03.07.2012

Wunsch oder Irr-Wunsch? Es bleibt spannend!


In den zurückliegenden Tagen hatte ich einige Begegnungen mit fremden Menschen und alten Bekannten. In den Gesprächen drängte sich jedes Mal ein Thema besonders auf: das Wünschen. So erlangte ich die Erkenntnis, dass es wirklich verblüffend sein kann, wenn sich Wünsche erfüllen: Sie entpuppen sich als Irr-Wunsch!

Erinnert ihr euch noch an meinen Beitrag über das Büchlein „Bestellungen beim Universum“, den ich Anfang 2012 veröffentlicht hatte? In „Wünsche auf Bestellung“ schrieb ich folgendes: „Ich muss aufpassen, was ich mir (beim Universum) bestelle! Denn möglicherweise erfüllt sich mein Wunsch, und ich merke, dass es doch nicht das war, was ich eigentlich brauche oder haben will. (...) Versuch und Irrtum funktioniert also auch beim Wünschen. Da ersehnt man sich etwas so sehr. Und wenn es da ist, will man es gar nicht haben.“  

Ich selbst habe mich gerade dazu entschlossen, einen erfüllten Wunsch wieder loszulassen. Vor etwa einem Jahr habe ich ihn realisiert und mir ein weiteres berufliches Standbein aufgebaut. Das ergab sich flott, war schnell umgesetzt – was dann kam, war ernüchternd und keinesfalls so, wie ich es seit Jahren erträumt hatte. Ich musste feststellen: „Das ist gar nicht mein Ding! Dafür ist mir meine Zeit zu schade, und ich will auch nicht mehr Zeit und Energie in diese Sache investieren.“ Also, was habe ich daraus gelernt? Nicht alle Wünsche sind in der Realität das, wonach sie aussehen!  

Meiner ersten Begegnung in den letzten Tagen erging es ähnlich: Er hatte einen neuen Job in einer Region Deutschlands angenommen, in der er schon immer leben wollte. Seine Frau blieb indes am „alten“ Standort zurück, und die beiden führen nun eine Fernbeziehung. Der Mann musste jedoch feststellen, dass es sich sehr einsam lebt in seiner Wahlheimat. Sein soziales Netz ist dort, wo er früher mit seiner Frau lebte. Und seltsamerweise fühlt er sich dort auch zu Hause, wenn er wieder in der Nähe ist. Dagegen kann auch die Landschaft seines neuen Zuhauses, nach der er sich vor dem Umzug so sehnte, nicht ankommen. Auch hier kam’s zur Erkenntnis: Wunsch erfüllt, als Irr-Wunsch entpuppt.

Mittlerweile schon sicher im Beurteilen von Irr-Wünschen, erzählte ich dann gestern bei einer weiteren Begegnung davon. Eine alte Bekannte hatte sich gerade von ihrem Freund getrennt. Sie fügte meiner Erkenntnis nur an: „Ja, auch in der Partnerschaft entpuppt sich ein Wunsch manchmal als Frosch, wenn man ihn (er)leben darf.“

Tja, so ist das mit den Wünschen. Im Januar, als ich darüber schrieb, konnte ich mir noch nicht so recht vorstellen, dass es sich tatsächlich so verhält. Das Leben ist klüger ...!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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