Wasser

Die wunderbare Welt des Wassers


Was Sie von diesem Urstoff des Lebens lernen können

„Gibt es dort Wasser?“ Das ist die Frage, die die Wissenschaft bei der Erforschung ferner Planeten ganz besonders interessiert. Denn ohne Wasser kein Leben! Auf unserem Planeten ist Wasser in den verschiedensten Formen verfügbar. Rund 1,4 Milliarden Kubikkilometer Wasser gibt es auf der Erde, das entspräche einem Würfel mit einer Kantenlänge von gut 1.100 km. Und obwohl sich die Menschen seit Urzeiten intensiv mit dieser unserer Lebensgrundlage befassen, werden ständig neue erstaunliche Fakten darüber bekannt. Wir haben eine winzige Auswahl aus diesen alten und neuen Erkenntnissen für Sie zusammengestellt und daraus simplify-Konsequenzen gezogen.

Wasser verwandelt sich

Wasser ist die einzige chemische Verbindung auf der Erde, die in der Natur in allen 3 Aggregatzuständen vorkommt: flüssig, fest (Eis) und gasförmig (Wasserdampf).

simplify-Konsequenz: Ohne die ständige Verwandlung der Grundzustände des Wassers gäbe es auf der Erde kein Leben. Unser Dasein ist Veränderung, Verwandlung. Das gilt nicht nur für die äußeren Umstände, sondern auch – vielleicht sogar in erster Linie – für uns selbst. Sträuben Sie sich nicht dagegen, sondern vertrauen Sie sich dem Verwandlungsprozess an. Seien Sie zuversichtlich, dass Sie sich dabei das, was Sie im Kern ausmacht – beim Wasser ist das die Verbindung von je 2 Wasserstoffatomen und 1 Sauerstoffatom zu einem Molekül –, bewahren können.

Ein wunderbarer Kreislauf

Die Wassermenge, die jeden Tag verdunstet und als Niederschlag auf die Erde zurückkommt, entspricht rund 20-mal der Wassermenge des Bodensees. Dabei kehrt das verdunstete Wasser oft erst an einem weit entfernten Ort in Gestalt von Leben spendendem Regen wieder.

simplify-Konsequenz: Wasser ist ein perfektes Bild dafür, wie Geben und Nehmen zwischen uns Menschen funktioniert. Nicht als direkter Austausch nach dem Prinzip „Ich gebe dir, und du gibst mir“ – und womöglich einem entsprechenden „Wenn ich von dir nichts bekomme, muss ich dir auch nichts geben“. Sondern als Kreislauf über mehrere Stationen. Vielleicht mit Ausnahme Ihres absoluten Nahbereichs enger Beziehungen erhalten Sie Ihre guten Taten nicht unbedingt von den Menschen zurück, denen Sie sie erwiesen haben. In einem Verein, einer Gemeinde oder einer Gesellschaft gibt es nie ein Gleichgewicht zwischen den einzelnen Nehmern und Gebern. In der Gesamtheit aber entsteht ein beeindruckend vitales und effektives System.

Wasser enthält Möglichkeiten

Wasser bildet, wenn es sich vom flüssigen in seinen festen Zustand verwandelt, wunderschöne Kristalle. Dabei gleicht keine Schneeflocke der anderen. Eiskristalle können sehr verschiedenartige Muster bilden, aber nicht jedes beliebige. Die Grenzen der Möglichkeiten ergeben sich aus der spezifischen geometrischen Form des Wassermoleküls, bei dem die beiden Wasserstoffatome in einem Winkel von knapp 105 Grad zum Sauerstoffatom stehen. Dadurch ist das Sechseck die bevorzugte Struktur, aber weil der Winkel niemals exakt ein Sechseck bildet, ergeben sich die zahllosen Varianten. Die Mutter der Vielfalt ist also, mathematisch gesehen, die Ungenauigkeit.

simplify-Konsequenz: Auch in Ihrem Leben bieten sich fast unzählige Möglichkeiten, aber nicht jede beliebige. Finden Sie sich damit ab, dass Ihnen einzelne Ziele (womöglich auch besonders ersehnte) verschlossen bleiben – aufgrund Ihrer Körpergröße, Ihrer Konstitution, Ihrer Vorlieben und Ängste, Ihrer charakterlichen Eigenheiten usw. Dadurch öffnen Sie sich für den Schatz des Formenreichtums, der sich aus der Kombination Ihrer vielen Begabungen ergibt. Genießen Sie die Unperfektheiten des Alltags – all die krummen Winkel, aus denen sich der Variantenreichtum unseres Daseins speist.

Die verborgene Welt des Grundwassers

Etwa 70-mal so viel Wasser wie in allen Seen, Flüssen und Feuchtgebieten der Erde ist in den enormen unterirdischen Grundwasserströmen enthalten. Erst seit wenigen Jahren ist bekannt, dass in diesen riesigen Süßwasserreservoiren unter unseren Füßen eine fantastische Vielfalt kleiner und kleinster Lebewesen wohnt – darunter einige, die schon seit Jahrmillionen als ausgestorben galten. Nirgends auf der Erde werden zurzeit so viele neue Arten entdeckt wie im europäischen Grundwasser. Zusammen mit Bakterien und anderen Kleinstorganismen sorgen sie für die Sauberkeit der unterirdischen Wasserwelt.

Ohne es zu wissen, haben Sie bestimmt schon etliche dieser Kleinstkrebse und anderen bis zu 2 mm großen Tiere aufgenommen – viele davon sind übrigens nächste Verwandte der Dinosaurier. Auf und in jedem Menschen leben mindestens so viele Kleinstlebewesen wie Menschen auf der Erde. Viele davon enthalten in ihren winzigen Därmen wiederum eine Unzahl weiterer Lebewesen.

simplify-Konsequenz: Das Leben ist vielfältig in sich verschachtelt, und wir alle – auch Sie – sind selbst ein Teil eines hochkomplexen Systems. Das Wunderbare daran: Es funktioniert, auch wenn Sie nichts oder nur einen winzigen Bruchteil davon wissen oder gar verstehen. Wir Menschen staunen oft über Größe – die Größe des Weltalls, eines Wals oder eines Wolkenkratzers. Staunen Sie auch über das Kleine: über die Lebewesen, die das Grundwasser enthält, über das Glühwürmchen, das in der Sommernacht für eine Sekunde lang sichtbar wird, über das kleine Korn, das sich zu einer riesigen Pflanze auswächst, über die kleine freundliche Geste, mit der Sie jemand anderem unerwartet große Freude bereiten.

Zurück ins Wasser

Die ersten 9 Monate Ihres Lebens haben Sie im Element Wasser verbracht, vollständig umgeben von knapp 37 Grad warmem Fruchtwasser im Bauch Ihrer Mutter. Sie haben damit die viele Millionen Jahre alte Entwicklungsgeschichte der Spezies Mensch im Zeitraffer nachvollzogen, vom Einzeller zum im Wasser lebenden Wirbeltier, das eine Zeit lang deutlich erkennbare Schwimmhäute zwischen den Fingern aufweist. Erst im Moment Ihrer Geburt stellte Ihr Körper um auf Lungenatmung!

simplify-Konsequenz: Von der 1963 verstorbenen Dichterin Sylvia Plath stammt der schöne Satz: „Es gibt wahrscheinlich ein paar Dinge, die ein heißes Bad nicht heilt. Aber mir fallen gerade nicht viele ein.“ Nutzen Sie die Urenergie von körperwarmem Wasser – sei es in einer Therme oder auch in der altbewährten Badewanne. Sehen Sie Schwimmen nicht nur als Sport (mehr dazu im Artikel auf Seite 17), sondern auch als Rückkehr in das Element, aus dem Sie kommen.

Autorin: Dr. Ruth Drost-Hüttl


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