Stressbewältigung

Stressbewältigung im Krankenhaus


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So bleiben Sie als Patient souverän und behalten alles im Griff

Wer geht schon gerne ins Krankenhaus? Unfälle, schwere Erkrankungen und die Notwendigkeit umfassender Untersuchungen zwingen jedes Jahr Millionen von Menschen in Deutschland dazu (pro Jahr rund 17 Millionen). Auch wenn Sie gesund sind, sollten Sie sich daher mit diesem Thema befassen. Die Ärztin Dr. Johanna Anneser und der Krankenpfleger Fabian Heupel haben uns Tipps gegeben, wie Stressbewältigung im Krankheitsfall aussehen kann.

Wichtige Infos für den Arzt

Im Notfall haben Sie Ihre Krankengeschichte vermutlich nicht vollständig im Kopf.

simplify-Tipp: Erstellen Sie daher noch diese Woche (am PC) eine Liste, mit der Sie den Krankenhausärzten schnell alles Wichtige mitteilen können: die Daten schwerer Erkrankungen, längerfristig eingenommene Medikamente, Allergien und schwere Krankheiten bei Eltern und Geschwistern. Legen Sie die ausgedruckte Liste an einen Platz, den auch Ihr Partner kennt, etwa in Ihren Krankenkassen-Ordner. Dort sammeln Sie auch alle anderen fürs Krankenhaus relevanten Unterlagen, denn eine gute Vorbereitung ist für die Stressbewältigung das Beste.

Der Alltag geht weiter

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Ein (längerer) Krankenhausaufenthalt steht an? Informieren Sie Arbeitgeber (bei Arbeitslosigkeit die Agentur für Arbeit), Familie, Hausarzt und Nachbarn.

simplify-Tipp: Bereiten Sie Ihre Abwesenheit mithilfe Ihrer Urlaubs-Checkliste vor – viele Vorbereitungsmaßnahmen sind identisch. Checken Sie außerdem Ihren Zeitplaner auf wichtige Erledigungen und abzusagende Termine hin, damit Versäumnisse Sie nicht nach dem Krankenhausaufenthalt einholen und die bisherige Stressbewältigung zunichte machen.

Alles dabei?

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Für Ihren persönlichen Bedarf packen Sie ein: Kleidung, (Nacht-)Wäsche,Toilettenbeutel samt Inhalt, Handtücher, bequeme Schuhe und Hausschuhe, die Medikamente, die Sie gerade einnehmen, (falls benötigt) Gehhilfen und etwas zu Ihrer Unterhaltung. Denken Sie außerdem an Papier plus Stift für Notizen vor oder beim Arztgespräch und an Ihr persönliches Adressbuch (Telefonnummern der Krankenkasse und Ihrer Nachbarn). Schmuck, größere Mengen von Bargeld und sonstige Wertsachen lassen Sie wegen Diebstahlgefahr zu Hause. Für manche Untersuchungen, etwa in der Endoskopie, müssen Sie übrigens sogar den Ehering ablegen!

simplify-Tipp: Ohropax trägt zu ungestörten Nächten bei.

Ärztlicherseits werden der Name des Hausarztes, gegebenenfalls ein Einweisungsschein vom einweisenden Arzt, Vorbefunde, Röntgenbilder, Arztberichte, Impfpass, Allergiepass, Blutverdünnungsausweis und Blutgruppenkarte sowie Medikamentenliste benötigt. Komplette Infos helfen den Ärzten, die richtige Behandlung zu finden, und ersparen Ihnen unnötige Doppeluntersuchungen. Haben Sie eine Patientenverfügung? Dann nehmen Sie auch die für den Notfall mit.

simplify-Tipp: Machen Sie sich eine Liste der Unterlagen, die Sie dem Krankenhaus aushändigen, und kontrollieren Sie hinterher, ob Sie alles wiederbekommen haben.

Gut informiert

Viele Patienten fühlen sich im Krankenhaus abhängig und ausgeliefert. Dagegen hilft: Lassen Sie sich von den Ärzte/Ärztinnen und Pflegern/Krankenschwestern umfassend informieren. Dazu ist unter anderem die tägliche Visite da. Notieren Sie sich tagsüber Ihre Fragen dafür. Fragen Sie, welcher Arzt primär für Sie zuständig ist. Vereinbaren Sie mit ihm einen extra Termin, wenn Sie eine ausführliche Unterredung unter 4 Augen wünschen. Denn Angst und Ungewissheit kann die Stressbewältigung und auch die Heilung enorm bremsen.

simplify-Tipp: Nie still leiden, immer fragen! Schwestern und Krankenpfleger wissen oft gut darüber Bescheid, wie Untersuchungen ablaufen und was als Nächstes mit Ihnen passieren wird. Lassen Sie sich informieren! Wichtig: Stören Sie die Schwestern möglichst nicht während der Übergabezeiten vom Früh- zum Spätdienst und umgekehrt.

Sich den Rücken stärken lassen

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Steht ein schwieriges oder emotional belastendes Arztgespräch an, so bitten Sie um einen Gesprächstermin, an dem Ihr Partner/Ihre Partnerin oder eine andere vertraute Person dabei sein kann. Auch ein Klinikseelsorger kann Sie begleiten, was Ihrer Stressbewältigung eine gute Hilfestellung sein kann.

simplify-Tipp: Es ist gut, wenn der Arzt Ihrem Partner oder Freund auch in Ihrer Abwesenheit Auskünfte erteilen kann. Speziell wenn Sie nicht verheiratet sind, müssen Sie das dem Arzt ausdrücklich sagen oder durch eine schriftliche Vollmacht genehmigen.

Krankheit als gewonnene Zeit

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Grübeln Sie nicht darüber, was Sie daheim versäumen. Nehmen Sie Ihren Krankenhausaufenthalt zum Anlass, über Ihr Leben nachzudenken: Was ist mir wichtig für meine Zukunft? Wie gestalte ich mein Leben um, wenn ich mit einer chronischen Krankheit oder gar Behinderung leben muss?

Aussicht aufs Heimkommen

Überschätzen Sie Ihre Kräfte nicht, sondern bitten Sie schon vor Ihrer Entlassung Verwandte und Freunde darum, Sie hinterher zu entlasten und Sie bei der Stressbewältigung zu unterstützen.

Simplify-Tipp: Vereinbaren Sie konkret, an welchem Tag Sie welche Hilfe erhalten – neben Haushaltstätigkeiten etwa eine Begleitung beim Arztgang oder Kinderbetreuung. Fehlt Ihnen ein ausreichendes Helfernetz, kontaktieren Sie den Sozialdienst des Krankenhauses oder rufen Sie Ihre Krankenkasse an.

 

Doch eine ausgeprägte Stressbewältigung ist nicht erst bei einem Krankenhausaufenthalt von Nöten, sondern schon bei der regulären ärztlichen Versorgung. Erfahren Sie, wie sich der Stress bei Arztbesuchen reduzieren lässt, sodass Ihre Genesung nicht mehr negativ durch Stress beeinflusst wird!

 


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