25.03.2012

Wir gehen unter die Naturforscher


Vor ein paar Tagen buddelte ich im Boden herum, gemeinsam mit anderen Müttern und jeder Menge Kinder. Wir wollten den Garten und die Beete unseres Kindergartens frühlingsfit machen – Unkraut jäten, umgraben, Blumen einpflanzen. Dabei begegneten mir drei Regenwürmer, einer kurz und dick, einer mittellang und dünn und einer mittellang und dick. Ich rief gleich ein paar Kinder herbei, die dankbare Abnehmer waren und die Tiere an anderer Stelle wieder in den Boden setzten.

Hätte ich das gewusst, was ich heute weiß! Ich hätte die Würmer genauer angeschaut und vielleicht sogar fotografiert! Denn Regenwürmer sind Gegenstand von vier Forschungsaktionen, bei denen die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen sind mitzumachen. Das übergeordnete Projekt heißt „Die Frühlingsforscher“. Es ist eine in Kooperation mit dem Fernsehsender ARTE entwickelte Community-Webseite, die als Bürgerwissenschaftsprojekt erstmals die Möglichkeit bietet, Forschungsstätten und wissenschaftliche Einrichtungen bei ihren Untersuchungen zu Klima und Jahreszeiten zu unterstützen.

Die Forscher haben damit einen simplify-Weg gewählt. Denn Beobachtungen in der Natur gehören zu aufwändigen Projekten in der Wissenschaft, die große Datenmengen erfordern. Sammeln Bürgerinnen und Bürger fleißig Daten mit, bringen sie die Wissenschaft ein Stück voran. Regenwürmer zum Beispiel sind enorm wichtig für die Beschaffenheit und Fruchtbarkeit unserer Böden – auch wenn wir sie meistens gar nicht wahrnehmen.

Erste und aktuell schon laufende Aktion der Frühlingsforscher sind Stadtblumen. Drei Wildpflanzenarten werden gesucht. Wer sie vor seiner Haustür oder beim Stadtspaziergang entdeckt, kann sich an der Aktion beteiligen. Mithelfen darf jeder, unabhängig vom Alter. Die zweite Aktion „Der Regenwurm“ startet am kommenden Mittwoch, die dritte „Die Schmetterlinge“ am 4. April und die letzte Aktion „Die Mehlschwalbe“ am 25. April. Die Aktionen enden am 30. Juni, ausgenommen „Der Regenwurm“, die am 15. Mai schon abgeschlossen ist.

Und was ist zu tun? Für „Der Regenwurm“ sollen zum Beispiel Regenwürmer gesucht, nach ihrem Aussehen sortiert, gezählt und fotografiert werden. Ergebnisse und Bilder werden ins Internet auf die Projektseite gestellt. Hier können die Teilnehmer vergleichen, sich austauschen und Wissenschaftler einbeziehen. Diese stehen den Bürgerforschern mit Rat und Tat zur Seite.

Informationen über „Die Frühlingsforscher“ und die erste groß angelegte Regenwurm-Erhebung der deutschen Geschichte gibt es hier.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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