17.02.2016

Wohin gehören Zubehörteile für Haushaltsgeräte?


„Aufbrauchen statt neu kaufen“, lautete meine Wochenaufgabe im Fasten-Entlasten-Programm bei der Ordnungsfex. Und was mache ich? Ich gehe erst mal neu kaufen ... Schließlich sind die Preise für Wintermäntel und -jacken gerade sehr niedrig! Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass die beiden Kleidungsstücke, für die ich Ersatz gekauft habe, schon „aufgebraucht“ sind. Mein Lieblingsmantel löst sich auf, und auch meine Jacke hat schon bessere Zeiten gesehen.

Außerdem habe ich mir geschworen, mindestens 3 Jacken auszusortieren, weil ich sie nie trage und vermutlich nie mehr tragen werde. Doch der Weg dahin ist ziemlich kurvig!

„Ins Sozialkaufhaus? Nee, die Lederjacke war so teuer! Besser bei Ebay verkaufen ... Hm, das scheitert bestimmt wieder an der Zeit, denn es gibt noch so viel andere Dinge zu tun, die viel wichtiger sind!“

„Die obercoole Lederjacke aus meiner Jugend. Wie unversehrt. Die soll ich weggeben? Werde ich das auch bestimmt nicht bereuen? Ich lasse sie lieber mal noch hängen. Oder doch zu Ebay? Dann hätte ich zumindest schon mal 2 Sachen ...“

Na ja, vielleicht kennt ihr dieses Hin und Her: Eigentlich will man und ureigentlich auch wieder nicht.

Aber ich habe auch Erfolge zu vermelden! Ich wollte ein ungeliebtes Deo entsorgen, weil Aufbrauchen nicht in Frage kommt. Dabei stellte ich fest: Es ist schon weg! Ich habe es schon längst ausgemistet und beherzt in den Mülleimer geworfen! Ansonsten halte ich mich bei Kosmetikartikeln sowieso an die Devise „erst aufbrauchen, dann neu kaufen“.

Dann habe ich noch einen Blick in die Kisten geworfen, die mit Putz-Utensilien und ähnlichen Sachen bestückt im Schrank stehen, seit ich vor 3 Jahren umgezogen bin. Seltsame Dinge habe ich dort entdeckt: einen Trichter zum Einfüllen von Spülmaschinensalz und andere Halterungen und Einsätze für die Spülmaschine. Mir war sofort klar: Brauchte ich nie. Brauche ich niemals. Doch was soll ich damit machen?

Der Experten-Tipp

Ich habe bei Ordnungsfex Antje Lohrer nachgefragt, und fühlte mich sofort verstanden! Sie schrieb:

Manchmal ist es schwierig, solche Zubehörteile wegzuwerfen. Es ist so, als ob man sich gezwungen fühlt, sie zu benutzen, vielleicht auch durch den Gedanken, man habe sie ja schließlich bezahlt. In diesem Fall ist es hilfreich, sich in den Hersteller hineinzuversetzen. Er kennt ja nicht alle seine Kunden persönlich und möchte es so vielen wie möglich recht machen. Daher gibt er ein paar Zubehörteile dazu, damit er möglichst viele Kunden befriedigt.

Wenn er - zum Beispiel - eine Spülmaschine nur für Dich herstellen würde, würde er Dich vorher fragen, was Du brauchst und was nicht. Das ist natürlich utopisch, soll Dir aber klar machen, dass es nicht schlimm ist, wenn Du derlei Dinge wegwirfst. Es ist dann so ähnlich, wie wenn Du alle anderssprachigen Seiten aus der Bedienungsanleitung wegwirfst, weil Du sie nur in Deutsch lesen willst.

Danke, Antje, dieser Perspektivdreh war sehr hilfreich! Ich kann mich nun getrost von ein paar Zubehörteilen trennen. Denn wie schreibst du außerdem: Übrige Geschirrspüler-Einsätze würde ich persönlich nicht aufbewahren, denn erfahrungsgemäß benutzt man sie nie wieder. In dieser einzigen Situation, wo sie einmal praktisch wären, hat man schon gar keine Lust, sie aus irgendeinem „Versteck“ hervorzuholen.

Einzige Ausnahme: der Trichter für das Spülmaschinensalz! Diesen sollte man nicht nur aufheben, sondern auch benutzen – zum Schutz der Maschine. Ihn sollte ich am besten auch nicht verstecken, sondern eher nahe bei den Spülmaschinentabs und dem Salz parken.

Doch Vorsicht! Anders verhält es sich mit Zubehör, wie z. B. Transportschienen für eine Waschmaschine, Zwischenfächer von Einbauschränken, Bedienungsanleitungen von Boilern, Einbaugeräten, Einsätze für die Spülmaschine und ähnliches, wenn die Sachen nicht euch, sondern dem Vermieter gehören!

Dafür sucht ihr euch, so Antje, am besten im Keller oder in einer Ecke der Wohnung einen Platz. Entweder ihr reserviert ein ganzes Regal- oder Schrankfach dafür oder gebt diese Dinge in eine Schachtel, auf die ihr „Vermieter“ oder „gehört zur Wohnung“ schreibt.

Bei uns ist das ein in die Mauer eingelassenes Fach am unteren Ende der Kellertreppe!

Nun bin ich gespannt, welche Aufgabe als nächstes auf mich wartet! Davon am Freitag mehr!


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