumexperte Jürgen Knirsch.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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