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Zähne putzen: So geht's richtig!


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Die wenigsten Deutschen wissen, wie sie ihre Zähne richtig putzen! Eine Studie* ergab sogar, dass sich viele Erwachsene die Zähne auf dem Niveau von Grundschulkindern reinigen. Hier unsere simplify-Tipps fürs Zähne putzen:

Zur passenden Zahnbürste greifen

Falsch: Die Zahnbürste wird erst gewechselt, wenn die Borsten zur Seite wegstehen. Auch „je härter, desto besser“ ist beim Zähne putzen die falsche Devise! Das schadet dem Zahnschmelz und auf Dauer dem Zahnfleisch.

Richtig: Die Zahnbürste sollten Sie alle 4-12 Wochen wechseln, egal ob sie noch „gut“ ausschaut oder nicht. Bakterien, Keime und Pilze lassen sich mit bloßem Auge schlecht erkennen. Wählen Sie einen mittelharten Bürstenkopf mit abgerundeten Kunststoffborsten. Üben Sie beim Putzen nur leichten Druck aus – er sollte etwa 150-200 Gramm betragen. Wie viel das ist, können Sie herausfinden, indem Sie mit der Zahnbürste probehalber auf eine Küchenwaage drücken.

simplify Tipp: Wenn Sie dazu neigen, Ihre Zähne hart zu schrubben, sind Sie mit einer elektrischen Zahnbürste besser beraten. Es gibt Modelle, die das Putzen unterbrechen oder in einen sanfteren Modus umschalten, wenn Sie zu harten Druck ausüben.

Die Zahnbürste richtig bewegen

Falsch: Kreisende Bewegungen ist die verbreitetste Technik zum Zähne putzen. Dabei verletzt die Zahnbürste häufig das Zahnfleisch und bakterielle Beläge gelangen durch das Kreisen unter den Zahnfleischrand.

Richtig: Fegen oder Ausstreichen und Rütteln – immer vom Zahnfleisch zu den Zähnen hin! – schont das Zahnfleisch und wischt die Bakterien weg. Die Zahnbürste dabei leicht gekippt halten. Das gilt für die Außen- und Innenflächen der Zähne. Bei den Kauflächen dürfen Sie auch hin- und herbürsten oder kreisen.

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Den Zeitfaktor beachten

Falsch: Die Zähne rasch und unaufmerksam putzen. So erzielt man kaum die beste Reinigungsleistung. Immer wieder ist zu lesen, man solle die Zähne nicht direkt nach dem Essen putzen, damit sich der Zahnschmelz erst regenerieren kann. Aus dem Grund lassen viele unter Zeitdruck das Zähne putzen ganz sein.

Richtig: Mindestens 2, besser 3 Minuten konzentriert Zähne putzen! Gerade säurehaltige Lebensmittel, z. B. einige Obstsorten oder Soft-Drinks, können den Zahnschmelz aufrauen – das stimmt. Damit Sie diesen beim anschließenden Putzen nicht abtragen, gibt es einen simplify-Trick: Die Säuren lassen sich mit kalziumhaltigen Lebensmitteln oder durch eine fluoridhaltige Mundspülung etwas neutralisieren. Ein Stück Käse zum Nachtisch, eine Mundspülung mit Milch oder einer Spüllösung – und Sie brauchen nach dem Essen keine 30-60 Minuten zu warten, um die Zähne zu putzen!

simplify-Tipp: Bei ganz empfindlichen Zähnen helfen spezielle Sensitiv-Zahnpasten, die Sie regelmäßig verwenden sollten. Wer auf Fluorid verzichten möchte, kann zu einer sogenannten „Repair“-Zahncreme greifen. Schon ein einziger Wechsel zu einer Zahnpasta mit stärkerem Abrieb oder mehr Menthol lässt so manchen Zahn bei Berührung, Heißem oder Kaltem empfindlich reagieren! Hat es einen Zahn besonders stark erwischt, z. B. nach dem Genuss von Ananas, Kiwi oder sauren Süßigkeiten, können Sie ihn per Hand einfach mit fluoridhaltiger Sensitiv-Zahncreme einreiben!

Die Zahnzwischenräume nicht vergessen

Falsch: Viele Menschen haben zwar Zahnseide oder Zwischenraumbürsten, benutzen diese aber selten. Damit vernachlässigen sie ihre Zahnzwischenräume und schwer zugängliche Stellen im Mundraum: Karies hat somit ein leichtes Spiel.

Richtig: Zahnseide oder Interdentalbürsten täglich benutzen, am besten bei jedem Zähne putzen! Sie entfernen schädlichen Biofilm (Plaque) und Essensreste. Sie können die Zwischenräume vor oder nach dem Zähne putzen reinigen – wichtig ist nur, dass die Plaque zerstört wird!

* Im Auftrag von AXA und der Universität Witten/Herdecke hat das Marktforschungsinstitut forsa im März/April 2012 eine repräsentative Online-Befragung unter 1.025 Personen zwischen 14 und 69 Jahren in Deutschland durchgeführt.

Autorin: Dunja Herrmann


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