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Gesünder mit mehr Körperbewusstsein


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Hören Sie auf Ihren Körper – einen besseren Arzt als ihn finden Sie nicht

Warum habe ich eine so schlechte Kondition? Warum immer wieder diese Krankheiten? Der gleiche Schmerz im Rücken, im Kopf, in der Lunge? Viele Menschen empfinden ihren Körper als ein widerspenstiges Tier, das erzogen werden muss. Sie gewöhnen ihr Körpertier an chronische Schmerzen, gönnen ihm wenig Schlaf und Bewegung oder treiben es mit Training oder Diäten an seine Grenzen. Sträubt sich das Tier, versuchen sie, es mit medizinischen Brachialmethoden zu reparieren. Dabei staunen sie, wie viel sich dieses Tier gefallen lässt und unter welch extremen Bedingungen es noch funktioniert – Bedingungen, die bei Tieren meist längst unter den Begriff Tierquälerei fielen.

Kooperation statt Gewalt

Monty Roberts verbrachte seine Kindheit damit, Cowboys bei der Arbeit zuzuschauen. Er sah, wie die Männer mit Bestrafung, Gewalt und Unterwerfung wilde Mustangs zähmten. Aber Roberts bemerkte, wie die Pferde untereinander in einer feinen Gebärdensprache miteinander kommunizierten. Wenn die Menschen diese Sprache erlernen könnten, dachte er sich, müssten die Tiere doch viel leichter mit den Menschen kooperieren. Daraus entwickelte er eine sehr effiziente Methode, mit der sich auch bockigste Pferde in 30 Minuten auf sanfte Weise führen und reiten ließen. Seine Methode wurde unter dem Namen „Pferdeflüstern“ berühmt und verfilmt. Roberts’ Grundidee lässt sich auf uns übertragen: Geben Sie Ihrem Körper nicht fortwährend Befehle, sondern hören Sie. Erlernen Sie die Sprache Ihres Körpers.

Durchschauen Sie Ihr Körperbild

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Denken Sie an Ihren Körper: Welches Bild fällt Ihnen dazu ein? Schließen Sie die Augen, bevor Sie weiterlesen, und merken Sie sich den ersten Gedanken, der Ihnen dazu in den Sinn kommt.

Was ist Ihr Bild? Ist Ihr Körper ein alterndes Haus? Ein wildes Tier? Ein Gefängnis? Eine schützende Schale? Oder sträuben Sie sich gegen ein solches Bild, weil Sie sich vollkommen identisch fühlen mit Ihrem Körper? Es gibt keine richtige Antwort. Aber Ihre Antwort hat Folgen. Was Sie gerade vollzogen haben, geschieht jeden Tag mehrere Hundert Mal: Ihr Geist nimmt Kontakt auf mit Ihrem Körper. Möglicherweise hat die Art dieses Kontakts größeren Einfluss auf Ihre Gesundheit als Ernährung, Umwelteinflüsse oder Erbanlagen.

Zeichnen Sie Ihren Körperdialog auf

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Beobachten Sie 1 Tag lang den Gedankenstrom, den Sie an Ihren Körper senden: Warum bin ich so dick? – Ich brauche ein Aspirin! – Ich hasse meine Nase. Binden Sie sich notfalls ein Schmuckstück oder eine Armbanduhr um Ihren Gürtel, um sich während des Tages daran zu erinnern. Sie werden erstaunt sein, mit wie vielen destruktive Botschaften Sie während eines einzigen Tages Ihr lebenswichtiges Lebewesen überschütten.

Schalten Sie um auf Hören und Danken

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Machen Sie es wie der Pferdeflüsterer: Hören Sie aufmerksam, was Ihr Körper Ihnen sagen möchte, und versorgen Sie ihn mit aufmunterndem Lob. Sagen Sie, was Sie Ihrem Körper verdanken, und wenn es Ihnen noch so lahm vorkommen mag. Ihre Arme, deren schlaffe Haut Sie vielleicht hassen, können wunderbar Ihr Auto lenken. Die Nase, deren Form Sie sich anders wünschen, vermittelt Ihnen beim Essen großartigsten Genuss. Rühmen Sie Ihren Körper, wie Sie ein Pferd beim Training motivieren würden: Jawohl, Arm! Sehr gut, weiter so!

Schmerzen lassen nach

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Probieren Sie es, auch wenn es Ihnen absurd vorkommen mag: Der Effekt ist dramatisch. Wenn ein Körperteil ganz besonders wehtut – behandeln Sie es wie einen Menschen, den Sie ganz besonders lieben. Das ist am Anfang schwer. Sie hassen Ihren Rücken, weil er Sie mit diesen Schmerzen quält. In Schmerzseminaren kommt es vor, dass Patienten dabei weinen, weil Sie zum 1. Mal in ihrem Leben Liebe empfinden für dieses Organ.

Süchte hören auf

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Der gleiche Effekt kann Ihnen helfen, das Rauchen, Trinken oder ungesundes Essen aufzugeben. Liebkosen Sie Ihre vom Tabakqualm gequälte Lunge, Ihren vom Alkohol vergifteten Blutkreislauf oder den Fettring um Ihren Bauch, auch wenn sich alles in Ihnen dagegen sperrt.

Hüten Sie Ihren Körperschatz

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Das Haupthindernis für die volle Harmonie zwischen Pferd und Reiter ist Angst. Pferde sind furchtsame Tiere. Die wichtigste Aufgabe des Pferdeflüsterers ist es, dem Pferd das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Auch unser menschlicher Körper ist von Natur aus eher furchtsam. Das gehört zu seiner in Hundertausenden von Jahren gewachsenen Klugheit. Der Mensch ist wie das Pferd ein Fluchttier. Die wenigsten Gefahren in der wilden Urzeit konnte er durch Angriff meistern, und so durchzieht unseren Körper auch mitten in der behüteten Zivilisation eine elementare Angst: vor körperlichen Schmerzen, vor Ablehnung durch andere, vor intellektuellem Versagen.

Zugleich erleben wir Momente völliger Geborgenheit und Angstfreiheit. Unser Körper speichert sie und erinnert sich daran bei drohender Gefahr. Diesen Vorgang können Sie durch Nachdenken ganz wesentlich unterstützen. Schreiben Sie eine Liste mit Momenten der Wonne und Seligkeit. Damit machen Sie sich Ihre unbewusste Schatztruhe bewusst und trainieren für Notfälle: Es gibt Berichte von Schlaganfallpatienten, die durch Aktivierung ihres positiven Körpergedächtnisses Lähmungen besiegen konnten.

Fordern Sie Ihren Körper

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Sind Sie in gutem Kontakt mit Ihrem Tier, will Ihr Körper nicht einfach in Ruhe gelassen werden, sondern er brennt wie ein Rennpferd darauf, etwas für Sie zu tun. Fordern und fördern Sie Ihren Körper auf den Gebieten, auf denen er besonders gut ist. Es muss nicht jeder ein Jogger werden. Auch mit Klavierspielen, Gartenarbeit, Möbel bauen oder chinesischem Schattenboxen verlangen Sie Ihrem Körper in guter Weise etwas ab. In dem breiten Bereich zwischen „zu wenig“ und „zu viel“ vereinen sich Körper und Geist am besten – so intensiv, dass Sie vergessen werden, zu altern.

Diese Gedanken wurden inspiriert durch einen Artikel von Martha Beck im amerikanischen The Oprah Magazine, Ausgabe Oktober 2003.

Autor: Tiki Küstenmacher


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