21.09.2012

Ziel erreicht - dank Aufmerksamkeitsradar


Vielleicht erinnert ihr euch noch an meinen ehemaligen Geschäftskollegen, den es von meiner Branche fast über Nacht in die Kaffeebranche verschlagen hat. In „Folge deinem Herzen ...“ schrieb ich vor gut einem halben Jahr, dass er seine eigene Theorie habe, wieso er zur richtigen Zeit am richtigen Ort erschienen ist.

Nun, vor wenigen Tagen rief mich Jens mal wieder an. Und ich fragte ihn natürlich, wie er zu seiner Kaffeerösterei (www.arnolds-kaffeemanufaktur.de) kam und wie seine Theorie lautete.

Was er mir erzählte, überraschte mich nicht im geringsten. Und genau das ist die überraschende Erkenntnis! „Man kann nicht davon ausgehen, dass es reicht, etwas zu wollen und dann wird es sich schon fügen“, sagte er sinngemäß. „Du läufst im Prinzip ständig mit einem Aufmerksamkeitsradar durch die Gegend.“ Mit diesem Radar spüren wir seiner Meinung nach genau das auf, was wir brauchen oder suchen. In seinem Fall war es eine Chance, in die von ihm begehrte Branche einzusteigen.

Doch auch das passiere einem nur, wenn man sich wirklich für das Thema begeistere – und zwar nicht erst seit gestern. Sein Umfeld musste erfahren und auch erleben können, dass er ein Faible für Kaffee hat. Wäre seine Leidenschaft erst vorgestern aufgeflammt, hätte ein Bekannter ihn sicher nicht weiterempfohlen, als Freunde von ihm mit ihrem neuen Kaffeeautomaten nicht klar kamen. Doch es war seit Jahren bekannt: Jens kennt sich mit Kaffee aus. Ihn kann man um Rat fragen.

So kam er zu besagter Familie, schaute sich den Kaffeeautomaten an und gab preis: „Wenn die Maschine euch guten Kaffee machen soll, dann braucht ihr auch Bohnen von hervorragender Qualität.“ Er bot sich an, seinen Lieblingskaffee bei der ihm bekannten Rösterei zu besorgen, damit die Familie ihn ausprobieren konnte. Als er vor der Kaffeerösterei stand, sah er das Schild „Laden zu verpachten“ und die vielen Beileidsbekundungen für den verstorbenen Vorpächter. Sein Radar meldete sogleich: „Da ist sie, deine Chance!“

Was danach alles folgte, kann ich mir nur vorstellen: innere Dialoge, Auseinandersetzungen mit Familie und Freunden, Unsicherheiten, Berechnungen, Zweifel, Enthusiasmus – die ganze Mischung eben. Ich fragte Jens, was denn seine Freunde zu seinem Vorhaben gemeint hätten. „Es passt“, hätten sie zu ihm gesagt. Und hier schließt sich wieder der Kreis: Das sagten sie deshalb, weil sie ihn und seine Interessen kennen. Denn nur so kann er sie glaubwürdig vertreten – übrigens auch vor den Menschen, die entscheiden mussten, wer denn nun den Pachtzuschlag für die Kaffeerösterei bekommt. Wie sagte Rachel Khoo („Selbst die kleinste Küche verspricht Erfolg“)? „Lerne so viel wie möglich über das Thema, das deine Leidenschaft ist.“


zum nächsten Artikel
zum vorherigen Artikel

simplify your life

Holen Sie sich mit dem gedruckten Beratungsbrief "simplify your life" jetzt das echte simplify-Erlebnis. Hier die aktuelle Ausgabe und GRATIS-CD sichern.

Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

Gratis E-Mail Newsletter

Gratis Download:

Best of simplify Gratis-Download

Jetzt für kostenlosen Newsletter eintragen und Sofort-Download sichern. 100% Gratis!