15.03.2012

Zeitmanagement - Woche 3: Dunja hat ihre fünf Minuten ...


Bei einer ehemaligen Nachbarin erhaschte ich vor Jahren einen Blick auf ihre To do-Liste für den Tag. Darauf stand „Staubsaugen, Wäsche waschen, Essen kochen“. Meine Nachbarin war promovierte Naturwissenschaftlerin und gerade in der Baby-Pause. Mir gab ihre Liste ein Rätsel auf, denn ich selbst war meilenweit davon entfernt, solche alltäglichen Dinge aufzuschreiben.

Heute notiere ich mir zumindest Abgabe- und sonstige geschäftliche Termine und manchmal tatsächlich so alltägliche Aufgaben wie „Blog schreiben“. Als wenn ich das nicht wüsste ... Doch irgendetwas sagt mir an manchen Tagen, dass es wichtig ist, mich daran zu erinnern. Wenn ich so darüber nachdenke, vermute ich dahinter den Versuch, eine Priorität für diesen Tag zu setzen.

Auf den heutigen Eintrag stimmte ich mich gestern mit der Lektüre des aktuellen „Einfach organisiert!“-Magazins ein. Vorher begegnete ich im gleichnamigen Praxishandbuch einer Checkliste, die beim Entschleunigen helfen soll. Je mehr ich dort nicht ankreuze, desto nötiger habe ich es offensichtlich. Schon bei der ersten Aussage „Ich plane den nächsten Tag am Vorabend“ kann ich kein Häkchen setzen. Auch „Ich arbeite nicht, während ich esse“ trifft auf mich leider nicht zu. Bei „Ich vermeide bewusst Multitasking und erledige immer nur – konzentriert – eine Aufgabe“ muss ich fast laut loslachen. Trotz gestrigem Präsenz-Blog: Nein, auch hier kein Häkchen.

Konkret sah das diese Woche so aus: Ich sitze an einer Aufgabe, ein neuer Auftrag kommt rein, Dunja kümmert sich gleich, denn es scheint dringend zu sein. Ich weiß, dringend ist nicht gleich wichtig ... Immerhin habe ich es geschafft, die Hauptarbeit für diesen Eilauftrag nach hinten auf den Tag zu schieben. So konnte ich mich der eigentlichen Aufgabe wieder widmen. Und jetzt, während ich das hier schreibe, schwebt ein anderer Eilauftrag unsichtbar über mir. Denn ihn habe ich vergessen. Macht nichts, als so wichtig schätze ich ihn nicht ein, sonst hätte ich vom Kunden die noch ausstehenden Infos bereits bekommen. Darum kümmere ich mich, wenn ich hiermit fertig bin.

Was heißt das? Mein Plan für den Tag existiert in meinem Kopf. Nirgendwo sonst. Kommt eine dringende Aufgabe rein, überlege ich kurz, wie wichtig alles andere ist – und meist lasse ich mich ohne Umschweife darauf ein. Was ich ganz leise anmerken darf: Diese Haltung führt natürlich dazu, dass ich mir von meinen Dienstleistern eine annähernd schnelle Reaktion wünsche. Auf dieser Baustelle gibt es also Potenzial, um es besser zu machen.

Chefredakteurin Susanne Roth empfiehlt mir dann im Einfach organisiert!-Magazin, eine 5-Minuten-Tagesplanung zu machen. Ich soll meinen Tag am Vorabend planen. Ich soll ihn schriftlich planen und ich soll in Zeitblöcken planen, mit Pufferzeiten. Das will ich nun für eine Woche tun. Ich bin gespannt, ob ich den angekündigten „deutlichen Unterschied“ spüren werde!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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