02.08.2013

Wie ich die Hochsensibilität kennenlernte


Wie schafft es etwas Unbekanntes, in unser Bewusstsein vorzudringen? Ganz einfach: Wir müssen mehrmals davon hören oder darüber lesen. So geschehen bei mir und dem Thema Hochsensibilität. Erstmals wurde ich darauf aufmerksam, als ich mit jemandem zusammenarbeitete, der sich als hochsensibel bezeichnete. Er erklärte mir das kurz mit seinen eigenen Worten. Ich ließ das so stehen und las damals den passenden Eintrag dazu in Wikipedia nach. Ich glaube, ich machte auch einen Test dazu und befand: Ich bin nicht hochsensibel, wenn auch lärmempfindlich. Denn das ist eines der Anzeichen für Hochsensibilität: laute Geräusche nur schwer ertragen zu können.

Meine zweite Begegnung mit dem Begriff hatte ich beim Überfliegen meiner täglichen Pressemeldungen. Ich blieb bei dieser hier hängen: Die psychologische Partneragentur www.Gleichklang.de bietet eine besondere Vermittlung für Mitglieder an, die sich als hochsensibel bezeichnen. Jetzt hat die Dating-Plattform in einer Studie herausgefunden, dass hochsensible Singles sich tatsächlich von anderen Singles unterscheiden und bei der Partnersuche spezielle Bedürfnisse haben. Bei Gleichklang wird die Partnersuche hochsensibler Personen deshalb dadurch gezielt gefördert, dass hochsensiblen Mitgliedern nur solche anderen Mitglieder als Partner vorgeschlagen werden, die das Konzept der Hochsensibilität positiv bewerten und sich eine Partnerschaft mit einer hochsensiblen Person gut vorstellen können.

Einige Monate später traf ich eine Frau, Sigrid Eisenhardt, die von ihrer neuen Kursreihe „Achtsamer Umgang mit Hochsensibilität“ erzählte. Langsam formte sich in mir der Entschluss, einen Beitrag darüber zu verfassen. Das habe ich inzwischen getan, seit kurzem ist er online: Hochsensibilität: Wie erkennen, wie damit umgehen?

Als ich Sigrid dafür interviewte, fragte ich – die inzwischen schon zigmal einen Selbsttest gemacht hatte –, warum es denn so wichtig sei, Gewissheit zu haben. Drücke ich mir damit nicht einen Stempel auf und schade mir? Nein. Zu wissen, ob man hochsensibel ist, hilft einem herauszufinden, wie man für sich selbst sorgen und sich schützen kann. Wie man konkret mit dem Phänomen umgehe, sei wichtiger als sich oder z. B. sein Kind in eine Schublade zu stecken. Das leuchtet mir irgendwie ein. Die Selbsttests helfen außerdem dabei zu zeigen: Es betrifft 20 % aller Menschen! Je mehr darüber reden, desto größer ist das Verständnis für die Andersartigkeit.

Früher hatten hochsensible Menschen oft die Rolle von Beratern oder Priestern inne, die sehr fein ihr Umfeld wahrnahmen. In anderen Kulturen ist das heute noch so. Damit hatten Hochsensible ihre eigenen Bereiche, wo sie tätig und nützlich für die Gemeinschaft waren. Sie sind wertgeschätzt worden, ohne dass sie sich mit den Menschen in anderen Tätigkeiten messen mussten.

Diese Antwort von Sigrid auf meine Frage, welche Chance die Hochsensibilität bietet, hat mir besonders gefallen!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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