Weitere Gesundheitstipps

Singen Sie sich frei!


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Nutzen Sie ein Gratis-Elixier Ihres Körpers

Singen trägt nicht nur zum psychischen Wohlbefinden bei, sondern steigert auch die Abwehrkräfte, speziell gegen Infektionen der oberen Atemwege. Das ergab eine 2004 veröffentlichte Studie von Wissenschaftlern der Universität Frankfurt/M. Der Musiktherapeut Wolfgang Bossinger ist aufgrund seiner langjährigen beruflichen Erfahrung überzeugt: Singen hat heilende Wirkung auf den Körper – von der Atmung bis zu Herz und Kreislauf – und die Seele. So profitieren auch Sie davon:

Aus voller Kehle

Sie haben Hemmungen, im Beisein anderer zu singen? Es gibt genügend Gelegenheiten, bei denen Ihnen niemand zuhört. Neben dem berühmten Geträller unter der Dusche oder in der Badewanne beispielsweise beim Haarefönen oder bei lauten handwerklichen Arbeiten.

simplify-Tipp: Singen Sie auch, wenn Sie beim Autofahren, bei einem Spaziergang im Wald, beim Radfahren oder beim Putzen alleine sind. Lassen Sie Ihre eingerostete Stimme wieder regelmäßig erklingen, und Sie werden bald merken, wie sich der Klang verbessert.

Sie können es!

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Vielleicht haben Sie als Kind gesagt bekommen: „Du kannst nicht singen.“ Lassen Sie sich davon nicht länger entmutigen. Im Musikunterricht damals kam es auf Leistung an, heute dagegen darauf, dass Sie Freude am Singen haben. Dem stehen ein paar schiefe Töne nicht entgegen. Ihr großer Vorteil gegenüber professionellen Sängern: Während die damit ihr Geld verdienen müssen und entsprechend gestresst sind, dürfen Sie sich als Gesangs-Laie dabei entspannen.

simplify-Tipp: Wenn Sie den Ton „machen“ wollen, quetschen Sie ihn heraus. Stellen Sie sich dagegen beim Singen vor, Sie nähmen den Ton entgegen, damit er durch Sie – wie durch ein Instrument – hörbar wird. Durch diese einfache Änderung der inneren Wahrnehmung entkrampfen sich Stimmbänder und Kehlkopf, die Töne kommen elegant und locker.

Aktion Lieblingslied

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Viele Menschen kennen eine Menge Lieder, aber davon nur die 1. Strophe.

simplify-Tipp: Lernen Sie zumindest von Ihrem Lieblingslied alle Strophen auswendig. Damit müssen Sie sich beim Singen nicht mehr auf die Worte konzentrieren, besitzen einen unverlierbaren Schatz und haben Ihr Gedächtnis trainiert.Wenn Sie derzeit keinen Favoriten haben, suchen Sie sich einen im Radio, im Kirchengesangbuch oder eines Ihrer alten Kinderlieder. Sind Sie auf der Suche nach einem bestimmten Liedtext, hilft meist www.songtext.net weiter.Hier finden Sie,wenn Sie nur ein paar Stichwörter wissen, Tausende von Liedertexten verschiedenster Interpreten – von Abba bis zu Frank Zappa. Die erforderliche Registrierung auf dieser Website ist kostenlos. Zu vielen Liedern lassen sich Text und Interpret auch finden, indem Sie den Liedanfang in www.google.de eingeben.

Singen Sie sich in Stimmung

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Geben Sie Ihren Gefühlen spontan durch Singen Ausdruck, oder nutzen Sie Lieder gezielt, um sich positiv zu stimmen. „Froh zu sein, bedarf es wenig“ bekämpft schlechte Laune. Eine meditative Melodie aus Taizé macht innerlich ruhig (zu finden unter www.taize.fr). Geben Sie Ihrer Trauer Ausdruck mit Tears in Heaven von Eric Clapton. Oder versetzen Sie sich mit den Wander- oder Geburtstagsliedern, die Ihre Eltern mit Ihnen gesungen haben, zu den positiven positiven Erlebnissen Ihrer Kindheit zurück.

simplify-Tipp: Singen Sie möglichst im Stehen, und wenn keiner zusieht, bewegen Sie sich zur Melodie. So fließt Ihre Stimme viel leichter.

Mit oder ohne Playback

Die wenigsten Menschen können vom Blatt singen. Um Neues einzuüben, singen Sie Lieder aus dem Radio oder von CD mit. Wenn Sie Ihren Lieblingssong optimal interpretieren möchten, besorgen Sie sich eine Playback-CD. Die enthält die Begleitung ohne Gesangsstimme (in Japan heißt das Karaoke). Playback-Versionen gibt es auch im Internet. An die 2.000 Songs bietet www.playbacks.net (meist 10 € pro Stück, kostenlose Demoversionen). Mitsingen zu aufgezeichneter Musik erfordert allerdings etwas Übung, weil Sie sich dem Tempo exakt anpassen müssen. Wenn Sie sich selbst mit Klavier oder Gitarre begleiten, können Sie Ihr eigenes Tempo und vor allem Ihre eigene Tonhöhe finden.

simplify-Tipp: Die meisten professionellen Aufnahmen (und die Tonarten in Liederbüchern) sind für den ungeübten Sänger zu hoch. In der Regel werden Lieder für viel mehr Menschen singbar, wenn sie um 2 Ganztöne tiefer gespielt werden.

In Gemeinschaft

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Rund 3 Millionen Menschen in Deutschland singen in Chören. Sie lassen sich professionell anleiten und genießen den Klang der Mehrstimmigkeit. Ebenso wichtig wie das musikalische Erlebnis ist für viele die dabei erlebte Gemeinschaft. Chöre sind gute Anlaufstellen, wenn Sie Anschluss suchen. Viele Musikbegeisterte haben dort sogar ihren Partner/ihre Partnerin gefunden.

simplify-Tipp: Lassen Sie sich nicht zur Mitgliedschaft überreden, sondern wählen Sie aktiv einen Chor, der in musikalischer Ausrichtung, Niveau, Altersstruktur und Geschlechterverteilung optimal zu Ihnen passt.

Zum Weiterlesen: Wolfgang Bossinger, Die heilende Kraft des Singens. Taumzeit-Verlag 2006. ISBN 393382561X. Preis: 26,90 €. Bossingers Website: www.healingsongs.de.


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