22.12.2012

Weihnachtsallerlei


Heute weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Es gibt noch so viel über Weihnachten zu schreiben! Zum Beispiel über den Weihnachtsbaum. Wir haben unseren am Anfang dieser Woche schon gekauft, aufgestellt und geschmückt. Die Familientradition sieht es eigentlich vor, dass der Baum an Heiligabend geschmückt wird. Doch mit deko-affinem Kleinkind ist das kaum zu realisieren. Meine Tochter dekoriert selbst und kann es kaum erwarten, wenn der Baum erst einmal gekauft ist. Damit schlage ich drei Fliegen mit einer Klappe: Ich muss nicht selbst schmücken, meine Tochter ist beschäftigt und ich habe ein großes Zeitfenster, um andere Dinge zu erledigen.

Als ich einer Bekannten erzählte, dass unser Baum schon geschmückt sei, entgegnete sie: „Nee, nee, das mache ich an Heiligabend und zwar alleine! Die Kinder bekommen ihn erst bei der Bescherung zu sehen.“ „Ja, so kenne ich das auch“, sagte ich. „Aber wir fahren über Weihnachten immer zu den Großeltern, da hätten wir gar nichts von unserem Baum. Wenn wir wieder zurück sind, müssen wir ihn schon fast wieder abbauen.“ Meine Bekannte: „Wir lassen den Baum immer bis zum 2. Februar stehen. Das wissen nämlich viele gar nicht: Bei den Katholiken endete früher erst an Mariä Lichtmess die Weihnachtszeit.“ Nun wusste ich Bescheid. Allerdings werden die ent-schmückten Christbäume bei uns kurz nach dem Dreikönigstag im Januar eingesammelt. Da würde mir der 2. Februar wenig helfen – wohin dann mit dem Baum?

Der geschmückte Weihnachtsbaum ist übrigens eine recht neue „Erfindung“ – es gibt ihn mit essbarem Schmuck seit dem 18. Jahrhundert. Damals hängten ihn die Leute übrigens schon mal verkehrt herum an der Decke auf. Das war nichts Ungewöhnliches. Mit extra dafür angefertigter Dekoration existiert der Weihnachtsbaum erst seit dem 19. Jahrhundert.

Dann gibt es noch das über Weihnachten zu schreiben, was wir jedes Jahr lesen, hören und erleben: der viele Stress! Bei meiner Familie mache ich mir zumindest über Streitigkeiten keine Sorgen. Das ist viel Wert. Ich weiß, dass es stressig wird, alle Einkäufe vor den Feiertagen zu erledigen. Dafür bleibt in diesem Jahr nur der Montag! Ein Pfarrer im Radio meinte, man hätte bereits vorgestern alles einkaufen können. Im Großen und Ganzen stimme ich ihm zu. Die vielen frischen Sachen, die zu den Weihnachtsmenüs gehören, lassen sich allerdings kaum so früh einlagern. Ein Grund mehr, sich eher auf einfache Gerichte zu verständigen.

Ein Freund sagte zu mir, er freue sich auf den 27. Dezember, weil dann Weihnachten schon vorüber sei. Noch besser sei der 2. Januar, weil dann auch Silvester über die Bühne sei. Den Menschen graut es nicht nur, weil sie Streit mit der Familie oder Stress befürchten. Manch einer fühlt sich an solchen Tagen besonders einsam und möchte es schnell hinter sich bringen. Hierzu kann ich nur sagen: Ergreift die Initiative und sucht euch Anschluss! Viele Menschen sind über die Feiertage alleine oder nicht so fest familiär eingebunden. Auch mit Ihnen lässt sich Gemeinschaft erleben! Ich habe es gerade bei neuen Bekannten mitbekommen, dass Familie und Freunde, die keine Familie mehr haben, das Weihnachtsfest gemeinsam feiern. Mich freut das sehr.

Dann möchte ich an dieser Stelle noch meine Theorie loswerden, warum die Weihnachtszeit oft so stressig ist: Das liegt daran, dass Weihnachten und Silvester so dicht aufeinanderfolgen. Jedes Mal verbunden mit mindestens einem Feiertag. Der Arbeitsrhythmus wird mehrmals jäh unterbrochen. Vor Weihnachten bzw. dem Jahresende muss enorm viel erledigt werden. Dann kommen noch die Geschenke, die Weihnachtsgrüße und die bevorstehenden Feierlichkeiten, die allesamt organisiert werden wollen. Außerdem planen viele gleich die Silvester-Feier mit. So muss ich mich vor Weihnachten noch entscheiden, was ich eine Woche später mit welchen Menschen machen will und kann. Zwischen den Jahren entsteht ein kurzes Tief, bis es kurz vor Silvester wieder mit den Planungen und Vorbereitungen weitergeht. In der Tat: Am 2. Januar ist diese große Feier-Phase erst einmal vorüber und der Alltag kann so langsam wieder in Erscheinung treten. Puh!

Heute ist Samstag, und zumindest für mich ist das meiste spätestens morgen geschafft. Dann kann ich mich voll in den Feststrudel begeben und es sogar genießen. Ich wünsche euch, dass ihr das auch könnt!


zum nächsten Artikel
zum vorherigen Artikel

simplify your life

Holen Sie sich mit dem gedruckten Beratungsbrief "simplify your life" jetzt das echte simplify-Erlebnis. Hier die aktuelle Ausgabe und GRATIS-CD sichern.

Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

Gratis E-Mail Newsletter

Gratis Download:

Best of simplify Gratis-Download

Jetzt für kostenlosen Newsletter eintragen und Sofort-Download sichern. 100% Gratis!