Entspannungsübungen

Aktive Entspannung mit Tai Chi


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Die 7 Elemente des Tai Chi: Eine simplify-Methode zum Selbstlernen der asiatischen Körpererfahrung

Wenn Sie sich von den täglichen Pflichten eingezwängt fühlen, wenn Ihr Leben Ihnen vorkommt wie eine Sackgasse – dann träumen Sie vielleicht davon, wieder die Freiheit und Lebenslust eines Kindes zu erfahren. Aber wie? Ein einfacher Weg dazu führt über Ihren Körper. Ein jahrhundertelang erprobtes Werkzeug zur Glückserfahrung ist die chinesische Bewegungssprache Tai Chi. Eine Sonderform wurde 1982 von Teck Cheng Neo in Deutschland gegründet, die Tai Chi Kineo (kineo, altgriechisch = „ich bewege“), bestehend aus folgenden 7 Bewegungselementen.

So geht’s los

Sie können in jeder Stimmung mit dem Tai Chi anfangen: erschöpft, durcheinander, aufgebracht oder überfordert. Nehmen Sie Ihren Atem bewusst wahr und spüren Sie Ihren Körper. Sie können im Liegen, Sitzen oder Stehen beginnen: Stehend – Beine hüftbreit auseinander – haben Sie die größte Bewegungsfreiheit. Schauen Sie Ihre flachen offenen Hände an und betrachten Sie sie als Teil jeweils einer großen Ebene. Heben und senken Sie Ihre Hände zusammen mit Ihrem Atem.

A: 2-Hand-Ebene

Legen Sie Ihre Hände zusammen und vereinen Sie sie zu einer Ebene. Einige mag diese Handstellung ans Beten erinnern, andere an das Gefühl, ein Schwert in der Hand zu führen.

Schreiben Sie mit Ihren gefalteten Händen eine liegende 8 in die Luft. Gehen Sie danach über zu anderen Bewegungen. Zerhacken Sie z. B. mit beiden Händen die Luft und strecken Sie sich dabei in alle Richtungen. Bald werden Sie spüren, wohin Ihre Hände wollen. Folgen Sie diesen Impulsen. Beschreiben Sie weitläufige Kreise oder bleiben Sie ganz nah an ihrem Körper. Probieren Sie, die Handfläche gegen den Handrücken oder beide Handrücken aufeinander zu legen.

B: Mahlende Hände

Lassen Sie Ihre Hände vereint, aber bewegen Sie Sie aufeinander liegend. Kosten Sie es aus, die Ebenen aufeinander zu reiben, streicheln, mahlen und zu pressen. Folgen Sie auch weiterhin Ihren Händen oder geben Sie selbst die Richtung vor. Experimentieren Sie mit den mahlenden Händen über Ihrem Kopf, in Bodennähe usw.

C: Brücken-Hände

Trennen Sie nun Ihre Hände, aber lassen Sie die beiden Ebenen sich noch an einem Punkt berühren: Schlagen Sie mit dem Zeigefinger der einen Hand eine Brücke zum Daumen der anderen. Oder berühren Sie mit der einen Hand den Ellbogen des anderen Arms.

Nehmen Sie allmählich den ganzen Körper hinzu. Stehen Sie etwas breiter auf den Beinen, pendeln Sie hin und her und genießen Sie das neu erwachte Spiel Ihrer Muskeln und Sehnen.

D: Pantomime

Nehmen Sie Ihre Hände auseinander, aber legen Sie sie auf eine einzige Ebene, die vertikal, horizontal oder wie auch immer im Raum liegen kann. Dabei ähneln Sie einem Pantomimen, der eine unsichtbare Glasscheibe abtastet.

Spielen Sie damit, Ihre Hände ganz nah oder weit entfernt voneinander in der Ebene gleiten zu lassen. Testen Sie, welche Art von Bewegungen Ihrem Körper gut tun: wilde, ruhige meditative oder ganz normale.

E: Parallele Ebenen

Bewegen Sie Ihre Hände auf 2 voneinander unabhängigen Ebenen, die sich aber nicht kreuzen oder berühren – ähnlich wie Element A, bloß mit Zwischenraum. Ziehen Sie Ihre Hände auf und zu wie eine Ziehharmonika.

F: Sich kreuzende Ebenen

Ähnlich wie Element B lebt dieses Element von der Bewegung Ihrer beiden Hände zueinander. Lassen Sie Ihre Ebenen sich ständig kreuzen: von links und rechts kommend, von oben und unten, von vorne und hinten – die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

Spielen Sie das berühmte Bild aus Kung-Fu-Filmen: Der Kämpfer erwartet gelassen den Angriff des Gegners, die eine Hand nach hinten zur Hüfte ziehend, während die Handkante der anderen nach vorne zielt.

G: Tai-Chi-Ball

Stellen Sie sich vor, ein Energieball würde vor Ihnen schweben. Lassen Sie Ihre Hände mitsamt den daran befindlichen Ebenen wie Planeten um die Sonne kreisen, mal ganz nah, mal weit entfernt. Ziehen Sie je nach Verlangen gemächliche Umlaufbahnen oder entfesseln Sie dynamische Wirbelstürme.

Mit diesen 7 Bewegungselementen eröffnet sich eine unendliche Vielzahl an Ausdrucksmöglichkeiten. Toben Sie sich aus und werden Sie mit sich selbst vertraut. Vereinen Sie alle Elemente zu einem einzigen großen Bewegungsfluss. Schreiten Sie durch den Raum, während Sie den Ball umkreisen und verlagern Sie Ihr Gewicht von einem Bein aufs andere. Experimentieren Sie mit geschlossenen Händen oder lassen Sie Ihre Finger wie Schmetterlingsflügel flattern. Probieren Sie es auch zu Musik. Vor allem aber: Genießen Sie den Dialog mit Ihrem Körper und das damit verbundene Glückserlebnis.

Mehr Informationen finden Sie unter www.taichikineo-berlin.de oder indem Sie Tai Chi Kineo in Ihre Suchmaschine eingeben. Inzwischen wird diese aktive Form der Entspannung auch in anderen Städten angeboten.


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