15.01.2016

Wie viele Stolpersteine verträgt ein Desktop?


„Nur der Dumme stolpert zweimal über denselben Stein“, sagt man in Ungarn. Da ich nun schon mehrmals über zig Steine gestolpert bin, muss ich wohl annehmen, dass ich – ähm – dumm bin? Und meiner Tochter bringe ich immer bei, sich nicht selbst zu beschimpfen oder herabzusetzen! Ein schönes Dilemma.

Doch vielleicht ist mein Stein gar kein Fehler, den ich mehrmals begangen habe? Vielleicht kann ich gar nicht anders, als immer wieder darüber zu stolpern? Weil ich ihn nicht aus dem Weg räume? Das wird’s sein!

Falls ihr euch gerade fragt, worüber ich schreibe: Zurzeit habe ich 75 Steine auf meinem virtuellen Schreibtisch liegen. 75 Dateien, die eigentlich in gut strukturierte Ordner auf meiner Festplatte gehören. „Jedes Ding muss einen Platz haben.“ Das gilt für PC-Dateien genauso wie für Haushaltsutensilien oder andere Gegenstände.

Im Prinzip haben meine Dateien einen festen Platz. Doch sie kommen nicht dorthin. Sie scheitern an mir: Ich lege sie nicht dort ab, wo sie hingehören. Meine Vermutung ist – denn früher hat das einmal einwandfrei geklappt –, dass meine Ordner eben nicht simplifymäßig aufgebaut sind, sondern viel zu kompliziert. Dort, wo ich die Dateien intuitiv ablegen will, gehören sie nicht hin. Und wo sie hingehören, fällt mir am Montag noch ein, am Donnerstag schon nicht mehr. Das schreit nach Vereinfachung!

Das Gegengewicht sind allerdings mein in die Breite gegangenes Tätigkeitsfeld und die Bühnen, auf denen ich tanze: 3 Blogs, 3 Newsletter, 2 Facebook-Fanseiten, 3 Homepages, ein Twitter-Accout. Überall brauche ich Bilder, die verwaltet werden müssen. Mache ich das themenbezogen? Produktbezogen? Chronologisch? Kampagnenbezogen? Nach Herkunft? Nach Zielgruppe?

Weil ich mir diese Fragen bisher nicht klar beantwortet habe, lege ich meine Dateien mal hier und mal dort ab. Mal in einem Ordner namens „Blog“, mal in einem Ordner namens „Facebook“. Aus Angst, dass ich meine Dateien später nicht mehr wiederfinde, bleiben sie so lange auf dem virtuellen Schreibtisch, bis mein Rechner kriecht oder ich die Krise bekomme. Dieser Punkt ist gerade erreicht. Ich muss wieder schlank werden. Auf meinem Desktop und in meinen Ordnern.

Drückt mir die Daumen, dass ich erfolgreich bin! Ich lege dann direkt mal los ...

(Kurze Zwischeninfo: Als ich den Beitrag einstellen will, geht erst mal mein Rechner in die Knie. Die ersten Vorboten ... :-)


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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