15.11.2013

Was man beim Telefonieren so alles machen kann ...


Kennt ihr solche peinlichen Momente, in denen ihr beim Telefonieren etwas lest, der Anrufer plötzlich eine Gesprächspause einlegt – und von euch eine Antwort auf seine Frage erwartet? Die ihr gar nicht gehört habt, weil ihr euch auf die Zeilen am Computerbildschirm konzentriert habt? Mir ist das leider schon passiert, wenn ich angerufen wurde und gerade mit etwas anderem beschäftigt war.

In der heutigen Ausgabe von simplify aktuell schlägt eine Leserin vor, neben dem Telefonieren Staub zu wischen. Das lenkt kaum ab und erhöht den Wert längerer Telefonate mit Freunden oder Familienangehörigen. Wenn ich mit meiner Freundin Alexa telefoniere – das kommt häufiger vor – sind Nebentätigkeiten üblich. Die Spülmaschine ausräumen, die Arbeitsflächen wischen, Essen vorbereiten. Wir erledigen meistens beide etwas nebenbei, allerdings nie ungefragt. Gerade wenn’s laut werden kann, wie beim Geschirr, versichern wir uns immer vorab, dass es für die andere okay ist. Falls es etwas Kniffliges zu besprechen gibt, bei dem volle Aufmerksamkeit gefordert ist, legen wir entweder die Arbeit nieder oder vereinbaren einen anderen Zeitpunkt zum Telefonieren.

Präsenz, ich erinnere mich an Lothar Seiwerts Buch „Ausgetickt“, ist ja eigentlich eine simplify-Eigenschaft. Sich einer Sache voll und ganz zuzuwenden bedeutet, dass wir unsere Zeit ganz anders nutzen. Das leuchtet mir ein. Trotzdem geht es vielen Menschen so, dass sie bei einem 1-stündigen Telefonat denken: „Was hätte ich in dieser Zeit alles erledigen können!“ und das beim nächsten Mal vermutlich auch tun.

Ich selbst habe schon oft festgestellt, dass ich zwar mit einer Nebentätigkeit beginne, z. B. bügle ich beim Telefonieren, dann aber irgendwann auf dem Sofa oder Stuhl sitze und mich ganz der Person am anderen Ende widme. Das passiert automatisch. Was jedoch überhaupt nicht nebenbei geht, ist fernsehen. Das produziert stereotype Antworten und extreme Unlust. Das habe ich abgeschafft.

Bei vielen Menschen anerkannt sind Tätigkeiten, die man quasi im Schlaf beherrscht und solche, die geräuscharm sind. Fernsehen, chatten oder lesen – das tolerieren viele schon als Zuhörer nicht und tun es auch ihren Gesprächspartnern nicht an. Ich habe mal eine Liste erstellt, was die Menschen hierzulande nicht alles machen, während sie telefonieren. Es gibt sicher noch vieles mehr, ihr könnt gerne ergänzen!

  • Kochen
  • Wäsche sortieren, waschen, aufhängen, abhängen oder zusammenlegen
  • Wäsche bügeln
  • Staubwischen, Putzen
  • Spülmaschine ausräumen
  • Spülen
  • Stricken, Häkeln, Sticken
  • In Zeitschriften oder Katalogen blättern
  • Auf einem Zettel herumkritzeln
  • Fernsehen
  • Radio oder Musik hören
  • Chatten, in Foren oder E-Mails schreiben
  • Im Internet surfen
  • Ein PC-Spiel machen
  • Playstation spielen
  • Die Post öffnen
  • Lesen
  • Essen
  • Auf Toilette gehen
  • Baden
  • Kaffee mahlen, Kaffee kochen
  • Pausenbrote richten

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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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