31.01.2012

Wieso einfach, wenn es auch kompliziert geht?


Im Jahr 2002 begann hierzulande die Einführung und gleichzeitig auch der Siegeszug der Kaffeepadmaschine. Inzwischen hat sie sich millionenfach verkauft. Für jemanden wie mich, die bis dahin nie regelmäßig Kaffee trank, war das Gerät ideal: Ein „professioneller“ Kaffeevollautomat wäre mir in der Anschaffung zu teuer gewesen, die Kaffeemaschine war zu unpraktisch. Ich konnte mir nie behalten, wie viel Kaffee auf wie viel Wasser kommt ...

Die Kaffeepadmaschine war dagegen äußerst simpel aufgebaut (auch wenn das nach außen hin nie so kommuniziert wurde): Es gibt einen Wassertank, je einen Padhalter für eine oder zwei Tassen und drei Knöpfe: einen zum An-/Ausschalten, einen für eine Tasse, einen für zwei Tassen. Das war’s. Ich habe zwar beobachtet, dass selbst dieses simple Prinzip für manche Menschen noch zu kompliziert ist. Aber mit der Zeit verbreitete sich die Maschine in unseren Haushalten so gut, dass fast jeder damit schon einmal zu tun hatte.

Am Wochenende war ich dann auf einer Feier. In der Küche, so hieß es, stehe eine Kaffeemaschine. Und jeder könne sich seine Tasse nach Bedarf selbst aufbrühen lassen. Also reihte ich mich in die Kaffeeschlange ein. Es handelte sich um eine Kaffeepadmaschine, einen Markennamen brauche ich hier wohl nicht zu erwähnen ... Allerdings hatte das Gerät ein paar mehr als die mir bekannten drei Knöpfe. Außerdem einen Milchtank. Es gehört zu der neueren Generation, die viel mehr kann als einfach nur Kaffee kochen. Und so dauerte es eine ganze Weile, bis ich an diesem Morgen zu meiner Tasse Kaffee kam!

Milchtank und diverse Zusatzknöpfe verkomplizierten die ganze Angelegenheit, es musste der Hausherr zu Hilfe geholt werden. „Schade“, dachte ich so bei mir. „Nun ist es selbst mit dieser Maschine schwer, eine einfache Tasse Kaffee zuzubereiten.“


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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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