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Maßnahmen für gesunde und schöne Zähne


Nichts ist schöner als ein strahlendes Lächeln. Doch gesunde Zähne kommen nicht von selbst, sie müssen täglich gepflegt werden. Jeder weiß wohl, dass Zucker Karies begünstigt und dass tägliches Zähneputzen wichtig ist. Doch es gibt noch immer Fakten rund um die Zahnpflege, die vielen nicht bekannt sind. Welchen Nutzen hat Fluorid in der Zahncreme? Schadet Bleaching den Zähnen wirklich? Ist es immer ratsam, direkt nach dem Essen die Zähne zu putzen und was ist eigentlich ein Zungenschaber? Diese und weitere wichtige Fragen rund um das Thema Mundhygiene werden nun beantwortet.

Gibt es gute und schlechte Zahnbürsten?

Wer im Supermarkt vor dem Regal mit den Zahnbürsten steht, stellt schnell fest, dass die Auswahl an verschiedenen Modellen riesig ist. Da gibt es elektrische Zahnbürsten, Zahnbürsten aus Naturborsten oder Kunststoffbürsten mit ganz unterschiedlichen Härtegraden. Doch welche Zahnbürste ist denn eine gute Zahnbürste oder ist dies dem individuellen Geschmack überlassen?

Eine gute Handzahnbürste verfügt über abgerundete Kunststoffborsten. Diese trocknen schnell, sodass sich darin keine Bakterien bilden können. Anders sieht es bei langsam trocknenden Naturborsten aus. Von diesen ist abzuraten, da sie ein guter Nährboden für verschiedene Bakterien sind. Der Härtegrad der Zahnbürste sollte weich bis mittel sein, denn harte Borsten können das Zahnfleisch leicht verletzten. Eine gute Handzahnbürste hat zudem eher einen kleinen Kopf, sodass damit auch die hinteren Winkel des Mundes erreicht werden können. Wie apotheken.de zu entnehmen ist, raten Experten zudem dazu, stets eine Zahnbürste mit einfachem und ebenem Borstenfeld zu wählen, auch, wenn die zahlreichen namhaften Hersteller mit besonders angeordneten Borsten werben. Elektrische Zahnbürsten sind bequemer als Handzahnbürsten, jedoch sind ihre Ersatzköpfe auch verhältnismäßig teuer. Dafür reinigen sie jedoch erwiesenermaßen gründlicher als Handzahnbürsten, da sie auch in engen Zwischenräumen und schwer zu erreichenden Stellen die richtigen Putzbewegungen durchführen.

KAI- oder BSS-Methode – welche ist die bessere Putztechnik?

Die gängigsten Zahnputzmethoden sind die KAI- sowie die BASS-Methode, die nun kurz erklärt werden sollen:

Die KAI-Methode:

Die BASS-Methode:

Fest steht, beide Methoden eigenen sich sehr gut zur Zahnreinigung. Ihrer Einfachheit halber, wird die KAI-Methode jedoch eher für Kinder empfohlen, während Erwachsene mit der BASS-Methode putzen sollten.

Welchen Nutzen haben Zusatzstoffe wie Fluorid in der Zahncreme?

Auf vielen Zahnpasten ist der Hinweis „enthält Fluorid“ zu finden, doch welchen Nutzen hat dieser Zusatzstoff?

Bei Fluorid handelt es sich um ein Mineral, welches den Zahnschmelz festigt. Das macht ihn widerstandsfähiger gegen Säureangriffe und die Entstehung von Karies. Kinderzahnpasta sollte weniger Fluorid enthalten, da gerade Kleinkinder häufig auch mal die Zahnpasta verschlucken und zu viel Fluorid nicht gut für den Körper ist. Andere Zusätze, die zur Mineralisierung der Zähne beitragen und somit empfehlenswert sind, sind Chlorhexidin sowie Amin- und Zinnfluoridlösungen.

Muss Zahnseide wirklich jeden Tag verwendet werden?

Werden die Zähne gründlich geputzt, ist die tägliche Verwendung von Zahnseide überflüssig, so die landläufige Meinung. Doch das stimmt so nicht. Keine Zahnbürste kann die Zahnzwischenräume ausreichend reinigen und die sich dort absetzenden Rückstände führen bereits nach kurzer Zeit zu Zahnstein. Dieser wiederum kann zu Parodontose und somit schlimmstenfalls zum Zahnverlust führen. Deshalb sollten jeden Abend vor dem Zähneputzen mit etwas Zahnseide die Zahnzwischenräume gereinigt werden. Wer mit der Handhabung nicht zurechtkommt, kann sich auch für kleine Zahnzwischenraumbürsten entscheiden. Diese gibt es beispielsweise in Apotheken oder auch direkt in vielen Zahnarztpraxen zu kaufen.

Wie sinnvoll ist eine professionelle Zahnreinigung?

In vielen Zahnarztpraxen wird die professionelle Zahnreinigung von speziell dafür ausgebildeten Mitarbeitern, etwa einem Prophylaxe-Assistenten oder einem Dentalhygieniker durchgeführt. Der Mitarbeiter entfernt mit Bürsten oder Zahnseide, speziellen Handinstrumenten sowie Ultraschallgeräten die weichen und harten Zahnbeläge. Pulverstrahlgeräte beseitigen die Rückstände von Nikotin, Kaffee oder Tee. Raue Stellen werden mit einer fluoridhaltigen Paste poliert, was die Zahnoberfläche glatt und glänzend macht und die Neubildung von Zahnbelägen erschwert. Zu guter Letzt wird noch ein Schutzfilm mittels fluoridhaltiger Gele oder Lacke aufgetragen. Wie dem Ratgeber von Ergodirekt.de zu diesem Thema zu entnehmen ist, ist eine professionelle Zahnreinigung, wenn nötig, grundsätzlich immer empfehlenswert, vor allem aber dann, wenn ein erhöhtes Karies- oder Parodontoserisiko besteht. Zahnärzte raten dazu, die Zähne ein- bis zweimal im Jahr professionell reinigen zu lassen.

Schadet ein Bleaching den Zähnen wirklich?

Das Bleichen der Zähne hat den Zweck, die Farbe einzelner Zähne oder ganzer Zahnreihen aufzuhellen. Es handelt sich dabei um eine rein kosmetische Therapie. Einen gesundheitlichen Nutzen hat das Bleaching nicht. Gebleicht wird entweder mittels Wasserstoffperoxid oder Harnstoffperoxid. Die Wirkstoffe dringen in den Zahnschmelz und das darunter liegende Dentin ein und hellen den Zahn auf. Das Bleaching kann entweder nach Anleitung durch den Zahnarzt zuhause oder aber in der Praxis durchgeführt werden. Doch es gibt Fakten, die bei der Überlegung, ob ein Bleaching überhaupt sinnvoll ist, beachtet werden sollten. Diese sind:

  • Zahnfüllungen und Zahnkronen können nicht aufgehellt werden
  • Die Zahnfarbe sollte höchstens um zwei Nuancen aufgehellt werden, denn schneeweiße Zähne wirken unnatürlich
  • Das Bleaching ist nicht von Dauer, mit der Zeit werden die Zähne wieder dunkler
  • Bläulich-schwärzliche Verfärbungen sind oft hartnäckig und können nicht immer erfolgreich beseitigt werden
  • Bleaching hat Nebenwirkungen, auf welche nun noch eingegangen werden soll

Grundsätzlich gehen Experten davon aus, dass ein Bleaching, welches korrekt und von einem Zahnarzt ausgeführt wird, den Zahnschmelz nicht angreift und den Zähnen nicht schadet. Dennoch treten beim Bleaching häufig Nebenwirkungen auf. Diese sind:

  • Überempfindlichkeit der Zähne auf Kälte und Wärme
  • Überempfindlichkeit auf Süßes und Saures
  • Irritationen des Zahnfleisches

Wie wirksam sind aufhellende Zahncremes?

Da Bleaching mitunter recht kostspielig ist, greifen viele Menschen zu aufhellenden Zahncremes. Doch ist das eine gute und günstige Alternative?

Aufhellende Zahncremes verfügen über Schleifpartikel, welche die Verfärbungen und Beläge von den Zähnen schleifen. Dabei verletzten sie jedoch den Zahnschmelz und teilweise sogar das Zahnbein. Der verletzte und durch die Schleifpartikel aufgeraute Zahnschmelz ist dann viel anfälliger für Bakterien und somit auch für Karies. Zudem haften Beläge an der aufgerauten Oberfläche deutlich besser, weshalb die Zähne kurze Zeit nach der Reinigung mit solch einer Zahncreme wieder verfärbt sind beziehungsweise sogar noch stärkere Verfärbungen aufweisen. Von der Benutzung solcher aufhellenden Zahncremes raten die meisten Zahnärzte deshalb ab.

Ist es immer ratsam, direkt nach dem Essen die Zähne zu putzen?

„Nach dem Essen, Zähneputzen nicht vergessen“ diesen Spruch kennen wohl die meisten. Es stimmt, dass sich die Bakterien im Zahnbelag, wird dieser nicht rechtzeitig entfernt, schnell vermehren und zu Karies führen können. Zusätzlich beschleunigt wird dies durch Zucker und Kohlenhydrate, welche in der Nahrung enthalten sind. Die Bakterien verstoffwechseln diese und wandeln sie in Säure um, welche wiederum den Zahnschmelz angreift und ihn porös und somit durchlässig für schadhafte Bakterien macht.

Doch es ist nicht immer ratsam, direkt nach dem Essen die Zähne zu putzen. Bestimmte Säuren, wie sie zum Beispiel in Zitrusfrüchten oder auch entsprechenden Säften, wie Orangen- oder Grapefruitsaft enthalten sind, weichen den Zahnschmelz auf. Wird dann direkt nach dem Verzehr geputzt, wird der wertvolle Zahnschmelz abgetragen. Um dies zu vermeiden, sollte nach dem Genuss von säurehaltigen Lebensmitteln mindestens eine halbe Stunde gewartet werden, bis die Zahnbürste zum Einsatz kommt. In dieser PDF findet sich eine Übersicht der säurehaltigen Lebensmittel.

Ersetzt eine Mundspülung das Zähneputzen?

Werbespots suggerieren, dass eine Zahnspülung durchaus ein Ersatz für die Verwendung der Zahnbürste sein könne. Dies stimmt jedoch nicht. Eine Zahnspülung ist lediglich einen Ergänzung zur täglichen Zahnpflege. Sie kann nach dem gründlichen Zähneputzen angewandt werden, um den Mundraum zusätzlich von schädlichen Bakterien zu befreien und für einen frischen Atem zu sorgen. Nur die mechanische Reinigung mittels Zahnbürste entfernt die festsitzende Plaque und massiert das Zahnfleisch, was für die Durchblutungsförderung wichtig ist. Lediglich für unterwegs, etwa bei langen Autofahrten, bei denen ein Putzen der Zähne mit der Bürste nicht möglich ist, ist eine Mundspülung eine gute Alternative. Zuhause sollte die Zahnbürste jedoch immer Vorrang haben.

Was hat es mit dem Zungenschaber und der Munddusche auf sich?

Ein Zungenschaber verfügt über weiche Lamellen, welche dazu dienen, vorsichtig den Belag von der Zunge zu schaben. Der Zungenbelag enthält jede Menge Bakterien und eine schonende Entfernung kommt somit der Mundhygiene entgegen. Zudem beugt die Entfernung des Belags der Entstehung von Mundgeruch vor. Wichtig ist, den Schaber stets vorsichtig anzuwenden, um die empfindliche Zungenoberfläche nicht zu verletzten. Die Munddusche wiederum verfügt über einen druckbetriebenen Wasserstrahl, der Essensreste aus den Zahnzwischenräumen spült. Sie kann zum Beispiel als Alternative zu Zahnseide genutzt werden, um vor dem Zähneputzen grobe Rückstände zu entfernen. Eine Alternative zu gründlichem Zähneputzen ist sie allerdings nicht.

Haben Zahnpflegekaugummis wirklich einen Nutzen?

Gute Zahnpflegekaugummis enthalten keinen Zucker, reinigen die Zähne mechanisch und regen zudem den Speichelfluss an. Der Speichelfluss ist deshalb so wichtig, weil er Bakterien und Säure wegschwemmt und seine Inhaltsstoffe zudem ein natürlicher Schutz für den Zahnschmelz sind, da sie ihn remineralisieren. Deshalb eignen sie sich durchaus für die Zahnpflege zwischendurch, wenn im Alltag, etwa im Büro, nicht geputzt werden kann.


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