Weitere Gesundheitstipps

Diabetes vermeiden


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Ihr Lebensstil entscheidet über Ihr Erkrankungsrisiko

Die Zuckerkrankheit (im Fachjargon der Diabetes mellitus) ist eine der in Deutschland am schnellsten zunehmenden Zivilisationskrankheiten. Im Jahre 2007 waren ca. 8,9 % der deutschen Bevölkerung wegen Diabetes in ärztlicher Behandlung. Die Ursachen: neben einer erblichen Veranlagung vor allem zu viel fettreiches Essen, zu wenig Bewegung und Übergewicht.

Diabetes kostet Lebensqualität

Diabetes ist keine harmlose Alterserscheinung („Alterszucker"), denn die Folgen eines nicht behandelten Diabetes sind alles andere als harmlos: geschädigte Augen (bis zur Erblindung), Herz (Infarktgefahr), Nieren (bis zur Abhängigkeit von der Dialyse) und Durchblutungsstörungen (Extremfall: Amputation). Ein Genießen des Älterwerdens ist dann nicht mehr möglich. Absolute Horrorvision ist der fußamputierte, blinde Diabetiker mit verbleibenden Lähmungen, der 3-mal wöchentlich zur Dialyse muss. Diese Vision ist leider in der Realität nicht so überzeichnet, wie sie im ersten Moment wirkt.

Anzeichen für Diabetes

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Die folgenden Symptome müssen nicht, sondern können auftreten und sind dann absolute Alarmzeichen: Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Erschöpfung, abnehmende Leistungsfähigkeit, Durst, dadurch vermehrte Flüssigkeitsaufnahme und häufiger Harndrang, Sehstörungen, trockene, juckende Haut, schlecht heilende Wunden, Infektionsanfälligkeit.

Diabetes ist vermeidbar

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Die 3 wichtigsten Maßnahmen, mit denen Sie Ihr Diabetesrisiko mindern können, lassen sich auf eine echte simplify-Formel bringen: Bauch weg, mehr Ballaststoffe, mehr Bewegung.

Bauch weg

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Gestalten Sie Ihren Speiseplan fettarm. Essen Sie sich an Brot, Kartoffeln, Reis, Nudeln, Gemüse und Obst satt. Nutzen Sie alle Fett-Spar-Möglichkeiten: Bevorzugen Sie Milchprodukte mit maximal 1,5 % Fett und essen Sie keinen Käse mit mehr als 45 % Fett in der Trockenmasse. Wählen Sie fettarme Wurstsorten wie Schinken, Corned Beef und dünn geschnittenen Aufschnitt. Lassen Sie Mettwurst, Salami, Leberwurst und Fleischwurst zur seltenen Delikatesse werden. Entfernen Sie sichtbare Fette bei Fleischstücken. Lassen Sie das Stück Fleisch immer kleiner ausfallen als die Gemüseportion.

Verwenden Sie pro Tag nicht mehr als 2 bis 3 Esslöffel sichtbare Fette (Butter, Margarine, Sahne). Bevorzugen Sie dabei pflanzliche Fette. Vor allem Olivenöl enthält die wichtigen ungesättigten Fettsäuren. Achten Sie auf versteckte Fette in „süßen Fettigkeiten" (Schokolade, Kuchen, Kekse).

Mehr Ballaststoffe

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Sie machen satt und beeinflussen Ihren Blutzuckerspiegel positiv. Geben Sie Vollkornprodukten bei Brot, Reis und Nudeln den Vorzug gegenüber Produkten aus weißem Mehl. Essen Sie täglich 5 Portionen (das sind 5 Hände voll) Obst und Gemüse, möglichst in roher oder knackig gegarter Form.

Mehr Bewegung

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Studien zeigen, dass regelmäßige körperliche Aktivität das Risiko für die Entstehung des Diabetes (Typ 2) eindeutig verringert. Bewegen Sie sich deshalb täglich mindestens 20 bis 30 Minuten. Besonders empfehlenswert sind dabei Ausdauerbewegungsarten wie etwa Gehen, Laufen, Radfahren oder Schwimmen. Beachten Sie den Ur-simplify-Tipp: Treppe statt Fahrstuhl oder Rolltreppe. Erledigen Sie kleine Botengänge zu Fuß. Parken Sie Ihr Auto ruhig ein wenig weiter weg. Ein Abendspaziergang vor dem Schlafengehen trägt zur Entspannung bei und sorgt für eine gute Nachtruhe.

Unverzichtbar: Gesundheits-Check

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Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Blutzuckerspiegel. Das ist bereits in Apotheken möglich. Morgens vor der 1. Mahlzeit („nüchtern") sollte der Wert nicht über 125 mg/dl und tagsüber nicht über 200 mg/dl liegen. Wenn Sie nüchtern Werte zwischen 110 und 125 sowie Tageswerte zwischen 140 und 200 mg/dl haben, ist Ihr Diabetesrisiko bereits stark erhöht. Die 3-B-Methode und ein Arztbesuch sind dann auf jeden Fall erforderlich.

Ein 2. wichtiger Wert ist der HbA1c-Wert, das „Blutzuckergedächtnis" Ihres Körpers. Er kann beim Arzt bestimmt werden, liegt in der Regel zwischen 3 und 6 % und sollte auch bei Diabetikern möglichst unter 7 % liegen.

Lassen Sie mindestens 1-mal pro Jahr auch Ihre Cholesterinwerte bestimmen. Ein Cholesterinspiegel von 250 mit einem LDL-Anteil von über 160 ist in jedem Fall gefährlich.

Achten Sie auf Ihren Blutdruck. Bluthochdruck beginnt ab Werten von 140/90 mmHg und schädigt unbemerkt Ihr Herz- und Kreislaufsystem.

Zahlen allein sind noch keine Krankheit

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Lassen Sie sich von einzelnen erhöhten Werten nicht verrückt machen. Erst die Kombination von hohen Blutzuckerwerten, zu viel Cholesterin, erhöhtem Blutdruck und Übergewicht ist gefährlich. Sie wird in Fachkreisen als „tödliches Quartett" bezeichnet. Die gute Nachricht: Eine Umstellung Ihrer Lebensweise kann die Messwerte und Ihr Risiko rasch zum Besseren wenden.

Autorin: Susanne Scherer


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