27.09.2012

Zurück aus dem Urlaub: Endlich Ruhe!


Was gibt es Schöneres, als am Strand in der Sonne zu liegen und die Seele baumeln zu lassen? Das ist für viele Menschen der Inbegriff von Urlaub. Im Süden Italiens ist das jedoch nur schwer möglich, wie Freunde von mir feststellen mussten. Denn dort kommt teilweise im Minutentakt irgendein Strandhändler vorbei, um seine Ware feilzubieten.

Sonnenbrillen, Uhren, Handtücher, Kinderspielzeug, Luftmatratzen und -tiere, Bademoden, Handtaschen und sogar Massagen: All das und noch viel mehr haben die Männer im Angebot. Als meine Freunde darüber berichten, erinnere ich mich noch vage an die Strandverkäufer, die ich in meiner Jugend erlebt habe. „Meine Güte!“, sage ich nur und fühle innerlich mit. Wir stehen jeden Tag im Berufsleben, versorgen unsere Kinder und wollen einfach nur ein paar Tage ausspannen – doch selbst das wird einem verleidet durch Menschen, die deutlich Grenzen überschreiten.

„Sie kamen immer im ungünstigsten Moment!“, erzählt meine Freundin. Wie kann es auch anders sein? Schließlich liegen sie nicht am Strand, um ihren Shopping-Gelüsten nachzugehen ... „Entweder eines der Kinder hat gerade einen Trotzanfall, und es taucht einer auf. Dann musst du dich auch noch damit beschäftigen! Oder die Kinder spielen seelenruhig und du freust dich, dass du eben mal die Augen zumachen kannst. Oder du bist gerade am Gehen, sortierst dein Strandgut und die Kleider der Kinder, schaust, dass sie die Schuhe richtig anziehen. Schon wieder steht einer da!“

„No grazie“, winkten sie stets ab. Damit ließ der Händler auch meist schnell von ihnen ab. Doch der nächste kam sogleich ... „Unsere Kinder haben irgendwann zu jedem Fremden, der uns begegnete, nur noch „no grazie“ gesagt – egal, wer’s war“, sagt der Mann meiner Freundin. „Ich habe mir ernsthaft überlegt, ein Schild zu basteln, auf dem „no grazie“ steht, und das immer hochzuhalten, wenn einer kommt.“ „Aber gestört wirst du trotzdem“, erwidere ich und erkenne die Ausweglosigkeit dieser Situation. Mir fällt kein Mittel ein, sich dagegen zu wehren, außer zu Hause zu bleiben.

Dabei sind die Strandverkäufe illegal, die angebotenen Waren meistens billiger Schrott. Wie meine Freunde von den Vermietern ihres Ferienhauses erfuhren, machen sich Urlauber sogar strafbar, wenn sie etwas kaufen. Eine Frau hätte eine satte Strafe von mehreren Hundert Euros für eine „Louis Vuitton“-Tasche zahlen müssen. Und doch tut die Polizei offensichtlich zu wenig, um die Störenfriede fernzuhalten.

Also, mein Inbegriff von Urlaub sieht anders aus! Mich störten in diesem Jahr allenfalls die Kuhglocken oder brüllende Hubschrauber. Das reichte vollkommen!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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