Stressbewältigung

Stressbewältigung in der Vorweihnachtszeit


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simplify-Anregungen für Adventszeit und Heiligen Abend

Nachrichtenfrei leben

Lassen Sie sich Ihre Gefühle nicht von den Medien diktieren. Jedes Jahr werden in den Nachrichten Kriege, Katastrophen und Krisen gezeigt, wegen denen „es dieses Jahr schwer fällt, zu feiern". Aber die Auswahl der Themen haben nicht Sie getroffen, sondern eine Handvoll Meinungsmacher, die gegenseitig voneinander abgucken. Die Kommunikationstrainerin Vera F. Birkenbihl rät sogar, auf Nachrichtensendungen vollständig zu verzichten, weil sie Ihre Wahrnehmung der Wirklichkeit vollständig verzerren. Nehmen Sie in der Vorweihnachtszeit die Welt direkt wahr. Sprechen Sie mit „richtigen" Menschen.

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Besuchen Sie Menschen am Arbeitsplatz. Erleben Sie andere Familien. Trennen Sie für die Stressbewältigung sehr genau: Was habe ich selbst erlebt, was wurde mir nur berichtet?

Global denken

Weil das Fernsehen und die anderen Medien aus der ganzen Welt berichten, kommen sich viele Menschen global informiert vor. Dabei sind es nur winzige Ausschnitte, die Ihnen dort dargeboten werden, und meist die ewig gleichen. Bemühen Sie sich um Weltnachrichten aus erster Hand. Vereinbaren Sie, dass Anfang Dezember jedes Familienmitglied einem Menschen aus einem anderen Land schreiben (je weiter weg, desto besser) und um einen Brief zum Weihnachtsfest bitten soll. Über das Internet lassen sich solche Kontakte manchmal verblüffend unkompliziert herstellen. Oder Sie aktivieren ausländische Geschäftsfreunde, Deutsche im Ausland usw. Lesen Sie sich am Heiligen Abend die Briefe vor.

Blaue Stunde

Der simplify-Tipp von Familie Meuser aus Friedberg zur weihnachtlichen Stressbewältigung: Zur Adventszeit wird während der Dämmerungsstunde von 17 bis 18 Uhr das Licht ausgeschaltet. Auch Radio, PC und andere Technik ist in dieser Zeit tabu. Dann sitzt die Familie bei Kerzenschein zusammen (auch wenn Papa noch nicht zu Hause ist), man singt zusammen, trinkt heißen Tee und liest sich eine Geschichte vor. Klassischer Buchtipp: Karl-Heinrich Waggerl, Als den Hirten der Stern erschien. Meine schönsten Weihnachtsgeschichten, Herder Verlag, nur gebraucht erhältlich. Kinder und Eltern schwärmen von dieser stillen Stunde.

Das Stroh in der Krippe

Ein schöner Brauch aus Irland gibt der Figurenkrippe eine zusätzliche Bedeutung: Füllen Sie während der Adventszeit allmählich die leere Futterkrippe mit Stroh auf. Jedes Mal, wenn jemand aus der Familie etwas Gutes getan hat, legt er einen Halm Stroh hinein. Die Idee dahinter: einen guten Ort für das Kommen des Jesuskindes vorzubereiten.

Mit der Figurenkrippe lässt sich noch mehr Symbolik verbinden: Lassen Sie Maria und Josef ihre lange Reise quer durchs Wohnzimmer antreten, jeden Tag der Krippe von Betlehem ein Stück näher.

Familiengeschichte im Christbaumschmuck

Kaufen Sie jedes Jahr ein neues Stück Christbaumschmuck, das an ein wichtiges Ereignis in der Familie erinnert: die Geburt eines Kindes, eine neue Arbeitsstelle, eine neue Wohnung, oder auch als Erinnerung an ein verstorbenes Familienmitglied. Im Laufe der Jahre sammelt sich der Schmuck am weihnachtlichen „Stammbaum" zu einer kleinen Familiengeschichte und macht das Schmücken zu einem besonders innigen Erlebnis.

Weihnachtsbaum im Freien

Warum muss immer ein Baum abgeschlagen und in Ihre Wohnung gebracht werden? Es geht doch auch andersherum: Sie gehen mit Ihrer Familie am Heiligen Abend in einen nahe gelegenen Wald, suchen sich dort eine schöne Tanne aus und schmücken sie mit Sternen, Lebkuchen oder Vogelfutter. Dann singen Sie dort Weihnachtslieder oder lesen das Weihnachtsevangelium.

Botschaft der Kerzen

Machen Sie das Anzünden der Kerzen zu einem Ritual: Jeder darf reihum eine Kerze anzünden und sagen, an welchen Menschen oder welches Thema er dabei denkt. Wenn Sie aus Sicherheitsgründen den Baum mit elektrischem Licht versehen haben, zünden Sie Kerzen auf dem Weihnachtstisch an und enießen Sie so die gemeinsame Stressbewältigung.

Jesu Geburtstagskuchen

 Gerade bei kleinen Kindern geht angesichts der vielen Weihnachtsbräuche manchmal die ursprüngliche Bedeutung der Heiligen Nacht verloren. Die Amerikanerin Sara Wenger Shenk bäckt deswegen stets einen kleinen Geburtstagskuchen, auf dem „Jesus" steht. Die Kerze darauf wird angezündet, wenn im Lauf des Heiligen Abends feierlich das Jesuskind in die Krippe gelegt wird.

Erwartungen klären

Das war einer unser erfolgreichsten simplify-Tipps (Ausgabe 12/1999): die Familienkonferenz Anfang Dezember, bei der jeder aufschreibt, was er an Weihnachten besonders mag und was  nicht. Hier eine vereinfachte Variante von Familie Keller aus Ludwigsburg zur Stressbewältigung für die Weihnachtsplanung: Hängen Sie Anfang Dezember ein großes Blatt Papier auf mit der Überschrift „So wünsche ich mir den 24. Dezember", und stellen Sie ausreichend Stifte davor. Dort sammelt sich wie von selbst, was am Heiligen Abend gemacht und was vermieden werden sollte, weil die Vorschläge des einen meist mit Bemerkungen von anderen versehen werden. In der Woche vor Weihnachten wird dann gemeinsam „ausgewertet". Bei den Kellers kam dabei z. B. heraus, dass man anstelle des überfüllten Heiligabend-Gottesdienstes eine Hausweihnacht macht und erst am 25.12. in die Kirche geht.

„Zu wenig" schenken

Durchbrechen Sie die Geschenkspirale. Aber nicht, indem Sie auf ein Geschenk ganz verzichten. Das provoziert beim anderen möglicherweise den Gedanken: „Der hat mich wohl vergessen." Schenken Sie eine liebevoll ausgewählte, mit einem netten Brief versehene Kleinigkeit. Machen Sie dabei keine entschuldigenden Bemerkungen, sondern drücken Sie in erster Linie Ihre positiven Gefühle für den anderen Menschen aus. Das ist Ihr Hauptgeschenk, und die materielle Gabe ist lediglich ein Symbol dafür.

Der 50-km-Geschenke-Radius

Eine radikale Idee aus England: Beschenken Sie nur Menschen, die Ihnen persönlich ins Gesicht sehen können, wenn sie sich bei Ihnen für das Geschenk bedanken. In der Regel sind das Leute, die in Ihrer Nähe wohnen. Der Hintergrund: Geschenke, die Sie mit der Post verschicken und für die sich der andere per Telefon oder Brief bedankt, sind oft unpassend. Sie wissen zu wenig über den anderen und seine aktuellen Vorlieben, Sie kennen seine Wohnung und seine derzeitige Stimmung nicht. Und Sie spüren es beim persönlichen Dank besser, ob Ihr Geschenk wirklich Gefallen gefunden hat.


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