18.01.2014

Was wird's denn: Ein Glückspilz oder ein Nobelpreisträger?


Also in meiner Familie gibt es Nobelpreisträger, Frühaufsteher, Allergiker und Menschen mit hoher Lebenserwartung. Zumindest in der Theorie, wenn ich den jeweiligen Geburtsmonat meiner Liebsten als Kriterium für bestimmte Merkmale heranziehe.

Denn der Geburtsmonat eines Menschen hat nachweislich Einfluss auf seine Entwicklung, Gesundheit, Charakter und Beruf, berichtet die Zeitschrift P.M. Magazin in ihrer Februar-Ausgabe. Eine große Rolle spielen dabei die äußeren Einflüsse, denen ein Kind zum Zeitpunkt der Geburt und in den Monaten zuvor im Mutterleib ausgesetzt ist.

In den zurückliegenden Jahren geisterten solche Behauptungen immer wieder durch die Medien. Mai-Geborene sind dies, September-Geborene das. Der Bericht von P.M. macht glaubhaft, dass tatsächlich etwas Wahres dran sein könnte. Lest selbst! Diejenigen unter euch, die sich von solchen potenziellen Risiken verunsichern lassen, sollten gut abwägen, ob sie tatsächlich weiterlesen ...! Lediglich der April, Juni, Juli und November sind frei von mehr oder minder düsteren Gesundheitsaussichten.

Ausgewählte Merkmale für jeden Geburtsmonat sind:

  • Januar: höheres Risiko für Schizophrenie, Epilepsie und Alzheimer; tendenziell Frühaufsteher
  • Februar: höheres Risiko für Essstörungen und Pollenallergien
  • März: überdurchschnittlich früh einsetzende Wechseljahre bei Frauen; höheres Risiko für Alkoholismus und Kindheit-Diabetes
  • April: höhere Kinderzahl und Körpergröße bei Männern; tendenziell geringerer Intelligenzquotient
  • Mai: überdurchschnittlich viele Selbstmorde; erhöhtes Multiple-Sklerose-Risiko; eher Nachtmenschen
  • Juni: geringes Geburtsgewicht; viele Nobelpreisträger
  • Juli: häufiger starke Kurzsichtigkeit; geringere Kinderzahl bei Frauen
  • August: erhöhtes Risiko für Hausstauballergien; tendenziell Nachtmenschen
  • September: höheres Risiko für Asthma, geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Oktober: höheres Risiko für Hunde- und Katzenallergie; überdurchschnittlich späte Menopause bei Frauen
  • November: geringes Risiko für Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose; hohe durchschnittliche Lebenserwartung (gut neun Monate mehr als bei Mai-Geborenen)
  • Dezember: höheres Risiko für Morbus Crohn; besonders viele Kinder bei Frauen

Ein wichtiger Einflussfaktor ist die Menge Vitamin D im Blut des Neugeborenen. Vitamin D wird mithilfe von Sonnenstrahlen in der Haut gebildet und spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Immunsystems und des Gehirns. Forscher der Universität Oxford haben herausgefunden, dass im Mai geborene Kinder 20 Prozent weniger Vitamin D in ihrem Nabelschnurblut aufweisen als Kinder, die im November geboren wurden und deren Mütter in sonnenstarken Monaten schwanger waren. Dieser Mangel könnte erklären, so die Forscher, weshalb Mai-Babys ein um 13 Prozent höheres Multiple-Sklerose-Risiko tragen als November-Kinder.

Frappierende Unterschiede zeigten Untersuchungen zur Lebenserwartung. Das Universitätsklinikum Greifswald hat in einer Mammutstudie die Daten von über sechs Millionen registrierten Sterbefällen zwischen 1992 und 2007 in Deutschland ausgewertet. Das Ergebnis: Die im November geborenen Menschen leben im Schnitt am längsten, Mai-Kinder am kürzesten. Der Lebenswerwartungs-Unterschied zwischen den November- und Mai-Geborenen beträgt bei Frauen 9,6 Monate, bei Männern 9,4 Monate.

Auch bei Allergien lassen sich Unterschiede je nach Geburtsmonat feststellen. Kinder, die im Februar oder März geboren werden, sind in den ersten Lebensmonaten besonders vielen Gräser- und Birkenpollen ausgesetzt - und werden auch häufiger auf genau diese allergisch reagieren. Wohingegen Kinder, die zwischen August und Oktober geboren werden, überdurchschnittlich oft an Hausstauballergie leiden - sie kommen wenige Monate vor Wintereinbruch zur Welt und verbringen dann die Zeit vorwiegend drinnen.

Am Ende zählt aber auch, wie zufrieden wir mit unserem Leben sind. Bei dieser Frage geben sich die Herbstkinder überraschend verhalten. In einer Umfrage des schwedischen Psychiaters Jayanti Chotai und des britischen Psychologen Richard Wiseman mit fast 30.000 Teilnehmern waren ausgerechnet die November-Geborenen am wenigsten der Ansicht, Glück im Leben zu haben. Die Mai-Kinder sahen sich als die größten Glückspilze.


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