29.11.2013

Zucker, die Droge?


Sag’, welch Buch liegt auf deinem Nachttisch? Das ist eine Frage, die es sich lohnt zu stellen – auch wenn man Menschen nicht besonders gut kennt. Über Bücher einen Einstieg in ein Gespräch zu finden, ist einfach und kann sehr befruchtend sein. Neben meinem Bett liegt aktuell das Buch „Garantiert gesundheitsgefährdend: Wie uns die Zucker-Mafia krank macht“ von Hans-Ulrich Grimm. 

Bisher habe ich nur die ersten Seiten gelesen – deren Botschaft ist alarmierend. Als Mutter bin ich täglich mit der anziehenden Wirkung von Zucker und Süßem konfrontiert: „Mama, darf ich noch?“ „Warum darf die was haben und ich nicht?“ „Wann kriegen wir endlich etwas Süßes, du hast es doch versprochen?“ Und auch selbst bin ich mit vielen gemischten Tüten voller Leckereien groß geworden. Ich blicke ein wenig neidisch auf Leute und Kinder (!), denen ein Gummibärchen für die nächsten 3 Wochen ausreicht.

Den Zucker wieder loszuwerden, das ist eine große Aufgabe und Herausforderung. Es kann nicht darum gehen, ihn durch andere Süßungsmittel zu ersetzen. Ich denke, es muss eine andere Lösung geben. Eine maßvollere. Eine natürlichere.

Wenn ich dann solche Meldungen lese, wie sie vor wenigen Tagen vom GEO Magazin veröffentlicht wurden, leidet meine Zuversicht jedoch erheblich: Wer sich demnächst wieder einmal nicht von der Keksdose trennen kann, bevor sie leer ist, darf sich künftig als Drogenopfer sehen. Wie das Magazin GEO in seiner Dezember-Ausgabe meldet, haben zumindest manche dieser Süßigkeiten ein drogenähnliches Suchtpotenzial und üben eine vergleichbare Wirkung im Hirn aus. Das ergab eine Studie durch Forscher vom Connecticut College in New London, USA. Speziell die schwarz-weißen Oreo-Kekse regten das Lustzentrum Nucleus accumbens bei Laborratten ebenso stark oder sogar stärker an als Kokain. Die Ergebnisse stützen die Theorie, dass die Kombination aus viel Fett und Zucker das Gehirn in derselben Weise stimuliert wie das Drogen tun, sagt der Neurowissenschaftler Joseph Schroeder.

Wenn ich im Online-Buchhandel die Suchbegriffe „Zucker“ und „Sucht“ eingebe, erhalte ich mehrere Ratgeber, sich von dieser Sucht zu befreien. Die meisten davon sind neueren Datums. Zucker als Suchtmittel zu bezeichnen: Ist das auch wieder eine Modeerscheinung? Mag sein, dass sich das gut verkauft. Doch jeder, der von den Gummibärchen, der Schokolade oder von den Keksen nicht lassen kann, der weiß, dass etwas Wahres daran ist.

Wer sich diese Woche die Mühe gemacht und das Buch „Vegan for Fit“ angeschaut hat (bei vielen Online-Händlern ist möglich, einen Blick ins Buch zu werfen), der konnte lesen, dass Attila Hildmann ebenfalls auf Industriezucker verzichtet. Worum es hier in meinen Augen geht, ist eine bewusstere Ernährung – und dafür ist es höchste Zeit. Man schaue sich nur einmal die Auswahl an Knabbersnacks, Süßigkeiten und Fertigmahlzeiten in einem großen Supermarkt an. Schwindelerregend!

Also, ich bin derzeit süchtig nach diesem Thema. Und ich bleibe dran!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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