Beziehungsprobleme

Beziehungsprobleme bekämpfen


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Und wie Sie sie vertreiben

Ein einzelner Streit ist nicht schlimm. Eine gute Ehe kann Abstoßung und Anziehung, die emotionalen Pole jedes Paares, zusammenhalten.Wenn dagegen die negativen Kräfte in Verhalten und Kommunikation überhand nehmen, driftet das Paar auseinander. Dieser zermürbende Prozess, bei dem sich die Beziehungsprobleme zunehmend verschlimmern, wird vorangetrieben von 4 Verhaltensweisen, die der Therapeut John Gottman die „4 apokalyptischen Reiter“ genannt hat: Kritik, Verachtung, Abwehr und Mauern. Sie sabotieren Ihre positive Partnerwahrnehmung und gehören zu den größten Risikofaktoren einer Beziehung. Im schlimmsten Fall bringen sie ihr den Tod.

1. Reiter: Kritik

Herumnörgeln, Schuldzuweisungen und Anklagen, die über den konkreten Anlass hinaus den Partner persönlich treffen und ihn pauschal abwerten: „Du bist immer so geizig“, „Du hast nie Zeit“. Diese Strategie wird am meisten von Frauen eingesetzt, ohne dass sie ahnen, wie sehr sie damit ihrem Partner das Vertrauen entziehen und Beziehungsprobleme auslösen.

2. Reiter: Verachtung

 

 

Es beginnt damit, dass die Bewunderung für den anderen (die dazu geführt hat, dass sich beide ineinander verliebt haben) verschwindet. Abschätzige Bemerkungen, subtiler Sarkasmus, bewusstes Verletzen, Beleidigungen und generelle Verurteilung des Partners („Von einem Versager wie dir kann man ja nichts anderes erwarten.“) verursachen tiefgreifende Beziehungsprobleme.

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3. Reiter: Abwehr

Am Anfang einer Beziehung lässt man sich vom anderen gern einmal etwas sagen. Später lässt das nach. Man rechtfertigt sich, verleugnet den eigenen Anteil an Konflikten. Motto: Ich bin das Opfer, du bist der Täter, und deshalb muss ich zum Gegenangriff blasen.„Das Problem liegt bei dir und nicht bei mir.“

4. Reiter: Mauern

 

 

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Abblocken und Nichtreagieren bis hin zur Gleichgültigkeit und Kälte, dann völliger Rückzug. In 85 % der Fälle ist es der Mann, der die Schotten dicht macht, den Raum verlässt oder scheinbar emotionslos verstummt. Dieses Verhalten wird von Frauen als äußerst verletzend empfunden.

Auch glückliche Paare kennen die 4 apokalyptischen Reiter und die damit verbundenen Beziehungsprobleme. Sie sind aber fähig, deren dauerhaften Einzug zu verhindern. Lernen Sie von ihnen die beiden wirksamsten Waffen:

Rechtzeitiges Einlenken

In jeder Ehe wird mal genörgelt, verachtet, verleugnet und gemauert. Aber es werden auch immer Friedensangebote gemacht: „Ich liebe dich doch“, „Ich bin so froh, dass ich dich habe“. In schlechten Ehen werden diese Friedensangebote nicht wahrgenommen. Eine Studie ergab, dass bei später geschiedenen Paaren 82 % der Männer die Brückenschläge ihrer Frau ignorierten. 50 % der Frauen übergingen die ihres Mannes. In guten Beziehungen lag die Quote bei nur 19 % (Männer) und 14 % (Frauen). simplify-Regel: Erhöhen Sie Ihre positiven Botschaften um das 4fache und gehen Sie auf jedes positive Signal des Partners ein, um die Beziehungsprobleme so gering wie möglich zu halten.

Guter Blick zurück

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94 % der Paare, die ihre gemeinsame Vergangenheit spontan positiv beschreiben, erwartet auch eine glückliche Zukunft. Unglückliche Paare konzentrieren sich auf die Fehler des Partners und die Beziehungsprobleme und erinnern sich nicht mehr an die glücklichen Phasen ihrer Beziehung. simplify-Regel: Bewahren Sie so viele positive Details Ihrer Liebesgeschichte wie möglich. Schreiben Sie sie auf, eventuell auch gemeinsam. Fügen Sie regelmäßig neue glückliche Momente hinzu.

Soforthilfe für Männer

Nehmen Sie den Ärger Ihrer Frau ernst. Vermeiden Sie Konflikte nicht, sondern stellen Sie sich dem Problem. Beurteilen Sie nicht die Gefühle Ihrer Frau („Du bist zu empfindlich“), sondern respektieren Sie sie. Frauen weisen auf Probleme hin, um sie gemeinsam zu lösen. Kritik heißt für sie: Lass uns etwas für die Beziehung tun. Gottmans Studien ergaben, dass eine gute Ehe mehr vom Ehemann abhängt. Sein Wir-Gefühl, seine gezeigte Zuneigung, seine Gesprächsbereitschaft und sein Bild der gemeinsamen Geschichte sind entscheidend. Tun Sie etwas für sie aus Liebe.

Soforthilfe für Frauen

Bringen Sie Ihre Beschwerden freundlich vor. Nageln Sie Ihren Mann nicht als den Schuldigen fest. Setzen Sie ihn nicht unter Druck. Hüten Sie sich vor unsachlichen Vorwürfen, die mit „Du“ anfangen, sie verletzen schnell die Persönlichkeit Ihres Mannes. Benutzen Sie keine Wörter wie „nie“ oder „immer“. Zeigen Sie ihm Ihre Liebe.


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