15.05.2015

Was mein kreativer Chaot zu meinem neuen alten Superbuch sagt


Ein bisschen Kreativität und Individualität sollte man sich bewahren – bei aller Ordnung und Struktur! Das fällt mir ein, wenn ich mein neues Arbeits- oder Superbuch betrachte. Ich habe es nach dem Gastbeitrag von Andrea am Montag gleich angelegt. Oder sagen wir besser: Ich habe mein altes Superbuch wieder hervorgekramt, vollgekritzelte Seiten herausgerissen und gemeinsam mit einem blauen Kuli neben meinen Computerbildschirm gelegt.

Wenn ich jetzt einen Blick auf meine Einträge werfe, sehe ich ein bisschen (!) Chaos: Zwischendrin habe ich doch mal einen roten oder schwarzen Kugelschreiber benutzt. Diverse Zeilen sind durchgestrichen – all das, was ich schon erledigt habe. Und meine Schrift lässt auch zu wünschen übrig.

Hey, es war ganz schön schwer, meine Hand dazu zu bewegen in dieses Buch zu schreiben! Unsagbar schwer sogar! In den Fingern meiner anderen Hand juckte es jedes Mal, doch einen anderen Zettel zu herbeizuholen. Den könnte ich dann vor mich hinlegen, von mir wegschieben, irgendwohin mitnehmen, immer mal wieder anfassen. Ach, da gebe es so viele Freiheiten mit einem kleinen Notizzettelchen! Mir war ganz schwer ums Herz.

„Nein Dunja, du notierst jetzt das, was du im Kopf hast, in dein Arbeitsbuch!“, ermahnte ich mich. Eine Kontaktadresse habe ich sogar von einem Schnipsel in dieses Buch übertragen. Den Zettel habe ich danach schweren Herzens entsorgt. Doch als wollte sie mich bei meinem Vorhaben unterstützen, hat sich die Frau am selben Tag noch bei mir gemeldet. „Ich gerate nicht Vergessenheit, nur weil ich jetzt in diesem Buch hier stehe. Im Gegenteil: Das geht nicht so leicht verloren wie ein alter Schnipsel!“, hörte ich sie im Geiste sagen.

Mit diesem Argument habe ich meine beiden Hände übrigens jedes Mal selbst überzeugt: Was im Buch steht, hat eine deutlich längere Überlebenschance! Es kann schon mal nicht so leicht verloren gehen.

Einen weiteren Tipp von Andrea Drexl habe ich gleich befolgt: Eingangsrechnungen, die ich noch überweisen muss, habe ich zwischen die Seiten meines Notizblocks gelegt. So kann ich sie an einer Stelle bündeln und zur richtigen Zeit versorgen.

Ihr seht, dem kreativen Chaoten in mir ist das Superbuch noch nicht ganz geheuer (obwohl er es ja von ersten Versuchen bereits kennt). Doch ich bin sicher, dass es ihm gefallen wird, wenn ich ihm noch mehr Farben, Striche und Kritzeleien zugestehe!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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