11.07.2012

Welch ein Un-Glück!


Manchmal weiß ich, worüber ich schreiben möchte. Und ich habe keine Ahnung, wie es enden oder wohin es führen wird. So geht es mir heute. Ich hänge fest. Schreiben hilft bekanntlich, also schreibe ich. Mein Thema ist die Unzufriedenheit.

Bei meiner Recherche im Netz begegnete ich einer Reihe von Faktoren, die uns und unser Glück blockieren können. Einer davon war die Unzufriedenheit. Wenn ich stets unzufrieden bin mit mir oder den Umständen, in denen ich lebe, endet das in einem Jammertal. Schlimmstenfalls bekommen meine Mitmenschen das zu spüren. Frustriert sein, jammern, sich ärgern, traurig sein: Das ist alles weit vom Glück entfernt.

Wie lautet also die Gegenstrategie? Richtig: Ganz einfach zufrieden zu sein mit dem, was man (erreicht) hat.

Das klingt einleuchtend: Loslassen ist besser als Dauerjammern. Doch ich frage mich: Wie kann ich mich weiterentwickeln, innerlich wachsen und reifen, wenn ich immer zufrieden bin? Und an dieser Stelle hänge ich fest!

Wenn ich zurückdenke an meine Studienzeit: Damals war ich unzufrieden. Dann kam ein Impuls zur rechten Zeit, und ich setzte alles daran, das Schreiben zu erlernen. Es kam, wie es kommen sollte: Ich arbeitete nie in dem Beruf, den ich erlernt hatte, sondern schrieb von Anfang an. Hätte ich je meinem inneren Antrieb folgen und mein total unwahrscheinlich erscheinendes Ziel erreichen können, wenn ich einfach nur zufrieden gewesen wäre? Wohl kaum.

Mir fallen ganz viele Beispiele dieser Art ein, bei denen Unzufriedenheit ein starker Motor gewesen ist. Selbst ein Baby entwickelt sich aus der Unzufriedenheit heraus weiter: Es will vorwärts kommen, lernt sich wegzuschieben, dann zu krabbeln, schließlich zu gehen. Ich ahne gerade, welches der Unterschied zwischen Unzufriedenheit und Unzufriedenheit ist:

Das eine ist die lethargische, das andere die kreative Unzufriedenheit. Bei ersterer bin ich gar nicht bereit, etwas zu verändern. Da hilft nur jammern. Vermutlich hilft dann auch kein „sei doch einfach mal zufrieden mit dem, was du hast“. Die kreative Unzufriedenheit deckt einen Mangel auf und motiviert, es besser zu machen. Wenn ich jetzt noch darauf aufpasse, nicht gleich 7 Schritte auf einmal gehen zu müssen, sondern möglicherweise ganz brav einen nach dem anderen, stehen die Chancen auf Zufriedenheit – in dieser einen Sache zumindest – gut.

Doch was ist danach? Ist es möglich und überhaupt erwünscht, dauerhaft in allen Bereichen zufrieden zu sein? Irgendwie hänge ich immer noch ...


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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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