25.04.2016

Womit wollt ihr aufräumen?


Gestern fiel mir die „Bild am Sonntag“ (BamS) in die Hände. Da ich ein bisschen Zeit zu überbrücken hatte, blätterte ich sie durch. Irgendwo gab es die sogenannte Sonntagsfrage zum Frühjahrsputz, allerdings etwas abgewandelt: BamS wollte wissen, womit die Leute aufräumen wollen. Erst als ich die Antworten las, wurde mir klar, wie geschickt die Frage gestellt ist.

Sie ließ nämlich jede Menge Spielraum fürs Antworten. Dass man mit Vorurteilen aufräumen kann, ist längst bekannt. So antwortete jemand auch in diese Richtung. Andere räumen ihre „tristen Gedanken“, „Menschen, die nicht gut tun“ oder den „Fitnesszustand“ auf. „Dreck“ war naturgemäß auch unter den Antworten.

Ich fragte mich kurz, womit ich aufräumen will, und hakte dies spontan mit „eigentlich nichts“ ab. Das stimmt sicher so nicht. Bei den meisten Antworten ging es ja nicht um Sachen, die man eben mal schnell wegräumen kann. Es ging um Tiefgründigeres.

Wenn ich mir heute sage, dass ich zum Beispiel meine Lebensziele aufräumen will – das war übrigens auch eine der Antworten –, dann setze ich mich damit unter Zugzwang. Oder nehmen wir mal Menschen, die mir zeitweise nicht gut tun. Was mache ich, wenn ich diese trotzdem sehr gerne habe? Dann wird es mit dem Aussortieren doch etwas komplexer.

Das waren nur zwei Beispiele, die mir erklären sollen, warum ich spontan nichts gefunden habe bei meiner Suche nach Aufräumbarem. Jetzt schreibe ich darüber und bin bereit etwas tiefer zu denken.

Ich orientiere mich an dem Beispiel „mit Vorurteilen“. Es bedeutet nämlich nicht, dass ich in meinen Vorurteilen aufräume, sondern dass ich einige oder gar alle Vorurteile fallen lasse, aus dem Weg räume. Es geht also weniger darum, WIE ich damit umgehe, sondern tatsächlich darum sie beseitigen zu wollen.

Also, womit will ich aufräumen?

  • Mit vorschnellen Reaktionen auf meine Mitmenschen
  • Mit planlosen Arbeitstagen
  • Mit hartnäckigem Gerümpel

Die Frage nach dem WIE stellt sich erst im nächsten Schritt: Wie will ich meine vorschnellen Reaktionen beseitigen? Dafür nutze ich bereits erfolgreich den Körperprozess von „Tipi“. Ich mache also einfach beständig weiter, damit ich besonnener reagieren kann.

Wie will ich meine planlosen Arbeitstage aufräumen? Indem ich sie durch planvolle ersetze. Hierzu habe ich bisher nur eine vage Vermutung: Ich werde vermutlich bald einen Online-Kurs dazu belegen oder mich coachen lassen.

Wie will ich mit hartnäckigem Gerümpel umgehen? Ich will hart zu ihm sein. Raus damit!

Und wie steht’s mit euch? Womit wollt ihr aufräumen?


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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