16.11.2011

Was Zuckerbäcker und Marmorbrot gemeinsam haben


Vorgestern Abend rief mich Ellen an: „Mach schnell den Fernseher an! Auf Pro7 kommen die Zuckerbäcker, die kenne ich!“ Also schaute ich mir die drei Beiträge auf Galileo an, über Unternehmer, die mit einer einfachen Idee erfolgreich wurden. So wie die Zuckerbäcker, zwei junge Männer aus Heilbronn, bei denen Kunden eine Tüte selbst ausgewählter Süßigkeiten kaufen können.

Ellen sagte noch: „Das musst du unbedingt sehen! Das ist etwas für dich!“ Da hatte sie wohl Recht. Ich liebe Süßigkeiten! Meine Oma arbeitete im Sommer im Schwimmbad-Kiosk, so kam ich in den Genuss der gesamten Bandbreite an klebrigen, süßen und sauren Leckereien ...

Spannend finde ich jedoch die Frage, warum der Zuckerbäcker mit seinem Online-Shop und seinen Spitztüten so gut ankommt. Auf der Homepage lese ich Folgendes:

Kennst Du das nicht auch von früher? Voller Spannung im Kiosk stehen. Seine eigene Tüte voller bunter Süßigkeiten mischen aus den unendlichen Möglichkeiten an Süßwaren, die der Laden um die Ecke hatte. "Zwei saure Zungen, drei Cola Flaschen, und eine Riesenschlange bitte!" Oder einfach „Süßes für 1 Mark 50, bitte!“. Und ein Lächeln gab’s immer dazu. Wir vermissen diese Zeit (...). Darum holen wir die Freude über die kleinen Dinge des Lebens und das Kind in Dir zurück.

Das Kind in uns zurückholen, das erscheint mir einleuchtend. Spannung und Überraschung bieten. Damit wird selbst eine Kleinigkeit wie die Süßigkeit zum Erlebnis in unserem Alltag. Das passt zu dem Gespräch, das ich gestern beim Bäcker hatte. Ich war bei einem richtigen Dorfbäcker, dazu muss ich hier ein paar Kilometer fahren. Aber da ich ohnehin in das Dorf musste, stoppte ich, um Brot zu kaufen. Oben im Regal lachte mich ein „Marmorbrot“ an. Deshalb fragte ich die Verkäuferin, was ich darunter zu verstehen habe.

Sie grinst: „In dem Marmorbrot sind verschiedene Brotteige drin. Das sieht immer anders aus. Mal ist es dunkler, mal heller, mit Körnern oder ohne.“ „Spannend“, entgegne ich ihr. „Ja, es kommt immer darauf an, wie der Bäcker drauf ist!“ Dann gibt es eine kleine Gesprächspause. Die Dame hinterm Tresen packt mir meine Brote ein. Als sie sich mir wieder zuwendet, sagt sie noch: „Wissen Sie, die Leute kaufen das wie verrückt! Wir fertigen manchmal 2-kg-Laibe an, weil es so beliebt ist, das Marmorbrot!“

Ja, das glaube ich sofort! Spiel, Spaß und Spannung – das weckt das Kind in uns!

So ist es auch zu erklären, dass der Zuckerbäcker nach der Ausstrahlung auf Pro7 ein echtes Serverproblem hatte - trotz Vorwarnungen seitens des Senders ...


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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