13.03.2015

Wenn kleine Gesten die Welt verändern


Wie oft tut ihr Gutes? Mir fällt das im Normalfall sehr leicht, ein zu üppig ausgefallenes Rückgeld zurückzugeben oder jemandem hinterherzulaufen, der etwas verloren hat. So war das schon immer. Lediglich den 20-Mark-Schein, den ich einmal in Uelzen am Straßenrand aufgehoben habe, behielt ich Freude strahlend ein. Damals war ich im Teenager-Alter, und es war nicht nachzuvollziehen, wer den Schein verloren hatte.

Gerade an Faschingsdienstag standen wir mit mehreren Kindern vor dem Eingang zum Faschingsumzug, als eine Frau ihre Jacke verlor. Eines der Kinder hatte es gesehen. „Die Jacke gehört der gelben Frau!“ Doch wir mussten erst einmal durch die Kasse gehen, während die Frau mit ihrer Begleiterin schon die Straße weiterlief. Meine Freundin und ich und der Kassennarr tauschten Blicke hin und her aus. Keiner wusste sich Rat, die anderen standen kurz davor, die Jacke am Eingang zu deponieren.

Doch ich vertraute dem Kind, verabschiedete mich kurz und lief den zwei gelben Bienen hinterher. Tatsächlich gehörte die Jacke einer der beiden, und sie war froh sie wiederzuhaben.

Eine Geschichte, die für mich viel verwunderlicher war, erlebt ich vor einiger Zeit beim Bäcker. Wir standen vorm Tresen, gaben unsere große Bestellung auf und warteten, bis die Verkäuferin alles eingetütet hatte. Derweil fiel mir auf, dass in der Geldschale auf der Glasabdeckung ein 5-Euro-Schein lag. Ich bin mir sicher, es hätte niemand bemerkt, wenn ich einfach noch einen Schein dazugetan und meine Sachen damit bezahlt hätte.

Als es dann ans Bezahlen ging, hielt ich der Dame mein Geld hin und zeigte auf die Glasschale: „Der lag schon hier, der ist nicht von uns!“ Die Verkäuferin blickte zu ihrer Kollegin. Die beiden tauschten ratlose Blicke aus. Dann bedankten sie sich sichtlich überrascht bei mir. Es sei nicht selbstverständlich, das Geld nicht einzustecken, sagte unsere Verkäuferin.

Das wiederum überraschte mich. Na ja, ich hoffe, dass bei den beiden am Ende des Arbeitstages die Kasse stimmte!

Wo immer wir Gutes tun, ehrlich sind und anderen helfen, bekommt es jemand mit. In meinem Fall mindestens meine Tochter. Bleibt zu hoffen, dass der Multiplikatoreffekt so hoch ist wie in diesem Filmbeitrag hier:

Small things can change the world!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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