Stressbewältigung

Stressvermeidung beim Bahnfahren


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Tipps von den Eisenbahn-Reiseprofis

20.000 PS und mit Chauffeur: Reisen mit dem Zug ist an sich schon eine simplify-Technik. Mit ein paar Kniffen zur Stressvermeidung können Sie diese angenehme Art der Fortbewegung noch weiter optimieren.

Tipps bei überfüllten Zügen

Auch ohne Reservierung finden Sie am ehesten Platz im Speisewagen. Ist der Zug voll, muss der Zugbegleiter das Konferenzabteil (das es in den älteren ICEs gibt) öffnen. Gegen Nachzahlung finden Sie fast immer in der 1. Klasse einen Sitzplatz. Wenn Sie einen Notsitz auf dem Gang nehmen, wählen Sie möglichst den 1. oder letzten Waggon, da laufen am wenigsten Leute vorbei. Länger als 1 Station müssen Sie meist sowieso nicht stehen: Achten Sie vor der Einfahrt in den Bahnhof darauf, wo Plätze frei werden.

Am meisten Ruhe

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Neuere ICE-Züge haben "stille Wagen", erkennbar am Schild mit durchgestrichenem Handy (dort ist der Handyempfang auch schlechter!). Am leersten ist es immer an den Enden eines Zuges - es lohnt sich also, den Bahnsteig bis ans Ende zu gehen. Setzen Sie sich bei älteren Zügen möglichst in die Wagenmitte, denn über den Achsen rumpelt es am stärksten. Meiden Sie bei älteren IC-Zügen den Fensterplatz; manchmal zieht es gewaltig aus der Klimaanlage.

Wo ist welcher Waggon?

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Nutzen Sie den Wagenstandsanzeiger, den es in der Mitte fast jedes Bahnsteigs gibt. Dort ist verzeichnet, wo welche Wagennummer zu finden ist. Außerdem sehen Sie, wo der Zug endet, und können die ruhigsten Waggons ansteuern.

Essen im Zug

Qualitätstendenz: leider fallend. Personal und Komfort werden langsam, aber sicher abgebaut. In neueren Speisewagen werden das Abteil mit Tischen und das Stehbistro von insgesamt nur noch 2 Personen betreut; das warme Essen kommt ausschließlich aus der Mikrowelle. Es schmeckt zwar annehmbar, die Zahl der Speisewagenfreunde unter den Reiseprofis lässt aber stark nach. Wir empfehlen daher: Nehmen Sie eine Thermoskanne mit Ihrem Lieblingsgetränk mit, dazu ein paar Leckereien aus der Bahnhofsgastronomie. Die noblen Stände auf großen Bahnhöfen haben allerdings saftige Preise. Den besten Gegenwert bekommen Sie dort immer noch bei McDonald's oder BurgerKing (vorausgesetzt, es gibt einen und Sie mögen Fast Food).

Kein Witz: Das Gesündeste am Speisewagen ist der Weg dorthin. Einer der größten Vorteile der Bahn ist, dass Sie sich bewegen können. Ärzte empfehlen, mindestens 1-mal pro Stunde aufzustehen, herumzugehen, sich zu strecken und (am besten unbeobachtet im Waggonvorraum) ein bisschen Gymnastik zu machen.

Toiletten-Tricks

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Tipp einer simplify-Leserin: Sie hat stets ein Fläschchen Duftspray dabei, um damit in der Bahntoilette eine angenehmere Atmosphäre zu erzeugen. Bei Fahrten in rustikaleren Ländern empfiehlt es sich, Toilettenpapier und eine Packung feuchte Tücher zum Händewaschen mitzunehmen.

Lohnt sich die 1. Klasse?

Pünktlicher sind die Luxuswaggons nicht; ob der breitere Sitz und die ruhigere Umgebung allein den Mehrpreis von 50% lohnen, ist Geschmackssache. Jedenfalls wird die 1. Klasse hauptsächlich von Businessreisenden genutzt, die ihre Fahrkarten nicht selbst zahlen müssen. Nicht zu unterschätzen ist jedoch: In der 1. Klasse lernen Sie interessantere Leute kennen.

Arbeiten im Zug

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Ein ruhiges Bahnabteil ist und bleibt eine großartige Arbeitsumgebung: keine Störungen durch Telefonate oder Besuche. Wenn Sie mit dem Laptop arbeiten und keinen Monsterakku haben, reservieren Sie einen Tisch mit Steckdose. Tipp: Erfahrene User nehmen ein Netzkabel mit (dickem) Schukostecker mit, denn die flachen Eurostecker bekommen in manchen Bahnsteckdosen keinen Kontakt.

simplify-Sofort-Tipp: Ferien vom Auto!

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Sehen Sie in Ihren Kalender: Wann werden Sie das nächste Mal unterwegs sein (Urlaub, Dienstreise, Ausflug)? Wandeln Sie diese oder spätestens die übernächste Reise in eine Bahnfahrt um. Mit unseren Tipps zur Stressvermeidung beginnt die Erholung dann schon bei der Abfahrt und nicht erst bei der Ankunft.

Autor: Tiki Küstenmacher


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