19.05.2011

Wie komme ich mit meinem Geld aus? - Woche 3


Das ist nicht nur die Frage, in der es in Hedwig Kellners Buch geht, nach dem ich mein Geld neu sortiert habe. Das ist auch ganz konkret die Frage bei meinem schon zwei Wochen alten Geldmanagement. Eigentlich fühle ich mich immer noch wohl damit.

Wenn nur dieses ABER nicht wäre! Denn mir fehlt noch der Überblick, welche Budget-Töpfe (Essen, Haushalt, Kleidung, Luxus etc.) auf welchen meiner 3 Giro-Konten liegen. Wenn ich z. B. etwas für den Haushalt kaufe (ich brauchte Kerzen), wo hatte ich das vorgesehene Geld dafür noch mal?

Dann stehe ich am Ende der Woche im Supermarkt ohne ausreichend Bargeld – und bezahle mit Karte (ach, wie wehmütig denke ich an diese Zeiten zurück ...). Doch eigentlich war das Geld auf dem Konto einem anderen Budget-Topf zugeteilt! Und nun? Ich schreibe mir das auf, damit ich beim nächsten Mal 20 Euro weniger Bargeld abhebe. Klingt alles kompliziert. Ist es auch.

Ehrlich gesagt: Der klare Durchblick fehlt mir noch. Doch es gibt auch viel Positives zu berichten:

  • Ich vergleiche die Preise solcher Waren, die ich ständig einkaufe. Das habe ich früher nicht getan.
  • Ich kaufe viel bewusster ein und überlege mir vorher genau: Brauche ich das wirklich? Kann ich das zeittechnisch in dieser Woche verarbeiten?
  • Ich habe nicht mehr stapelweise Kassenbons zu sammeln und festzuhalten. Die wichtigsten der großen Supermärkte hebe ich zum Preisvergleich auf. Den Rest entsorge ich.
  • Ich merke schon, in welchen Budget-Töpfen es „kneift“ und in welchen ich einen Überschuss haben werde.
  • Ich bin heilfroh, dass ich endlich einmal alle monatlichen Kosten berücksichtigt und Geld dafür vorgesehen habe. In meiner Betrachtung habe ich früher z. B. Telefon- und Handykosten ausgeblendet. Die liefen so nebenher mit, sodass ich letztlich immer weniger Geld zur Verfügung hatte als ich hätte haben müssen.

Wer hat noch Geld für mich?

Und dazu an dieser Stelle eine ganz wesentliche Aussage von Hedwig Kellner: Unser Denken darf nicht um die Frage kreisen: „Wo kann ich noch Geld hernehmen, wenn meines ausgegeben ist?“. Richtiges Denken basiere auf der Kernfrage, die im Titel dieses Blogs steckt: „Wie komme ich mit dem aus, was ich habe oder monatlich verdiene?“

Wenn ich ehrlich bin, fühlte ich mich bisher eher zur Frage 1 hingezogen. Der Extremfall dieser Einstellung bedeutet, sich Geld bei der Bank oder bei anderen zu beschaffen, als Kredit zum Beispiel. Soweit war es bei mir nicht. Aber ich habe ein gewisses Polster, das ich immer wieder angezapft habe, wenn es um größere Anschaffungen oder um kleinere ging, die sich aufsummierten. Dort nahm ich mein Geld her. Die Folge: Das Polster wurde immer kleiner. Und ich merkte gar nicht, wofür mein ganzes Geld draufging. Frage 2 ist für mich eindeutig die simplify-Frage: Wie komme ich mit dem aus, was mir tatsächlich zur Verfügung steht?

Mein Fazit für diese Woche: Es gibt noch viel zu vereinfachen. Wie, das werde ich noch herausfinden. Der Weg geht jedenfalls in die richtige Richtung.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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