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Besser leben mit Asthma: 10 hilfreiche Tipps für den Alltag


Die Diagnose Asthma bronchiale ist für Betroffene zunächst ein Schreck, doch  mit einigen Tricks lässt sich auch mit Asthma ein ganz normales Leben führen.

1. Regelmäßige Bewegung

Aus Angst die Lunge zu überlasten, verzichten viele Asthmatiker vollständig auf Sport und schaden sich damit selbst. Der Lunge tun nämlich vor allem Ausdauersportarten wie Walken, Radfahren oder Schwimmen gut. Im Zweifelsfalle sollte Rücksprache mit dem behandelten Arzt gehalten werden, ob die gewünschte Sportart gut geeignet für Asthmatiker ist und ob eventuell ein Medikament eingenommen werden muss.

2. Rauchfreie Umgebung

Dass Asthma-Patienten selbst auf das Rauchen verzichten sollten, versteht sich eigentlich von selbst. Sie sollten jedoch auch ihre nähere Umgebung bitten, auf das Rauchen in ihrer Gegenwart zu verzichten damit die Lungen nicht durch den Zigarettenrauch zusätzlich gereizt werden. Stark verrauchte Räume sollten vermieden werden.

3. Pollen- und Staubfreies Schlafzimmer

Gerade bei allergischem Asthma, das durch Hausstaubmilben oder Pollen verursacht wurde, ist ein sauberes staubfreies Schlafzimmer wichtig. Kuscheltiere, Vorhänge, Bettüberwürfe und flauschige Teppiche sollten entfernt werden, da sich darin besonders gerne Hausstaubmilben tummeln. Für Matratzen und Bettwäsche sind spezielle milbendichte Bezüge erhältlich. Um die Pollenbelastung im Frühling zu reduzieren, sollte im Schafzimmer nur morgens und abends kurz durchgelüftet werden.

4. Stress vermeiden

Atemnot entsteht oft durch Stress und Hektik. Bemerkt der Asthmatiker dann die beginnende Atemnot, verfällt er in Panik und schon entsteht ein Teufelskreis. Es ist also sinnvoll, den Tagesplan einerseits gut zu organisieren und andererseits nicht zu dicht zu takten, damit erst gar kein Stress entstehen kann. Sehr hilfreich sind auch tägliche Yoga-Übungen oder autogenes Training zum Stressabbau.

5. Atemgymnastik lernen

Zwar lässt sich durch Atemgymnastik keine dauerhafte Besserung des Asthmas erreichen, doch sie kann gerade im Notfall wichtig sein um akute Luftnot zu lindern. In speziellen Kursen lernen Asthmatiker daher für sie wichtige Übungen wie die sogenannte Lippenbremse und die richtige Körperhaltung, die das Durchatmen erleichtert. Bei der Lippenbremse wird mit gespitzten Lippen langsam und betont ausgeatmet (als ob ein Heißgetränk mit Luft abgekühlt werden soll), wodurch eine zusätzliche Verengung der Bronchien bei Atemnot verhindert wird. Die hilfreichste Körperhaltung bei akuter Atemnot ist hingegen die Kutscherhaltung, bei der die Ellbogen auf die Knie gestützt werden.

6. Gegen Übergewicht angehen

Menschen, die unter Übergewicht leiden, tun sich schwerer im Umgang mit der Krankheit als Normalgewichtige. Eine finnische Studie stellte fest, dass sich bei übergewichtigen Asthmatikern die Lungenfunktion nach einer Diät nachweislich verbesserte. Ihre Lungen waren kräftiger und verfügten über ein größeres Volumen beim Ein- und Ausatmen. Im weiteren Beobachtungszeitraum litten sie seltener unter akuten Asthma-Anfällen und benötigten weniger Medikamente.

7. Viel trinken

Wer etwa zwei Liter Wasser pro Tag zusätzlich trinkt, fördert die Gesundheit auf vielfältige Weise und erleichtert das Abnehmen. Auch die Lunge profitiert von der Flüssigkeitszufuhr, denn so bleibt der Bronchialschleim flüssiger und lässt sich leichter abhusten. Dies verringert die Gefahr von Atemnöten durch zähen Schleim.

8. Notfall-Medikamente dabei haben

Neben der Langzeitmedikation, die regelmäßig zuhause eingenommen werden sollte, benötigt jeder Asthma-Patient auch Notfall-Medikamente, die nur im Bedarfsfall eingenommen werden - und dann schnell wirken müssen. Meist werden Beta 2-Sympathomimetika eingesetzt, die die Muskulatur der Atemwege entspannen und sie öffnen. Auch Cortison-Tabletten werden manchmal verschrieben. Am besten ist es, mehrere Notfall-Medikamente in den meist benutzten Hand- und Sporttaschen, in der Schreibtischschublade im Büro und im Handschuhfach des Autos zu haben (aber auf das Haltbarkeitsdatum achten!). Allein die Gewissheit, im Notfall das richtige Medikament stets griffbereit zu haben, lindert Stress und Sorgen.

 

Bild: www.healthexpress.de/beta-2-sympathomimetika.html

9. Peak Flow Werte regelmäßig messen

Ganz wichtig ist die tägliche Kontrolle des Peak Flow, d.h. die Weite der Atemwege. Diese wird dreimal täglich (direkt nach dem Aufstehen vor der Einnahme eines Medikamentes, mittags und abends) mit dem Peak-Flow-Meter gemessen. Schwanken die Werte immer wieder, ist das Asthma nicht korrekt eingestellt und der Arzt sollte sich mit einer Änderung befassen.

10. Tagebuch führen

Nach der Diagnose-Stellung überreichen die meisten Ärzte ihren Patienten ein spezielles Asthma-Tagebuch. Darin werden nicht nur die täglichen Peak Flow-Werte eingetragen, sondern auch weitere Faktoren wie die Nutzung von Notfallmedikamenten, besondere Vorfälle, Sport und mehr. Über Wochen hinweg ergibt sich so eine wertvolle Dokumentation zum eigenen Zustand. Im Idealfall erreichen die Werte "Grün" im sogenannten Ampelschema: Mit 80-100% der persönlichen Bestwerte gilt das Asthma als gut eingestellt. Bei 60-80% gilt die Ampelstufe "Gelb", d.h. der Arzt sollte die Dauermedikation anpassen. Bei weniger als 60% des persönlichen Bestwertes steht die Ampel auf "Rot" - hier ist ein schneller Arztbesuch angesagt, denn die Werte müssen unbedingt korrigiert werden.


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