22.06.2015

Welche Homepage soll's denn sein?


Habt ihr schon eine eigene Homepage? Immer mehr Menschen gehen online und zeigen sich, berichten über ihre Hobbies, Fachgebiete, Lebenserfahrungen oder ihre beruflichen Kompetenzen. Da ich selbst in den vergangenen Monaten zwei neue Internetpräsenzen für mich aufgebaut habe, wollte ich meine Erfahrungen mit euch teilen.

Als PR-Redakteurin bin ich ziemlich nah an der Internet-Branche dran und hätte alle Möglichkeiten gehabt, um mit einer Grafikerin und einem kompetenten Web-Designer eine neue Seite zu realisieren. Großer Pluspunkt wäre die Individualität gewesen. Ein großer Minuspunkt für mich war jedoch: Ich bin abhängig.

Einige Seiten habe ich bereits auf diese Weise realisieren lassen. Immer, wenn ich neuen Inhalt einstellen wollte, brauchte ich dazu die Unterstützung meiner Grafikerin oder des Web-Designers. Selbst bei einem System, in dem ich die Inhalte selbst pflegen konnte, war ich gebunden, weil ich sonst nichts verändern und an neue Bedürfnisse anpassen konnte.

Deshalb kam für meine neuen Seiten nur ein Homepagebaukastensystem in Frage, das ich selbst komplett bedienen kann. Bei meinem Provider habe ich Zugriff auf ein solches System, doch der Aufbau der Seiten war mir zu altbacken und zu unflexibel. Deshalb habe ich mich nach Alternativen umgeschaut. Meine Wahl fiel auf Wix.com und auf Jimdo.com. Beide bieten eine kostenlose Seite an, bei der dann allerdings Werbung für Wix bzw. Jimdo erkennbar bleibt. Sobald man bezahlt, kann man diese Werbung ausblenden.

Warum Wix?

An Wix gefallen mir die Layouts der Seiten. Diese sehen richtig professionell und nicht „nach Stange“ aus. Es gibt ein Farbsystem, das jeweils auf das Design-Layout abgestimmt ist. Ein weiterer, großer Vorteil ist: Bei Wix steht mir eine Datenbank an kostenlosem Bildmaterial zur Verfügung. Das wertet eine Seite sehr schnell auf!

Was ich bei Wix vermisse: Ich kann nicht von einem Layout zu einem anderen wechseln, ohne die Seite komplett neu aufbauen zu müssen. In der Blog-Funktion gibt es keine Möglichkeit zu kommentieren. Über eine App ist das möglich, allerdings auch nur eingeschränkt, solange man nicht bereit ist, dafür zu zahlen.

Warum Jimdo?

Meine zweite Homepage sollte ein Online-Shop sein. Hierfür fiel Wix raus, weil der Shop nicht unseren rechtlichen Bestimmungen genügt. Jimdo ist ein deutsches Produkt, was man auch am Support und anderen Kleinigkeiten merkt. Die Shop-Funktion ist also rechtssicher.

Der Seitenaufbau mit Jimdo ist wesentlich simpler als mit Wix – dafür sind die Seiten optisch auch nicht so ausgefeilt. Doch wer es klar und trotzdem schön mag, findet bei Jimdo sicher die passende Vorlage. Jimdo bietet auf Anhieb eine Statistik, anhand der ich erkenne, wie oft meine Seite besucht wurde und woher die Besucher kamen. Das reicht für einen ersten oberflächlichen Eindruck. Zum Blog gibt es eine bereits installierte Kommentarfunktion.

Das waren in etwa die groben Vorzüge. Je nachdem, welche Bedürfnisse ihr habt, könnt ihr das richtige System auswählen. Gut geholfen hat mir der Test von www.websitetooltester.com, den ich mehrfach gelesen habe, um mir ein Bild zu verschaffen, was für mich am ehesten in Frage kommt.

Wix und Jimdo im Vergleich

Beide neue Seiten habe ich fast zeitgleich aufgebaut. Irgendwann habe ich mit Jimdo die Wix-Seite überholt. Da Jimdo sehr einfach in der Bedienung ist, hatte ich danach mit Wix meine Schwierigkeiten ... Es braucht etwas Zeit, um alle Einstellungsmöglichkeiten zu kennen und vor allem bedienen zu können! Einmal wäre ich fast gescheitert, und eine Freundin musste mir helfen. Das Einrichten der Seiten ist wirklich komplett anders. Was ich bei Jimdo am Inhalt ändere, ist direkt online. Bei Wix gibt es einen Zwischenschritt, was ganz hilfreich ist, wenn man z. B. den Inhalt einer Seite überarbeiten will.

Dennoch würde ich von der Bedienbarkeit her Jimdo bevorzugen. Bei Wix kann es passieren, dass sich ein Element, das ich auf einer Seite geändert haben will, plötzlich auf allen anderen Seiten mit verändert. Auch wenn ich das gar nicht wollte ... Und es kam vermehrt vor, dass Wix selbstständig irgendetwas veränderte, für mich nicht nachvollziehbar.

Was übrigens bei beiden Systemen einwandfrei funktioniert hat, war die Umleitung meiner Domains von meinem alten Provider, den ich behalten habe, auf die neuen Seiten.

Inzwischen treffe ich auf viele Blogger, die die freie Software WordPress nutzen, um ihre Seite zu erstellen (nicht nur als Blog). Die Seiten sind allesamt sehr ansprechend gestaltet und scheinen mehr Funktionen (teils über wählbare Plug-Ins) zu haben als die, die ich aktuell mit Jimdo und Wix nutzen kann. Ich finde es z. B. schade, wenn ich als Leser einen Kommentar hinterlasse und den Gesprächsverlauf nicht automatisiert verfolgen kann. Das scheint mit WordPress ohne Hilfe von außen realisierbar zu sein.

Auch bei Jimdo gibt es verschiedene Tools, die man extra dazukaufen kann (manchmal auch gratis), doch diese haben alle nicht so funktioniert, wie ich es erwartet hatte.

Ich überlege aktuell, ob ich nicht eine dritte Seite, die ich ebenfalls etwas auffrischen will, mit WordPress umsetze.

Das alles erfordert etwas Zeit für die Einarbeitung (bei Jimdo war diese am geringsten). Doch die großen Anbieter haben Erklärvideos als Hilfestellung. Eine gute Alternative bieten Videos, Blogs und sogenannte Tutorials von Menschen, deren Fachgebiet die Homepageerstellung ist (z. B. das Wordpress-Bistro).

Dieser Beitrag gibt meine persönliche Erfahrung wieder; es gibt sicher noch andere gute Systeme, die ich hier weder genannt noch vorgestellt habe. Letztlich ist wirklich entscheidend, was ihr erreichen wollt und was „euer“ System können muss.


zum nächsten Artikel
zum vorherigen Artikel

simplify your life

Holen Sie sich mit dem gedruckten Beratungsbrief "simplify your life" jetzt das echte simplify-Erlebnis. Hier die aktuelle Ausgabe und GRATIS-CD sichern.

Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

Gratis E-Mail Newsletter

Gratis Download:

Best of simplify Gratis-Download

Jetzt für kostenlosen Newsletter eintragen und Sofort-Download sichern. 100% Gratis!