Beziehungsprobleme

Wie bitte ich um Sex? So können Sie Probleme beim Sex in der Partnerschaft vorsichtig lösen


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...und wie Sie mit Unzufriedenheit über den Sex in der Partnerschaft umgehen

„Mein Partner hat anscheinend überhaupt kein Interesse mehr an Erotik.“ – „Immer muss ich die Initiative ergreifen.“ – „Warum ist unser sexueller Appetit so schrecklich verschieden?“ Seufzer, die in Ehen und Partnerschaften sehr häufig zu hören sind, mal von ihm, mal von ihr. Der amerikanische Psychologe Phil McGraw gibt Tipps, wie Sie das heikle Thema "Sex in der Partnerschaft" angehen können.

Sex ist die Spitze des Eisbergs

Im Vordergrund geht es ganz simpel um Geschlechtsverkehr: Er oder sie bekommt nicht genug oder die falsche Art. In fast allen Fällen steckt dahinter aber der Wunsch nach mehr Intimität, Respekt, Anerkennung, Zärtlichkeit oder Sensibilität.

Sie sind Nummer 1

Damit es klappt, müssen sich 2 Menschen ändern: 1. Sie und 2. der andere. simplify-Rat: Fangen Sie mit Nummer 1 an. Was ist Ihr Anteil an der Misere? Erst wenn Sie das in ehrlichen Sätzen formulieren können, dürfen Sie auf den anderen zugehen und etwas von ihm verlangen um gemeinsam den Sex in der Partnerschaft zu verbessern.

Sex in der Partnerschaft hat ein Muster

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Am Anfang Ihrer Beziehung gab es bestimmte Riten, Orte, Zeiten, an denen es stattfand. Nun sind 1.000 andere Muster dazugekommen. Es ist schwer, dazwischen wieder Platz zu schaffen für das schöne Muster von damals. Der größte Einschnitt sind die Kinder. Aus Verliebten werden Vater und Mutter. Sie identifizieren sich mit Ihren eigenen Eltern, und die hatten vor Ihren Augen keinen Sex. simplify-Rat: Sehen Sie das Elterndasein nicht als Ihre neue Natur, sondern als eine neue Rolle, neben der Sie noch genauso die Rolle des Partners und Liebhabers innehaben können.

Optische Reize

Es geht allen so: Sie fühlen sich nicht mehr so sexy wie damals. Der andere natürlich auch nicht mehr. Aber beginnen Sie wieder bei Nummer 1. simplify- Rat: Wichtiger als Abnehmen, ein neuer Haarschnitt oder aufregendere Klamotten ist Ihr Selbstbild. Sagen Sie zu sich: Ich bin nicht nur Mama/Papa. Ich bin immer noch ein heißer Typ. Und dann benehmen Sie sich auch so. Ein bisschen Nostalgie ist immer dabei: Was hat ihr/ihm früher immer gut gefallen? In aller Regel klappt das auch heute noch.

Miteinander reden

Verlassen Sie sich nicht darauf, dass der andere Ihre Gedanken errät. Sie müssen es zur Sprache bringen. Aber wie? simplify-Rat: Wie die Igel beim Sex – sehr vorsichtig. Ohne Vorwürfe. Nicht während einer Partnerschaftskrise, nicht während des Autofahrens. Suchen Sie einen Aufhänger, am besten eine gute Erinnerung von früher: ein Foto von Ihnen beiden als junges Paar, einen Film von damals. So können Sie entspannter übern den Sex in der Partnerschaft sprechen und es fühlt sich keiner angegriffen.

Respekt

Ein wichtiges Element der Sexualität ist die Phantasie. Erforschen Sie Ihre erotischen Träume und die Ihres Partners. Hören Sie sich alles an, und lassen Sie alles in sich selbst zu. simplify-Rat: Wenn Ihre Phantasien so merkwürdig sind, dass Sie sie nicht auszusprechen wagen, schreiben Sie einander je einen Brief darüber. Es geht nicht darum, alle diese Träume in die Wirklichkeit umzusetzen. Aber es ist keine erotische Vertrautheit möglich, wenn einer die Träume des anderen verachtet, ekelhaft findet oder unreif. Ebenso schädlich ist es, wenn einer vor dem anderen zu viele Geheimnisse hat.

Die Last teilen

Bringen Sie Ihren Partner so weit, dass er (oder sie) sagen kann: Gut, das mit der Wiederentfachung unseres Sexlebens wird unser gemeinsames Projekt. simplify-Rat: Vergessen Sie das Märchen vom spontanen Sex in der Partnerschaft. In Ihrer Situation braucht es Vorbereitung: Dass die Kinder früh genug schlafen und Sie noch ausreichend wach sind. Dass Sie nicht bis zum Müdewerden fernsehen. Dass Sie sich in Ihren Wünschen entgegenkommen.


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