09.01.2013

Was wir alles kaufen, was wir alles gar nicht wollen


Als regelmäßige simplify-Leserin weiß ich: Mit einem Einkaufszettel in den Supermarkt zu gehen, ist besser als ohne. Dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, nur das einzukaufen, was ich wirklich brauche. Auch mit Bargeld zahlen ist hilfreich, um sich beim Einkaufen rechtzeitig zu hinterfragen: Benötige ich das? Wenn ja, tut es auch das günstigere Produkt?

Am Montag beim Edeka- und Rewe-Check der ARD lernte ich, dass wir trotz bester Vorhaben mehr als 1/3 der Einkäufe spontan im Laden machen. Das heißt konkret: 36 % von dem, was ich im Wagen an die Kasse fahre, wollte ich eigentlich gar nicht kaufen. Eigentlich. Es hat mich angelacht, und irgendwo in meinem Kopf sagte eine Stimme „Brauchst du unbedingt!“ Schon ist’s passiert.

Zwischen den Jahren erlebte ich das beste Beispiel hierfür: Ich traf eine alte Bekannte im Eingangsbereich beim Discounter. Wir hielten einen kurzen Smalltalk, dann verabschiedete ich mich mit den Worten: „Wir laufen uns hier bestimmt noch über den Weg!“ Sie antwortete: „Och, ich bin schnell durch. Ich habe nicht viel einzukaufen!“ Wenig später begegneten wir uns zweimal bei den Aktionsartikeln. „So geht’s einem!“, sagte die Bekannte. „Jetzt komme ich doch nicht vom Fleck, weil ich hier nach Kindersachen schaue!“

Ich bin mir sicher, das kennen die meisten: eben schnell in den Laden gesprungen, um Milch zu kaufen und am Ende beide Arme und Hände voll beladen ... Die Supermarktbetreiber stellen es clever an, und wir sind offensichtlich so gestrickt, dass wir dankend annehmen, was vor unserem Weg so alles auftaucht.

Der Autor des Buches „Zwangsläufig reich: So bauen Sie Vermögen auch in der Krise dauerhaft auf!“, Alex Moder, rechnete sich einmal aus, wie viel Geld er spart, wenn er seltener einkaufen geht. Besucht er jeden zweiten Tag einen Einkaufsmarkt, gibt er pro Tag rund 10 Euro aus. Kauft er im 2-Wochen-Rhythmus ein, halbiert sich der Betrag schon auf 5 Euro. Durch einen Großeinkauf alle 12 Wochen landet er bei knapp 3 Euro pro Tag!

Zugegeben: Das erfordert ausreichend Lagermöglichkeit und ein explizites Wissen darüber, was man innerhalb von 12 Wochen alles zum Leben braucht. (Frisches Obst und Gemüse kaufte der Autor auf dem Markt ein.) Doch der Effekt ist schon verblüffend! 7 Euro Einsparung pro Tag ergibt runde 2.500 Euro im Jahr!

Was ich daraus lerne, ist: Es macht wirklich Sinn, gezielt einkaufen zu gehen und seine Zeit sowie Aufmerksamkeit für das Notwendige zu bündeln - bei mir wohl eher alle 7 Tage oder alle 2 Wochen ...


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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