22.09.2012

Wünsche auf Echtheit prüfen


In der vorletzten August-Woche ging es in meinem „simplify your time“-Abreißkalender um Träume und Wünsche. Die Grundaussage war zu Beginn die, die ich auch schon gestern erwähnt hatte: Wenn das Aufmerksamkeitsradar eine potenzielle Wunscherfüllung ortet, darf die Gelegenheit ruhig ergriffen werden! Wie das geht, sollte Thema der Woche sein.

Einen Aspekt, der im Verlauf dieser Kalenderwoche auftauchte, halte ich für besonders erwähnenswert: Wünsche loslassen zu können. Und zwar solche, „die nur im Trend liegen oder Ihnen von anderen eingeredet wurden, nach dem Motto: ‚Das ist genau das Richtige für dich!’“

Das ist mir auch schon passiert: Ich wünschte mir eine neue Wohnung, eine Freundin sagte: „Das ist genau das Richtige für dich“ und schon hatte ich einen Mietvertrag für 4 Wände unterschrieben, in die ich niemals einziehen wollte und auch sollte ... Umgekehrt habe ich schon einer Freundin zu ihrem Traumberuf verholfen, weil ich sagte: „Das passt doch ganz genau zu dir!“ In diesem Fall brauchte sie meinen Impuls, um wirklich zu dem zu kommen, was in ihr drinsteckte, aber noch keine Form angenommen hatte. Im Fall von Jens, von dem ich gestern berichtete, hatte die Aussage seiner Freunde, „es passt“, nur das bestätigt, was er innerlich schon wusste.

So gibt es verschiedene Wirkungen von „das passt zu dir“ oder „das ist das Richtige für dich“. Worauf kommt es also an? Darauf, dass wir für uns selbst entscheiden, was das Richtige ist. Weil nur wir das wissen können oder – falls wir es noch nicht wissen – es fühlen können.

Ich würde das nicht „Wünsche loslassen“ nennen, sondern eher „Wünsche auf Echtheit prüfen“ oder „Wünsche auf Tauglichkeit für mich selbst prüfen“. Und das ist, ich weiß es selbst, garantiert nicht ganz einfach!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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