Gesunde Ernährung

Gesunder Teegenuss


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simplify-Tipps für Ihren Teegenuss

Tee ist eine Frage des Geschmacks. Für alle simplify-Leser, die auf den Geschmack kommen bzw. den Geschmack – und die Wirkung – voll auskosten wollen, haben wir Werner Merten, Inhaber eines Münchner Teegeschäfts (teahouse. de), um Tipps gebeten.

Den richtigen Tee wählen

Entscheidend dafür ist, wie der Tee getrunken wird – mit Zitrone oder Milch, mit Zucker oder ohne. Zitrone harmoniert besser mit Ceylontees, Milch dagegen mit Assamtees. Nehmen Sie statt des üblichen weißen Zuckers Rohr- oder Kandiszucker – hellen Kandis für hellen Tee, dunklen für dunklen Tee. Übrigens: Nach einer Studie an der Charité in Berlin wirkt Schwarztee gefäßschützend – aber nur, wenn Sie ihn ohne Milch trinken.

simplify-Tipp: Viele Menschen freuen sich am Duft von Früchtetees und anderen aromatisierten Tees – und sind dann enttäuscht von deren Geschmack. Damit sich der erwartete Geschmack einstellt, müssen Sie den Tee süßen. Wenn Sie die Zuckermenge allmählich verringern, wird der Tee Ihnen nach einiger Zeit auch dann munden, wenn er fast ungesüßt ist.

Teetrends

Von vielen Teeliebhabern geschätzt wird der liebliche Oolong, der als halbfermentierter Tee zwischen grünem und schwarzem Tee liegt. Praktisch: Olongtees werden auch bei längerem Ziehenlassen nicht bitter.

Auch Matcha, ein fein pulverisierter japanischer Grüntee, ist im Kommen. Da die pulverisierten Teeblätter mitgetrunken werden, kann der Körper 100 % der enthaltenen Vitamine und Wirkstoffe aufnehmen.

Worauf Sie beim Zubereiten achten sollten

Der häufigste Fehler bei der Zubereitung: Die Teeblätter werden in ein enges Tee-Ei gezwängt und können sich gar nicht richtig entfalten. Schließlich quellen sie beim Aufbrühen auf das 6- bis 7-Fache auf!

simplify-Tipp: Ideal ist es, die Teeblätter lose in die Kanne zu geben und den Tee nach dem Ziehen in eine 2. Kanne umzufüllen. Alternativ benutzen Sie einen Papierfilter oder ein Stoffnetz. Oder Sie legen sich eine Teekanne der „mono filio“-Serie zu, deren Siebeinsatz fast so groß wie die Kanne ist. Sie möchten auf Teebeutel zurückgreifen? Dann nehmen Sie große in Längsform oder solche aus Nylongewebe in Pyramidenform.

Sorgen Sie für Kälteschutz

Stövchen halten im Winter nicht nur den Tee warm, sondern geben auch ein Gefühl der Behaglichkeit. Aber Achtung: Solch ein Stövchen ist nur für Früchtetee sinnvoll! Denn Schwarztee zieht damit nach (auch wenn sich keine Teeblätter mehr in der Kanne befinden) und wird bitter, während Grüntee oxidiert und dabei seinen Vitamingehalt verliert.

simplify-Tipp: Wärmen Sie die Kanne vor dem Aufgießen mit heißem Wasser an, oder verwenden Sie eine Teehaube. Leider sind diese praktischen Dinger sehr aus der Mode geraten, im Internet werden Sie aber noch fündig. Wenn Thermoskanne, dann unbedingt mit Glaseinsatz – im Metalleinsatz verändert sich der Tee.

Lassen Sie sich zur rechten Zeit anregen

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Tein – der in Schwarztee und Grüntee enthaltene Muntermacher – entfaltet seine Wirkung wesentlich langsamer als Kaffee, wirkt dafür aber auch länger. Wenn Sie um 9 Uhr morgens im Büro fit sein wollen, trinken Sie Ihre 1. Tasse Schwarztee am besten schon um 7 Uhr, allerdings möglichst nicht auf nüchternen Magen.

Häufiger Irrtum: Hell aussehender Schwarztee sei „schwach“, dunkel aussehender Schwarztee enthalte dagegen viel Tein. Tatsächlich ist es jedoch genau umgekehrt. Wenn Sie also gegen Abend einen hellen Tee serviert bekommen, sollten Sie doppelt vorsichtig sein.

simplify-Tipp: Noch anregender als Schwarztee ist grüner Tee. Seine Wirkung steigert sich langsam, erreicht nach 2–3 Stunden ihren Höhepunkt und klingt erst nach weiteren 2–3 Stunden wieder ab.

Ein Wort zur Haltbarkeit

Sie haben im Küchenschrank jede Menge ältere Teepackungen? Früchtetee, der das Haltbarkeitsdatum überschritten hat, sollten Sie wegwerfen (Schimmelgefahr), Schwarztee können Sie dagegen weiterverwenden.

simplify-Tipp: Das Aroma hat bereits gelitten? Warten Sie mit dem Aufbrauchen der restlichen Teeblätter, bis wieder wärmere Temperaturen herrschen, und verwenden Sie den Tee, gemischt mit Pfirsichsaft, als Eistee.

Autorin: Dr. Ruth Drost-Hüttl


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