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Blutspende: So helfen Sie sich und anderen damit


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Über 80 % der Menschen brauchen mindestens 1-mal im Leben Spenderblut oder aus Blutplasma gewonnene Medikamente. Wahrscheinlich also auch Sie! Aber: Weniger als 5 % der Bevölkerung spenden Blut – die Scheu vor dieser einfachen Handlung ist unberechtigt groß. Wir sagen Ihnen, wie Blutspenden geht und was es Ihnen als Spender bringt.

Blutspenden gibt ein gutes Gefühl

Denn damit werden Sie zum Lebensretter. Darüber hinaus leisten Sie mit einer freiwilligen und unentgeltlichen Blutspende einen Beitrag dazu, dass Blut – ein menschliches Organ – nicht zur Handelsware verkommt, indem „für Lohn“ gespendet wird.
simplify-Tipp
für alle, die es nach der Lektüre dieses Artikels einmal versuchen wollen: Informieren Sie sich bei einem Blutspendedienst über Spendetermine in Ihrer Nähe. Auch Fragen bezüglich der Spendevoraussetzungen können Sie dabei schon loswerden.

Blutspenden dient Ihrer Gesundheit

Erstspender müssen zwischen 18 und 60 Jahren alt und gesund sein. Doch auch bei einigen chronischen Erkrankungen – etwa bei einem gut eingestellten Bluthochdruck – ist eine Spende möglich. Nach der prinzipiellen Klärung Ihrer „Spendefähigkeit“ durch einen Arzt genießen Sie auch vor jeder erneuten Spende einen kostenfreien Gesundheits-Check (körperliche Untersuchung und Laborkontrollen).

simplify-Tipp: Gehen Sie regelmäßig zum Blutspenden (z. B. vierteljährlich) und nutzen Sie so ganz nebenbei die Möglichkeit, Ihren Gesundheitszustand ärztlich überprüfen zu lassen. Zahlreiche gesundheitliche Probleme lassen sich so frühzeitig erkennen. Und: Betrachten Sie Blutspenden nicht als Belastung, sondern als Herausforderung für Ihren Körper, der er gut gewachsen ist, wenn Sie ihn mit gesunder Ernährung unterstützen.

Vor der Spende

Gehen Sie nicht mit leerem Magen zur Blutspende, verzichten Sie vorher aber auch auf besonders schweres Essen. Ganz wichtig: Trinken Sie ruhig ein Glas Wasser mehr als sonst. Durstgefühl ist Zeichen eines deutlichen Flüssigkeitsdefizits, und das sollten Sie auf jeden Fall vermeiden. Außerdem: Denken Sie daran, zur Spende einen gültigen Lichtbildausweis (Personalausweis, Reisepass, Führerschein) mitzubringen.

Das geschieht bei der Spende

Die Entnahme bei der Vollblutspende dauert nur etwa 5–10 Minuten. In dieser Zeit entspannen Sie sich auf einer bequemen Liege. Die rund 500 ml Spendevolumen entsprechen weniger als 10 % Ihres Blutbestands: Ein Erwachsener mit 70 kg hat ca. 5,5 l Vollblut. simplify-Tipp: Gönnen Sie Ihrem Kreislauf nach der Spende mindestens 15 Minuten Ruhe, damit er sich auf den eingetretenen Volumenverlust einstellen kann. Nutzen Sie – sofern von der Spendeeinrichtung angeboten – die Chance für einen kleinen Imbiss, und vor allem: Trinken Sie! So kann Ihr Körper das verloren gegangene Volumen binnen weniger Stunden ausgleichen.

Das Beste für Sie: Ihr eigenes Blut

Bei Ihnen steht eine größere Operation an (z. B. Hüft- oder Kniegelenkersatz, größere Wirbelsäulen-OP)? Fragen Sie nach, ob voraussichtlich eine Blutübertragung notwendig ist.Wenn ja, sollten Sie eine Eigenblutspende in Erwägung ziehen. Dadurch können Sie den Einsatz von Fremdblut mit den dazugehörenden Risiken (Infektion, Unverträglichkeiten) reduzieren oder sogar ganz vermeiden. simplify-Tipp: Lassen Sie sich nicht davon irritieren, wenn der Operateur argumentiert: „Da es ohnehin nicht möglich sein wird, den gesamten Blutverlust mit Eigenblut zu kompensieren, können wir gleich darauf verzichten.“ Eigenblutspenden und zusätzliche Sammlung von Wundblut mit anschließender Aufbereitung vor der Wiedergabe machen auch bei größeren OPs Fremdblut oft überflüssig.

Ihr Fahrplan für eine Eigenblutspende

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Blut ist nur begrenzte Zeit lagerbar. Sie können also leider nicht schon heute vorsorglich ein „Eigenblut-Konto“ anlegen. 6 Wochen vor einem fest geplanten OP-Termin sollten Sie mit dem Spenden beginnen. Je nach Hämoglobin-Konzentration geht das sogar 2- bis 3-mal in diesem Zeitraum. simplify-Tipp: Fragen Sie gleich bei der Vereinbarung des OP-Termins, ob Ihr Krankenhaus die Möglichkeit zur Eigenblutspende bietet. Wenn nicht, wenden Sie sich an den nächsten Blutspendedienst.

(Nicht nur) für Blutspender gut: Eisenhaltige Ernährung

Viele Menschen (vor allem Frauen) leiden – auch ohne Blut gespendet zu haben – unter Eisenmangel. Es ist daher sinnvoll, auf eisenhaltige Ernährung zu achten. Besonders eisenhaltig sind: (getrocknete) Pilze, Gewürze (Koriander, schwarzer Pfeffer, Zimt), Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Petersilie, Dörrobst, Austern, Sardinen, Schrimps, (Hasel-) Nüsse, Sonnenblumenkerne und Pistazien. Weiße Bohnen und Sojabohnen enthalten bis zu 8-mal so viel Eisen wie Rindfleisch! Vermeiden Sie es, eisenhaltige Lebensmittel mit „Eisenaufnahme-Killern“ wie Schwarztee, Kaffee oder Milchprodukten zu kombinieren. Gut für die Verbesserung der Eisenaufnahme sind dagegen Vitamin- C-haltige Getränke.

Bei Eigenblutspenden ist – möglichst schon 1 Woche vor der ersten Entnahme – eine zusätzliche Eisenzufuhr angesagt. Wichtig: Lassen Sie sich dafür Tabletten mit so genanntem zweiwertigem Eisen verschreiben.

Bei Tabletten gilt es allgemein ein paar Regeln zu befolgen, damit sich die voll Wirkung entfalten kann. Daher haben wir für Sie die wichtigsten Fakten zur Medikamenteneinnahme gesammelt!


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