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So schützen Sie Ihre Privatsphäre


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Wie Sie sich in der Apotheke Ihre persönliche Vertrauenszone schaffen

„Sie können auf der Post eine Briefmarke vertraulicher erwerben als in der Apotheke eine Hämorrhoidensalbe“, schimpfte kürzlich der nordrhein- westfälische Gesundheitsminister Karl-Joseph Laumann. Stimmt.Was aber auch stimmt: Wenn Sie Diskretion schätzen, können Sie selbst einiges dazu beitragen. Die folgenden Apotheken-Tipps funktionieren auch in Arztpraxen oder anderen Beratungsstellen.

Nutzen Sie das Abseits

Viele Apotheken haben nicht nur eine, sondern mehrere Kassen an einer lang gezogenen Theke. Auch Arztpraxen empfangen ihre Patienten meist an einem langen Rundum-Tisch. Stellen Sie sich an den äußeren Rand. Geschulte Mitarbeiter wissen, dass Sie damit unauffällig den Wunsch nach einer vertraulichen Beratung unterstreichen möchten.

simplify-Tipp: Suchen Sie Blickkontakt zu denjenigen, von denen Sie bedient werden möchten. Sie zeigen damit, dass Sie nicht im Abseits stehen, um etwas ungestört zu betrachten, sondern dass Sie Kontakt wünschen.

Selbstbewusst auftreten

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Wer etwas unter 4 Augen regeln will, neigt dazu, sehr leise zu sprechen. Das führt jedoch oft zu unerwünschten Nachfragen, die dann alle Umstehenden erst recht mitbekommen. Außerdem erweckt eine unterdrückte Stimme selbst bei ganz normalen Anliegen leicht den Anschein, als handle es sich um eine peinliche Sache. Sprechen Sie deshalb deutlich und in Zimmerlautstärke.

Wenn Sie sich von der Öffentlichkeit an der Theke bedrängt fühlen, drücken Sie als Erstes klar Ihren Wunsch aus: „Ich habe ein Anliegen, über das ich gern in Ruhe mit Ihnen sprechen möchte.“ Damit geben Sie ein eindeutiges Signal – und bekommen eine diskrete Beratung an einem abgelegenen Tisch oder im dafür vorgesehenen Beratungsraum.

simplify-Tipp: Vermeiden Sie Stoßzeiten. Innenstadt-Apotheken sind vor allem in der Mittagspausenzeit überfüllt, Apotheken in Wohngegenden oft am späten Vormittag und am späten Nachmittag. Wählen Sie möglichst Zeiten, zu denen sich weniger Kunden oder Patienten vor Ort tummeln.

Kein Luxus, sondern Vorschrift

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Seit 1999 sind alle deutschen Apotheken per Verordnung dazu verpflichtet, die Vertraulichkeit der Beratung zu gewährleisten. Ihr Wunsch nach Diskretion ist also nicht irgendein Sonderanliegen, sondern die Erfüllung einer Vorschrift. Wenn Ihre Stammapotheke noch keine Klebelinie auf dem Boden oder kein Diskretionsschild am Tresen angebracht hat, fragen Sie danach. Das ist schließlich in anderen Geschäftsbereichen (Post, Banken) schon lange üblich.

simplify-Tipp: Apothekenangestellte unterliegen wie alle Heilberufler der Schweigepflicht. Auch haben sie in der Regel schon so viel erlebt, dass sie Dinge, die für ihre Kundschaft ein Tabu sind, ganz neutral betrachten. Behalten Sie das im Hinterkopf – das wirkt entspannend.

Gehen Sie mit gutem Beispiel voran

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Wenn Sie in einer Schlange stehen, achten Sie die Privatzone derjenigen vor Ihnen, indem Sie ausreichend Abstand halten und demonstrativ woanders hinsehen. Damit setzen Sie ein Signal für die anderen Wartenden und können, wenn Sie an der Reihe sind, eher mit ähnlich diskretem Verhalten rechnen.

simplify-Tipp: Wer im Verkaufsraum selbstbewusst auftritt, wird stärker respektiert. Halten Sie Ihren Körper gerade und blicken Sie den Apotheker/die Apothekerin direkt an, schließlich wollen Sie nichts Verwerfliches. Falls Ihnen trotz aller Signale ein anderer Kunde zu sehr auf die Pelle rückt, sagen Sie: „Bitte noch einen Augenblick Geduld, ich bin noch nicht fertig.“

Nutzen Sie das Telefon

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Greifen Sie daheim zum Hörer und erläutern Sie der Apothekerin oder der Sprechstundenhilfe zunächst telefonisch Ihr Anliegen. So bekommen die anwesenden Kunden/Patienten wenig oder gar nichts mit. Falls Sie danach noch persönlich kommen, ist Ihr Gesprächspartner vorbereitet und kann Sie diskret in die Beratungsecke leiten, Ihnen Ihr Rezept aushändigen oder Ihr bestelltes Päckchen reichen.

simplify-Tipp: Viele Apotheken bieten ihrer Kundschaft einen Lieferservice an.

Autor: Tiki Küstenmacher


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